Mehrwertphasen Balance UI-Fonds: Sinnvoller Mix mit nachhaltigem Erfolg - Fondsanalyse


01.03.18 09:30
Universal-Investment-GmbH

Frankfurt (www.fondscheck.de) - In Zeiten volatiler Märkte ist es oft nicht einfach, ein überzeugendes Fondskonzept zu finden, das in allen Marktphasen Renditen für den Investor erzielt, so die Experten der Universal-Investment-GmbH in ihrer aktuellen Ausgabe von "ChampionsNews".

Jürgen Dumschat, Fondsberater des Mehrwertphasen Balance UI (ISIN DE000A2ADXC6 / WKN A2ADXC), wolle mit seiner eigens entwickelten Mehrwertphasen-Strategie dieses Dilemma überwinden. Wie ihm das bisher erfolgreich gelungen sei, berichte Dumschat im Gespräch mit "ChampionsNews".

ChampionsNews: Herr Dumschat, Ihr Fokus liegt auf Investments in vermögensverwaltende Fonds, die durch geschickte Kombination einerseits Verluste abfedern und andererseits ansprechende Renditen für den Investor erzielen sollen. Ein Ansatz, mit dem Sie seit Auflage des Mehrwertphasen Balance UI sehr erfolgreich sind. Wie haben Sie das bisher so gut umsetzen können?

Dumschat: Jeder Investor sollte sich zu Beginn erst einmal bewusst machen, wie unterschiedliche Fondskonzepte sinnvoll in einem Portfolio kombiniert werden können. Aus diesem Grund analysieren wir, wie sich Fonds in unterschiedlichen Marktphasen verhalten. Dazu filtern wir aus dem rund 2.300 Fonds umfassenden Universum zunächst einmal bis zu 200 Fonds heraus, die wir regelmäßig beobachten. Neben den allgemein anerkannten Selektionskriterien ist für uns besonders wichtig, dass wir den Investmentansatz eines Fonds anhand der Wertentwicklung in der Praxis nachvollziehen können. Nur dann macht es nämlich Sinn, Phasenvergleiche anzustellen. Von einer Mehrwertphase sprechen wir dann, wenn ein Fonds seinen bisherigen historischen Höchststand innerhalb von 90 Kalendertagen erneut erreicht oder überbietet. Ist das nicht der Fall, beginnt am Tag nach dem letzten Allzeithoch eine Verlustphase, von deren Tiefpunkt die Verluste erst einmal wieder aufgeholt werden müssen, bevor eine erneute Mehrwertphase beginnt.

In Summe ist es wichtig, dass sich Verlust-, Aufhol- und Mehrwertphasen der unterschiedlichen Fondskonzepte in bestimmten Marktszenarien wechselseitig überlagern, sodass sie ausgleichend und mehrwertstiftend aufs Portfolio wirken. Investoren schauen oft auf Messgrößen, wie etwa die Sharpe Ratio, die sich für vermögensverwaltende und alternative Fondskonzepte als Kennzahl oftmals entgegengesetzt zu den Marktbewegungen entwickelt und somit wenig Hilfe bei der Portfoliokonstruktion bietet. Auch Korrelationen als Messgröße sind schwierig, da der Versuch, gering und negativ korrelierende Fonds zu kombinieren, selten zu einem konstant positiven Ergebnis führt, da Korrelationen nicht dauerhaft stabil sind. Die ausgleichende Komponente fehlt dann, wenn Fondskonzepte, die sich gegenseitig stützen sollen, in Krisenphasen gleichermaßen Verluste erzielen.

Mit unserem Mehrwertphasen-Modell soll ein ausbalanciertes Portfolio entstehen, das mit geringem Risiko eine ansprechende Rendite erwirtschaften soll. Im vergangenen Jahr konnte der Mehrwertphasen Balance UI ein Plus von 4,27 Prozent erzielen - bei einer niedrigen Volatilität von 1,88 Prozent und einem Maximum Drawdown von 1,31 Prozent.

ChampionsNews: Welche Fonds haben sich zuletzt als besonders erfolgreich fürs Portfolio erwiesen?

Dumschat: Derzeit haben wir 29 Zielfonds im Portfolio. Die Wechselwirkung der einzelnen Zielfonds sorgt für eine besondere Stärke innerhalb des Portfolios. Meist wird ein besonders erfolgreiches Portfolio nur an der Performance festgemacht. Gute Teamplayer sind grundsätzlich alle Fonds, solange sie allokiert sind. Beispielhaft dafür sind Fonds wie der SPSW-WHC Global Discovery (ISIN DE000A0YJMG1 / WKN A0YJMG) oder der Absolute Return Multi Premium. Stark unkorreliert entwickelt sich etwa auch der Twelve Insurance Best Ideas (ISIN LU1342495444 / WKN A2AKLE), den Anleger, wie so manche anderen Zielfonds im Portfolio, individuell gar nicht oder erst ab hohen Anlagesummen erwerben können. Im Portfolio kommt eine Reihe von Fondskonzepten zum Einsatz, die schon länger überzeugen konnten, aber oftmals in der Breite noch nicht bekannt sind.

ChampionsNews: Im Portfolio kommen Multi-Asset- und Alternative-Fonds zum Einsatz. Warum setzen Sie gerade auf diese beiden Fondsklassen?

Dumschat: Bei den Multi-Asset-Fonds handelt es sich überwiegend um klassische Produkte, die Derivate allenfalls zur Absicherung nutzen. Sie entwickeln sich tendenziell eher mit den Märkten, ohne deren Dynamik mitzumachen. Alternative-Fonds haben den Vorteil, dass ihre Wertentwicklung häufig unabhängig von den gerade vorherrschenden Entwicklungen an den Aktien- und Anleihemärkten ist. Somit können sie in entscheidenden Phasen einen Mehrwert fürs Portfolio erzielen. Die Kombinationsvorteile von unterschiedlichen Fondsarten in einem Portfolio zeigen sich auch anhand der täglichen Anteilspreisänderungen der Fonds, die wir genau für Investmentmöglichkeiten analysieren.

Mit Blick auf das letzte Jahr haben sich Multi-Asset-Fonds mehrheitlich direktional zu den Aktien- und Anleihemärkten entwickelt und somit auch mehrheitlich positive Veränderungen der Anteilspreise erzielt. Mit Blick auf das Portfolio des Mehrwertphasen Balance UI entfielen im vergangenen Jahr 61,44 Prozent der positiven täglichen Anteilspreisveränderungen auf Multi-Asset-Fonds und nur 38,56 Prozent auf Alternative-Fonds. Wie wichtig Letztere jedoch fürs Portfolio sind, zeigt sich, wenn die Zielfonds mehrheitlich negativ gegenüber dem Vortag performen. Wenn sechs bis neun Fonds eine positive Wertentwicklung aufzeigten, stieg der Anteil der Alternative-Fonds mit positiver Performance von 38,56 auf 49,69 Prozent. Wenn es nur zwei bis fünf Fonds waren, die sich gut entwickelten, lag der positive Anteil der Alternative-Fonds sogar bei 57,97 Prozent.

Zusätzlich muss man beachten, dass vier der 13 Alternative-Fonds im Portfolio nur einmal pro Woche einen Anteilspreis stellen. Somit können diese an vier von fünf Tagen sich nicht positiv entwickeln. Dadurch, dass sich der Fondspreis aber auch an vier von fünf Tagen nicht reduzieren kann, stabilisieren die Alternative-Fonds jedoch an kritischen Tagen die Performance des Gesamtportfolios und verringern so die Schwankungen und den Drawdown des Mehrphasen Balance UI. (Ausgabe 1/2018) (01.03.2018/fc/a/f)






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