Magna Eastern European Fund: Bester Jahresbeginn seit langem - Fondsanalyse


02.03.18 10:30
Fiera Capital

London (www.fondscheck.de) - Wie osteuropäische Aktien ins neue Jahr gestartet sind und welche Unternehmen sich bisher am besten entwickeln konnten, hat das Portfoliomanagement-Team des Magna Eastern European Fund (Fiera Capital / ehemals Charlemagne Capital) in einem neuen Marktkommentar zusammengefasst, so die Experten von Fiera Capital.

Nach einem starken Jahresende 2017 hätten die osteuropäischen Staaten einen soliden Start ins neue Jahr hingelegt. In der Tat sei es der beste Jahresbeginn seit Jahren gewesen. Russland habe von den großen Märkten am meisten zugelegt, da es von einer breit angelegten Rally bei den Rohstoffpreisen profitiert habe und dazu noch vom starken globalen Wachstum und einem schwachen Dollar Unterstützung bekommen habe.

Gestiegene Einkaufsmanagerindices in Europa, neue BIP-Werte aus China, die die Konsenserwartungen übertroffen hätten, und ein Beinah-Höchststand seit zehn Jahren beim G10 Economic Surprise Index hätten sich wohl alle auf die Stimmung ausgewirkt. Nachdem der Ölpreis an einem Punkt im Monat die 70-Dollarmarke pro Barrel überschritten habe, habe der Monat bei einem Preis von 69 US-Dollar pro Barrel geendet, was russischen Ölunternehmen gute Karten gegeben habe.

Der Titel mit der besten Performance im Portfolio sei die türkische Investment-Holdinggesellschaft Global Investment Holdings gewesen. Die Aktie habe für den Monat eine Rendite von 35% erzielt und damit an eine starke Leistung im Vormonat angeschlossen. Das starke Abschneiden habe dazu geführt, dass das Unternehmen seinen Abschlag zum Nettoinventarwert auf beinahe 0% habe reduzieren können, von einem Wert von über 40% im Mai 2017, als die Experten zum ersten Mal in das Unternehmen investiert hätten. Da ihr Investmentmotiv der Abbau dieses Abschlags gewesen sei, hätten die Experten nun ihre Beteiligung veräußert, um die Gewinne mitzunehmen. Die Position habe einen ordentlichen Beitrag zur relativen Performance des Fonds in diesem Monat geleistet.

LUKOIL, die größte Beteiligung im Portfolio, habe einen guten Monat gehabt, nicht nur, weil der Ölpreis gestiegen sei, sondern auch wegen der Ankündigung, dass es im Verlauf des Jahres eigene Aktien einziehen werde. Dies sei von Bedeutung, da der Markt bereits seit Langem Bedenken aufgrund des Überhangs der Aktien, die das Unternehmen selbst halte, gehabt habe. Nach Ansicht der Experten handele es sich hier weiterhin um eine Qualitätsaktie unter den großen russischen Öl- und Gasunternehmen, die aber lediglich zum 7fachen der diesjährigen Gewinne gehandelt werde, und das bei Aussichten auf höhere, zukünftige Dividendenausschüttungen. Auch alle anderen Öl- und Gasaktien hätten im Januar im Anschluss an die starken Ölpreise zugelegt, mit Rosneft vorne mit dabei.

Magnit, der russische Lebensmitteleinzelhändler, sei weiter abgesackt, dieses Mal aufgrund schwacher Zahlen für das gesamte Geschäftsjahr. Der Aktienkurs habe sich inzwischen in den letzten zwölf Monaten praktisch halbiert. Der Fonds bleibe bei Magnit weiterhin untergewichtet, obwohl sich die Experten derzeit überlegen würden, ob sie daran etwas ändern sollten, da die Bruttomarge möglicherweise eine Talsohle erreicht habe und die EBITA-Marge sich langsam verbessere. Aufgrund der Untergewichtung habe Magnit den besten positiven Beitrag zur relativen Performance im Monatsverlauf geleistet.

Im Gegensatz dazu habe die X5 Retail Group, die nicht im Index sei, die Performance beeinträchtigt, obwohl das Unternehmen angekündigt habe, dass es an zwei Börsen notiert sein werde (Moskau und London), und daher mit ziemlicher Sicherheit ein wichtiger Titel in Länderindices und anderen Benchmarks sein werde. Der Kurs der Aktie sei geringfügig angestiegen, habe aber unterhalb der Markt-Performance gelegen. Das Handelsergebnis-Update zum vierten Quartal 2017 mit einem Umsatzwachstum für das ganze Jahr, das vor den meisten Erwartungen gelegen habe - einschließlich der eigenen der Experten - hätten die Experten ermutigend gefunden. Das Unternehmen könne weiterhin seinen Marktanteil ausbauen, und der Titel sollte mit der sich erholenden Konjunktur und bei im Laufe der Zeit nachlassendem Konkurrenzdruck anziehen.

Der Magna Eastern European Fund ziele auf Kapitalwachstum durch Investitionen in ein diversifiziertes Portfolio von osteuropäischen (inklusive türkischen) Aktien ab. Der Magna Eastern European Fund sei ein Teilfonds des Magna Umbrella Fund plc. (Ausgabe vom 01.03.2018) (02.03.2018/fc/a/f)





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