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Lyxor ETF Barometer: Das Zwischenhoch bei Renten ETFs scheint vorbei


11.08.17 12:02
Lyxor Asset Management

Paris (www.fondscheck.de) - Der ETF-Markt zeigte sich im Verlauf des Juli stabil, so die Experten von Lyxor Asset Management (Lyxor AM).

Die Nettomittelaufkommen hätten sich im Verlauf des Monats auf 8,7 Milliarden Euro summiert. Das insgesamt in ETFs verwaltete Vermögen sei im Vergleich zum Jahresende 2016 um 13 Prozent auf nun 583 Milliarden Euro gestiegen, inklusive eines positiven Markteinflusses in Höhe von zwei Prozent. Das in Schwellenländer- und Anleihe-ETFs verwaltete Vermögen habe sich dabei deutlich verringert, da Investoren möglichen geldpolitischen Maßnahmen der FED und der EZB zunehmend Bedeutung schenken würden.

Die Zuflüsse in Aktien-ETFs hätten 5,5 Milliarden Euro betragen. Vor dem Hintergrund anhaltender wirtschaftlicher Stärke hätten europäische Aktien-ETFs mit 3,4 Milliarden Euro die zweithöchsten Zuflüsse seit Jahresbeginn verzeichnet, was 2/3 der gesamten Zuflüsse in Aktien-ETFs entspreche. US-amerikanische Aktien-ETFs hätten sich weiter erholen können und Zuflüsse in Höhe von 774 Millionen Euro erreicht, wobei sie von einem schwächeren US-Dollar sowie einer starken Berichtssaison (insbesondere im Technologiesektor) hätten profitieren können.

Die Zuflüsse in Asien-Pazifik Aktien-ETFs hätten sich dagegen auf 301 Millionen Euro verringert. Auch die Zuflüsse in globale Aktien-ETFs hätten sich aufgrund globaler geldpolitischer Normalisierungstendenzen auf nun 253 Millionen Euro verlangsamt. Dies habe auch einen negativen Einfluss auf Aktien-ETFs der Schwellenländer gehabt, deren Zuflüsse mit 306 Millionen Euro den niedrigsten Stand seit sechs Monaten erreicht hätten; dabei hätten sich diese Zuflüsse erneut auf marktbreite ETFs konzentriert. Smart Beta-ETFs hätten Zuflüsse in Höhe von 253 Millionen Euro verzeichnet, was dem 1-Jahres-Durchschnitt entspreche: Diese seien vor allem auf Multifaktor- und Value-ETFs entfallen.

Zuflüsse in Anleihe-ETFs seien auf 2,3 Milliarden Euro gefallen, was dem niedrigsten Stand seit April entspreche. Sowohl Staatsanleihen entwickelter Märkte als auch der Schwellenländer seien negativ von zunehmenden Befürchtungen bezüglich möglicher Zinserhöhungen in Europa und den USA belastet worden. Die Rückflüsse aus Anleihe-ETFs der Industrieländer hätten 427 Millionen Euro betragen, während die Zuflüsse in Anleihe-ETFs der Schwellenländer auf 612 Millionen Euro gefallen seien, nachdem es während der vergangenen zwölf Monate zu monatlichen Zuflüsse in Höhe von mindestens einer Milliarde Euro gekommen sei.

Im Gegensatz hierzu hätten sowohl Unternehmensanleihen- als auch Geldmarkt-ETFs Zuflüsse in Höhe von einer Milliarde Euro bzw. 731 Millionen Euro verzeichnen können, dies vor allem im Bereich der Floating Rate Notes bzw. im kürzerfristigen Anleihebereich. Tendenzen einer Zinsnormalisierung hätten zu Zuflüssen in inflationsindexierte Anleihe-ETFs in Höhe von 334 Millionen Euro geführt.

Rohstoff-ETFs hätten stark steigende Zuflüsse in Höhe von 784 Millionen Euro verzeichnet, was einem 1-Jahres-Rekord entspreche; diese hätten sich im Wesentlichen auf marktbreite Rohstoff-ETFs verteilt. (Ausgabe Juli 2017) (11.08.2017/fc/a/e)