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Lyxor ETF-Barometer: Kommt die Trendumkehr für europäische Aktien?


17.05.19 15:00
Lyxor Asset Management

Paris (www.fondscheck.de) - Die Netto-Zuflüsse auf dem europäischen ETF-Markt verlangsamten sich im April auf 3,7 Milliarden Euro gegenüber 5,2 Milliarden Euro im Vormonat, so die Experten von Lyxor Asset Management (Lyxor AM).

Während der Gesamtmarkt gewachsen sei, hätten Aktien-ETFs eklatante Abflüsse von 2,2 Milliarden Euro verzeichnet, getrieben durch ausländisches Kapital. Auffällig seien insbesondere die anhaltenden Kapitalabflüsse bei Aktien in der Eurozone, die im März und April bei jeweils 2,5 Milliarden Euro gelegen hätten. Seit Jahresbeginn seien Gelder in Höhe von 6,9 Milliarden Euro aus dieser Anlageklasse herausgezogen worden.

Schaue man auf die Entwicklung seit März 2018, würden sich die Abflüsse sogar auf insgesamt 17 Milliarden Euro belaufen. Im gleichen Zeitraum sei der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Eurozone um 7 Punkte auf 47,9 Zähler gefallen. "In der Vergangenheit bestand in der Eurozone eine signifikante Korrelation zwischen den Kapitalströmen von Aktien-ETFs und dem Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe", sage Marlene Hassine Konqui, Leiterin ETF Research bei Lyxor Asset Management.

Da letzterer erstmals seit Juni 2018 wieder eine leichte Erholung erlebt hätte, könnte sich die Stimmung der Anleger gegenüber Europa wieder aufheitern, was sich auch in den Kapitalströmen am ETF-Markt widerspiegeln könnte: "Daneben erwarten wir, dass ein stärker als erwartetes BIP-Wachstum im ersten Quartal, die proeuropäische Haltung in Spanien nach den jüngsten Wahlen und eine erwartete Erholung der europäischen Wirtschaft im zweiten Halbjahr die Aktien der Eurozone stützen werden", so Hassine Konqui.

Weitere spannende Fakten zum europäischen ETF-Markt im April 2019:

- Anleihen-ETFs hätten den fünften Monat in Folge riesige Zuflüsse (4,1 Milliarden Euro) verzeichnet, die von Unternehmensanleihen in Industrienationen und Hochzinsanleihen getragen worden seien.
- Smart-Beta ETFs hätten ihren positiven Trend mit Zuflüssen in Höhe von 1,3 Milliarden weiter fortgesetzt, was wiederum vor allem auf den Investment-Faktor Qualität zurückzuführen sei.
- ESG-ETFs hätten ähnliche Kapitalströme wie im Vormonat mit 477 Millionen Euro gegenüber 406 Millionen Euro verzeichnet, wobei jede ESG-Kategorie positiv abgeschnitten habe. (17.05.2019/fc/a/e)