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Lyxor ETF Barometer: ETF-Investoren setzen auf Europa - US-Aktienmärkte müssen Abflüsse hinnehmen


12.05.17 13:27
Lyxor Asset Management

Paris (www.fondscheck.de) - Die Zuflüsse auf dem europäischen ETF-Markt verlangsamten sich im April 2017 deutlich, so die Experten von Lyxor Asset Management (Lyxor AM).

Die Nettomittelzuflüsse hätten sich im Verlauf des Monats auf 4,4 Milliarden Euro summiert, was dem niedrigsten Niveau seit Dezember 2016 entspreche. Das insgesamt in ETFs verwaltete Vermögen sei im Vergleich zum Jahresende 2016 um elf Prozent auf nun 572 Milliarden Euro gestiegen, inklusive eines positiven Markteinflusses von vier Prozent. Europäische und globale Aktien hätten von im Vergleich zu den USA attraktiven Bewertungen profitiert.

Die Zuflüsse in Aktien-ETFs seien auf 2,7 Milliarden Euro gesunken, was durch Rückflüsse in Höhe von 1,6 Milliarden Euro aus US-amerikanischen Aktien, vor dem Hintergrund hoher fundamentaler Bewertungen und politischer Unsicherheiten in den USA, erklärt werden könne. Europäische Aktien-ETFs hätten vom Rückgang politischer Unsicherheiten in Europa profitiert und Zuflüsse in Höhe von 2,4 Milliarden Euro verzeichnet. Die signifikanten Zuflüsse in globale Aktien-ETFs in Höhe von 1,1 Milliarden Euro hätten erneut den zunehmenden Optimismus in einem positiven gesamtwirtschaftlichen Umfeld reflektiert.

Bei Asien-Pazifik Aktien-ETFs sei es mit Zuflüssen in Höhe von 190 Millionen Euro zu einer Trendwende gekommen, nachdem unterstützende Wirtschaftsdaten veröffentlicht worden seien. Bei Aktien-ETFs der Schwellenländer hätten sich die Zuflüsse vor dem Hintergrund eines unsicheren Ausblicks in China und dem volatilen Ölpreis auf 768 Millionen Euro verlangsamt; diese hätten sich vor allem auf marktbreite Aktien-ETFs konzentriert. Smart Beta-ETFs hätten erneut eine Trendwende mit Zuflüssen in Höhe von 212 Millionen Euro gesehen. In einem Umfeld rückläufiger Zinsen seien die Zuflüsse in Income-ETFs mit 446 Millionen Euro signifikant gewesen, wogegen die Zuflüsse in Value-ETFs weiterhin negativ gewesen seien.

Anleihe-ETFs hätten mit 1,3 Milliarden Euro ebenfalls geringere Zuflüsse verzeichnet. Interessanterweise hätten sich diese mit Zuflüssen in Höhe von 950 Millionen Euro vor allem auf Anleihe-ETFs der Schwellenländer konzentriert. Bei Staatsanleihen der Eurozone sei es in einem politisch weniger riskanten Umfeld zu Zuflüssen in Höhe von 212 Millionen Euro gekommen. Bei ETFs auf Hochzinsanleihen sei es ebenfalls zu Zuflüssen (186 Millionen Euro) gekommen. Nach einem 11-Monats-Rekordhoch im März sei es bei ETFs auf IG-Unternehmensanleihen zu einer deutlichen Trendwende mit Rückflüssen in Höhe von 169 Millionen Euro gekommen. Die Rückflüsse in inflationsindexierte Anleihe-ETFs seien erneut mit 215 Millionen Euro negativ gewesen.

Rohstoff-ETFs hätten mit 372 Millionen Euro deutliche Zuflüsse verzeichnet, diese hätten sich dabei vor allem auf marktbreite Rohstoff-ETFs konzentriert. (Ausgabe April 2017) (12.05.2017/fc/a/e)