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Lyxor ETF-Barometer: ETF Höhenflug legt im August eine Pause ein - Sicherheit im Fokus der Anleger


13.09.17 12:03
Lyxor Asset Management

Paris (www.fondscheck.de) - Die Zuflüsse auf dem europäischen ETF-Markt verlangsamten sich im August deutlich, so die Experten von Lyxor Asset Management (Lyxor AM).

Das Nettomittelaufkommen habe sich im Verlauf des Monats auf 3,2 Milliarden Euro summiert.

Das insgesamt in ETFs verwaltete Vermögen sei im Vergleich zum Jahresende 2016 um 13 Prozent auf nun 585 Milliarden Euro gestiegen, inklusive eines positiven Markteinflusses in Höhe von einem Prozent. Trotz dieser leichten Schwäche dürfte das Jahr 2017 dennoch zu einem Rekordjahr werden, da das Nettomittelaufkommen per Ende August 2017 bei 63,3 Milliarden Euro gelegen habe, wogegen es zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2015 - dem letzten Rekordjahr - bei 51,3 Milliarden Euro gelegen habe. Vor dem Hintergrund steigender geopoiitischer Risiken und abnehmender Inflationserwartungen hätten Investoren insgesamt vorsichtig agiert.

Das Nettomittelaufkommen bei Aktien-ETFs habe sich auf 1,2 Milliarden Euro verringert, was durch begrenzte Aufkommen sowohl bei Aktienmärkten Industrieländer als auch der Schwellenländer erklärt werden könne. Dabei hätten sich die Nettomittelaufkommen auf starke Volkswirtschaften wie die USA und Deutschland konzentriert. Das Nettomittelaufkommen bei Aktien-ETFs der Schwellenländer habe lediglich 360 Millionen Euro betragen, was der Hälfte des Jahresdurchschnittes entspreche. Bei Asien-Pazifik-Aktien-ETFs sei es zu Rückflüssen in Höhe von 160 Millionen Euro gekommen.

Globale Aktien-ETFs hätten - erstmals in diesem Jahr - aufgrund eines risikoaverseren Umfeldes ebenfalls Rückflüsse (37 Millionen Euro) verzeichnet, gleichsam sei es bei Smart Beta-ETFs im dritten Monat in Folge zu Rückflüssen (39 Millionen Euro) gekommen. Diese Rückflüsse seien dabei vor allem von japanischen Smart Beta-ETFs gekommen, wogegen das Nettomittelaufkommen für Value- und Momentum-ETFs mit 120 Millionen Euro bzw. 253 Millionen Euro positiv gewesen sei.

Das Nettomittelaufkommen bei Anleihe-ETFs habe sich auf 2,1 Milliarden Euro verringert, was in der Nähe des niedrigsten Standes aus dem April 2017 liege. Die Suche nach rentablen Anlagemöglichkeiten dauere an, wobei nur die sichersten Aniageformers wie beispielweise Unternehmensanteihen-ETFs mit Investment Grade Rating nachgefragt worden seien; bei diesen sei es zu Zuflüssen in Höhe von 897 Millionen Euro gekommen.

Riskantere Anleihe-ETFs hätten dagegen nur begrenzte Nettomittelaufkommen gesehen: Anleihe-ETFs der Schwellenländer hätten nur noch um 268 Millionen Euro zulegen können, wogegen Hochzinsanleihen-ETFs Rückflüsse verzeichnet hätten (69 Millionen Euro). Insgesamt habe das Nettomittelaufkommen im Anleihe-Bereich das Aufkommen von Aktien-ETFs überstiegen, was durch ein hohes Nettomittelaufkommen bei Staatsanleihen Industrieländer getrieben gewesen sei (742 Millionen Euro); diese würden von einem schwächeren Zinsumfeld und abnehmender Inflationserwartungen profitieren.

Rohstoff-ETFs hätten Rückflüsse in Höhe von 126 Millionen Euro verzeichnet, was einem 1-Jahres-Rekortief entspreche; diese hätten sich im Wesentlichen auf marktbreite Rohstoff-ETFs verteilt. (Ausgabe August 2017) (13.09.2017/fc/a/e)