LOYS Premium Deutschland Fonds: Uneinheitlicher Jahresauftakt der Börsen


04.02.21 11:30
LOYS

Oldenburg (www.fondscheck.de) - Trotz anfänglichen Auftriebes erwies sich der Januar als wechselhafter Börsenmonat mit abwärts gerichteter Gesamttendenz, vor allem gegen Ende des Monats, so Dr. Christoph Bruns und Ufuk Boydak von LOYS.

Dafür hätten vor allem einige kuriose Kursexzesse bei amerikanischen Aktien aus der dritten Börsenreihe gesorgt. Ferner sei zuletzt eine gewisse Ernüchterung bezüglich der Impfkapazitäten aufgetreten, sodass nunmehr mit einem langsameren Erholungsverlauf der Wirtschaft - vor allem in Europa - gerechnet werde.

Für viele Schlagzeilen habe aber die Schieflage einiger Hedgefonds gesorgt, die als Leerverkäufer bei Aktien wie GameStop, AMC und anderen engagiert gewesen seien. Diese, einem weiten Börsenpublikum kaum bekannten Aktien, hätten eine furiose Kursrally gezeitigt, nachdem einschlägige Internet-Foren dazu aufgerufen hätten, sie zu kaufen.

Der raketenhafte Kursanstieg habe seinerseits dafür gesorgt, dass jene professionellen Marktteilnehmer, die auf fallende Kurse gewettet hätten, ihre Verluste hätten eindecken müssen, indem sie die zuvor geliehenen und verkauften Aktien nunmehr am Markt teurer zurückgekauft und dadurch den fulminanten Kursanstieg kräftig befeuert hätten. Dabei sei auch die Rolle der Onlinebroker dubios, denn sie würden oftmals keine Transaktionskosten verlangen, aber dadurch verdienen würden, dass sie Aktien im Bestand der Kundendepots verleihen und damit für Leerverkäufe zur Verfügung stellen würden. Es müsse sich noch herausstellen, ob die Rückholung verliehener Aktien angesichts des exorbitanten Umfangs gelinge, oder ob Schieflagen im Clearingsystem entstanden seien.

Klar ist jedoch, dass jene Hedgefonds und Spekulanten, die von außerordentlichen Verlusten bedroht sind, andere Aktien verkaufen mussten und müssen, um Geld zur Deckung der entstandenen Löcher zu besorgen, so die Experten von LOYS. Insofern sei die Geschichte um GameStop und Co. noch nicht ausgestanden. Freilich hätten die genannten spekulativen Aktivitäten mit klassischem Investment, wie es die LOYS AG betreibe, nichts gemein. Aber die Angelegenheit sei keineswegs ausgestanden, denn die amerikanische Börsenaufsicht SEC habe sich bereits der Sache angenommen und die Politik möchte sich ebenfalls einmischen. Man dürfe gespannt sein, ob man einmal mehr von "systemrelevanten" Marktteilnehmern zu hören bekomme.

Apropos Politik: Um den ehemaligen Präsidenten Trump sei es wohltuend ruhig geworden, nachdem sein Twitter-Konto gesperrt worden sei. Und die neue Regierung Biden sei sogleich fleißig ans Werk geschritten, indem zahlreiche präsidiale Dekrete erlassen worden seien, die die Politik Trumps revidieren würden. Bemerkenswert sei aber, dass die amerikanische Politik unplanbarer denn je sei, wenn es sich die Präsidenten zur Gewohnheit werden lassen würden, stets das Gegenteil ihres Vorgängers ins Werk zu setzen.

Den sieben LOYS-Fonds hätten die Kapriolen gegen Ende des Januars nur wenig anhaben können. Alle Fonds würden einen gelungenen Start in das neue Börsenjahr melden. Das gelte nicht zuletzt auch für den neuen LOYS Premium Deutschland Fonds (ISIN LU2255688470 / WKN A2QHYL), der in den ersten vier Wochen seiner Existenz bereits munter um ca. 5% habe zulegen können. Hinsichtlich des weiteren Jahresverlaufes werde vieles davon abhängen, wann die Wirtschaft wieder zur Normalität zurückkehren könne. Der Schlüssel zu einer raschen Normalisierung sei das Impfen. Trotz der zunächst aufgetretenen Friktionen um die Lieferfähigkeit von Impfstoffen sei zu hoffen, dass der Hochdruck, mit dem man an den aufgetretenen Problemen arbeite, zu einer breiten Verfügbarkeit in den nächsten Monaten führen werde. (Ausgabe vom 31.01.2021) (04.02.2021/fc/a/f)






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