LBBW Rohstoffe & Ressourcen-Fonds: 05/2021-Bericht, Wertzuwachs von 1,8% - Fondsanalyse


05.07.21 10:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Rohstoffe & Ressourcen Fonds (ISIN DE0005326482 / WKN 532648) strebt als Anlageziel einen langfristigen Kapitalzuwachs an, so die Experten von LBBW Asset Management.

Der Fonds investiere überwiegend in Publikumsfonds, die nach ihren Anlagebestimmungen überwiegend in Unternehmen aus den Bereichen Rohstoffe, Energie, Nahrungsmittel, Technologie, Versorger, Konsumgüter und Dienstleistungen, Gesundheitswesen und Pharma, Maschinenbau und Industriegüter investieren würden. Der Fonds dürfe in Wertpapiere, wie z.B. Aktien und Renten bis zu 50% des Fondsvermögens investieren. Mindestens 50% des Wertes des OGAW-Sondervermögens würden in Kapitalbeteiligungen i. S. d. § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz ("InvStG") angelegt.

Im abgelaufenen Monat Mai habe die positive Nachrichtenlage überwogen. Die Bedrohung durch die Corona-Pandemie sei durch beständige Impferfolge im Euroraum und in den USA, wo bereits mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft sei, im Bewusstsein der Marktteilnehmer in den Hintergrund geraten.

In diesem Kontext hätten auch die Einkaufsmanagerindices für den Dienstleistungssektor im Euroraum merklich zulegen können. Aus Asien seien ebenfalls positive Nachrichten gekommen. So hätten die Einzelhandelsumsätze in China um rund 18% gegenüber dem April des Vorjahres zugenommen. Viele Unternehmen hätten positiv berichten können und sowohl in Europa als auch in den USA mehrheitlich die Erwartungen der Analysten geschlagen.

Die sich auf hohem Niveau stabilisierenden Inflationserwartungen in den USA hätten zusätzlich die Angst vor einer restriktiveren Reaktion der Zentralbanken in naher Zukunft schwinden lassen. In der Summe sei somit der positive Unterton für risikobehaftete Anlagen der letzten Monate bestehen geblieben. Da viele positive Nachrichten bereits eingepreist gewesen seien, hätten sich die Bewegungen an den Kapitalmärkten jedoch auf zumeist leichte Zugewinne begrenzt.

Die globalen Aktienmärkte hätten im Mai lediglich rund 0,2% (in Euro) hinzugewonnen. Der DAX hingegen habe den Monat mit einem Kursgewinn von ca. 1,9% beendet. Auch der marktbreite STOXX Europe 600 habe um gut 2,6% zugelegt. An der Wall Street hätten die Standardwerte den Mai mit einem Kursgewinn von gut 0,7% beendet. Die Technologiewerte hätten mit ca. -1,4% leichte Einbußen hinnehmen müssen (jeweils in US-Dollar).

Am europäischen Rentenmarkt sei der Renditeanstieg der letzten Monate etwas ins Stocken geraten. Zwar hätten 10-jährige deutsche Bundesanleihen im abgelaufenen Monat ein zwischenzeitliches Renditehoch von ca. -0,1% verzeichnet, zum Monatsende seien die Zinsen jedoch wieder leicht gefallen.

Die Feinunze Gold habe im Mai rund 7,6% gewonnen und den Monat bei 1.904 US-Dollar beendet. Der Euro habe ca. 1,4% gegenüber dem US-Dollar gewonnen und um den Wert von 1,22 US-Dollar geschlossen. Auch bei US-Staatsanleihen sei es zu keinen weiteren Renditeanstiegen gekommen. Die Renditen für 10-jährige Laufzeiten hätten gekommen bei 1,6% geschlossen.

Der Rohstoffmarkt habe den Monat Mai - gemessen am Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index - mit einem Kursgewinn beendet. Auffällig sei gewesen, dass der Aufschwung von nahezu allen Rohstoffen getragen worden sei. Lediglich Palladium habe sich dabei dem freundlichen Trend am Rohstoffmarkt entzogen und leicht nachgegeben.

Die schwindende Dynamik bei den Inflationserwartungen sei an den Finanzmärkten positiv gewertet worden. Zwar würden leichte Inflationsanstiege zumeist begrüßt, da sie die Gefahr einer Deflation bannen würden, zu hohe Preisanstiege würden jedoch eine Gegenreaktion von geldpolitischer Seite nach sich ziehen, welche in der Konsequenz negativ für den Kapitalmarkt sei.

In der Eurozone müssten sich die generell hohen Erwartungen an die Konjunktur und die Erholung nach der Wiedereröffnung über die Sommermonate noch in harten Konjunkturdaten niederschlagen. Einkaufsmanagerindices und Kapitalmärkte würden enorme Hoffnungen einpreisen. Somit könne es selbst bei positiven Entwicklungen zu Enttäuschungen und kurzfristigen Rückschlägen kommen. In den USA sehe die realwirtschaftliche Lage bereits in der Gegenwart deutlich besser aus. An einigen Ecken des Arbeitsmarktes komme es bereits zu einem Arbeitskräftemangel.

Verzerrt werde das wirtschaftliche Bild in den Industrienationen weiterhin von der Überlagerung der pandemiebedingten geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen. Ein klareres Bild über die künftigen Entwicklungen werde erst nach einer vollständigen Wiedereröffnung auf beiden Seiten des Atlantiks möglich sein.

Im Mai habe das Fondsmanagement bei der Allokation der Gewichtung in physischen Aktien wenige Änderungen vorgenommen. So sei beispielsweise die Aktie der Knorr-Bremse AG veräußert und im Gegenzug die Quote im Öl- und Gas-Sektor erhöht worden. Der LBBW Rohstoffe & Ressourcen sei in seiner strategischen Ausrichtung damit stabil geblieben. Aufgrund des gehobenen Aktienniveaus setze das Fondsmanagement derzeit verstärkt auf Absicherungsinstrumente und setze diese taktisch ein. Zur Steuerung der übergeordneten Risiken aus dem breiten Aktienmarkt seien dabei Absicherungsinstrumente mit einer Laufzeit bis maximal Dezember 2021 verwendet worden. (Stand vom 31.05.2021) (05.07.2021/fc/a/f)





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