LBBW Rohstoffe 1 R-Fonds: 05/2021-Bericht, Wertzuwachs von 4,3% - Fondsanalyse


06.07.21 09:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Ziel des LBBW Rohstoffe 1 Fonds (ISIN DE000A0NAUG6 / WKN A0NAUG) ist die Erwirtschaftung eines möglichst hohen Wertzuwachses durch eine indirekte Partizipation an der Entwicklung der internationalen Rohstoff- und Warenterminmärkte, so die Experten von LBBW Asset Management.

Dies werde durch den Einsatz von Derivaten (auf Basiswerte abgeleitete Finanzinstrumente) erreicht, deren Basiswert Rohstoff-Indices bzw. Sub-Indices bilden würden. Der Fonds orientiere sich derzeit am LBBW-Top-10-Rohstoff-ER-Index. Dabei würden die Sektoren Land- und Viehwirtschaft bis auf weiteres nicht berücksichtigt.

Darüber hinaus könne der Fonds auch direkt in Aktien, verzinsliche Wertpapiere, Wandelschuldverschreibungen, Wandel- und Optionsanleihen, Indexzertifikate, Partizipations- und Genussscheine sowie in Optionsscheine auf Aktien investieren. Die liquiden Mittel würden derzeit im Rahmen der Anlagegrenzen überwiegend in kurzlaufende auf Euro lautende Rentenpapiere mit guter Schuldnerbonität angelegt oder in Bankguthaben gehalten. Bei der Investition der Barsicherheiten in Aktien und verzinsliche Wertpapiere werde angestrebt, nachhaltige Kriterien zu berücksichtigen.

Der Rohstoffmarkt habe den Monat Mai - gemessen am Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index - mit einem Kursgewinn beendet. Auffällig sei gewesen, dass der Aufschwung von nahezu allen Rohstoffen getragen worden sei. Laut einer Berechnung von Bloomberg hätten die Sektoren Metalle, Landwirtschaft und Öl per Anfang Mai zudem die steilste Backwardation seit mehr als 14 Jahren aufgewiesen. Marktteilnehmer seien demnach bereit für die sofortige Lieferung eines Rohstoffs einen Preisaufschlag im Vergleich zu einer später in der Zukunft liegenden Lieferung zu zahlen (Backwardation). In der Vergangenheit sei eine derartig ausgeprägte Backwardation ein Zeichen einer starken Nachfrage bzw. eines knappen Angebots gewesen.

Bei den Energieträgern hätten im Betrachtungszeitraum die Verhandlungen bezüglich des Atomabkommens mit dem Iran sowie das monatlich stattfindende Treffen der OPEC-Gruppe im Fokus gestanden. Zwar scheinen sich die USA und der Iran bei besagtem Atomabkommen anzunähern, ein Durchbruch konnte per Monatsultimo allerdings noch nicht verzeichnet werden, so die Experten von LBBW Asset Management. In Kombination mit der außergewöhnlich hohen Disziplin bei der Förderzurückhaltung der Mitglieder der OPEC-Gruppe hätten die Notierungen der Energieträger angezogen.

Der deutliche Anstieg bei den Basismetallen sei dem weltweit bedeutendsten Abnehmerland China zunehmend ein Dorn im Auge. Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission im Reich der Mitte habe als konkrete Maßnahme gegen die aus ihrer Sicht "abnormalen Preisschwankungen" bei wichtigen Basismetallen wie Eisenerz und Kupfer den heimischen Banken untersagt, Rohstoffanlageprodukte an die traditionell spekulativ agierenden Privatkunden zu verkaufen. Da für den Markt das positive Umfeld hoher Infrastrukturausgaben jedoch entscheidender sei als die verbalen Interventionen Chinas, habe sich der Basismetallsektor weitestgehend unbeeindruckt gezeigt.

Bei den Edelmetallen hätten die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs in den vergangenen vier Wochen Zuflüsse von insgesamt knapp 50 Tonnen verzeichnet, das sei der stärkste Anstieg seit September 2020. Zudem hätten die spekulativen Finanzanleger ihre Long-Positionen im Mai ebenfalls deutlich ausgeweitet.

Der Anteilswert des LBBW Rohstoffe 1 habe auch im Mai spürbar zugelegt. Das Sondervermögen habe dabei im Betrachtungszeitraum nahezu gleichauf mit dem Vergleichsmaßstab, dem Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index, gelegen. Bis auf Palladium hätten alle Rohstoffe einen positiven Beitrag erzielen können.

Der im LBBW Rohstoffe 1 verwendete Index habe seine Zusammensetzung turnusgemäß am 12. April geändert. Dabei sei es im Vergleich zur letzten Indexperiode zu zwei Änderungen gekommen: Benzin und Gasöl seien neu in den Index aufgenommen worden und hätten Heizöl und Aluminium verdrängt. Die Indexzusammensetzung bestehe für die laufende Periode somit aus Benzin, den Rohölsorten Brent sowie WTI (Western Texas Intermediate), Gasöl, Kupfer, Nickel, Zinn, Gold, Silber und Palladium. Keine Berücksichtigung fänden vorerst Erdgas, Heizöl, Aluminium, Blei, Zink und Platin. Der nächste Änderungstermin im Index sei für den 12. Juli 2021 vorgesehen. (Stand vom 31.05.2021) (06.07.2021/fc/a/f)






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