LBBW Renten Euro Flex Nachhaltigkeit-Fonds: 08/2021-Bericht, Wertrückgang von 0,3% - Fondsanalyse


08.10.21 11:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Renten Euro Flex Nachhaltigkeit Fonds (ISIN DE0009766964 / WKN 976696) investiert schwerpunktmäßig in auf Euro lautende verzinsliche Wertpapiere in- und ausländischer Aussteller, so die Experten von LBBW Asset Management.

Es würden aktuell überwiegend Wertpapiere mit guter Schuldnerqualität erworben, zudem könnten "Non Investment Grade"-Anleihen beigemischt werden. Zur Ertragsoptimierung werde zum einen auf das gesamte Spektrum der unterschiedlichen Anleiheklassen zurückgegriffen, zum anderen werde die durchschnittliche Restlaufzeit der Wertpapiere im Fonds fortlaufend an die erwartete Zinsentwicklung angepasst.

Das Fondsmanagement investiere derzeit zu ca. jeweils ein Drittel in Unternehmensanleihen, Staatsanleihen und Pfandbriefen. Wertpapiere und Investmentanteile, in die der Fonds investiere, müssten nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit ausgewählt werden. Die Einstufung erfolge auf Basis von Nachhaltigkeitskriterien, die von der Gesellschaft definiert worden seien. Die Nachhaltigkeitskriterien würden sich dabei auf die sogenannten ESG-Faktoren Umwelt, Soziales und Governance beziehen.

Investitionen in Unternehmen, die einen wesentlichen Teil ihres Umsatzes mit Rüstung, Kohle, Tabak und/oder anderen kontroversen Geschäftspraktiken erwirtschaften würden, dürften nicht getätigt werden. Investitionen in Wertpapiere von Emittenten, die schwerwiegend gegen den UN Global Compact verstoßen würden, dürften ebenfalls nicht getätigt werden. Bei der Nachhaltigkeitsanalyse von Staaten stehe ein gutes Abschneiden in der Bewertung der Menschenrechte im Fokus.

Im August hätten die Diskussionen zur Drosselung der Anleihekäufe der US-Zentralbank (FED) in den USA zu den marktbeherrschenden Themen gehört. Mit dem Jackson Hole-Symposium, einem von der FED organisierten Treffen zum geldpolitischen Austausch in der letzten Augustwoche, habe dies den bisherigen Höhepunkt erreicht. Der Markt habe sich die Frage gestellt, wann und in welchem Umfang die Anleihekäufe der FED von derzeit 120 Mrd. US-Dollar pro Monat zurückgefahren würden. Nach den Aussagen von US-Zentralbankchef Jerome Powell solle das Anleihekaufprogramm im 4. Quartal dieses Jahres reduziert werden. Zur Entscheidungsfindung würden vor allem die Entwicklungen auf dem US-Arbeitsmarkt und die Ausbreitung der Corona-Delta-Variante genau beobachtet.

Nach wie vor seien hohe Inflationsdaten in Form des Verbraucherpreisindex von 3,9% in Deutschland sowie 3,0% in der EU veröffentlicht worden. In Verbindung mit einer sich erholenden Wirtschaft, die zum Jahresende wieder auf Vor-Corona-Niveau liegen soll, werden erste Stimmen innerhalb der Europäischen Zentralbank laut, auch hierzulande die Geldpolitik schrittweise zu normalisieren, so die Experten von LBBW Asset Management.

Trotz der Aussicht auf weniger Geldmittelzuflüsse der Europäischen Zentralbank hätten die Aktienmärkte mehrheitlich zulegen und neue Allzeithochs erreichen können. Der DAX habe ca. 1,87% gewonnen und auf 15.835,09 Punkte zugelegt. Der EURO STOXX 50 habe ca. 2,62% höher bei 4.196,41 Punkten schließen können. Auch die US-Börsen hätten trotz der in der Vergangenheit schwächeren Sommermonate positiv überzeugen können. Während die Standardwerte in der Breite um ca. 2,90% hätten zulegen können, hätten sich die Technologiewerte um rund 4,16% nach oben entwickelt. Die Berichtssaison, welche im August ihren Höhepunkt erreicht habe, könne als überaus positiv bezeichnet werden. Über 90% der berichtenden Unternehmen hätten mit der Umsatz- und Gewinnentwicklung positiv überraschen können. Die asiatischen Märkte hätten sich durchwachsen gezeigt. Während der japanische Aktienmarkt ca. 2,95% habe hinzugewinnen können, hätten chinesische Werte im Monatsrückblick an Wert verloren.

Angetrieben durch höhere Inflationsdaten und Diskussionen rund um die Geldpolitik, hätten die Renditen der 10-jährigen Bundesanleihe angezogen und seien von -0,461% auf -0,383% angestiegen. Das kurzzeitige Niveau von -0,5% habe sich als stärkerer Widerstand herausgestellt und im Monatsverlauf nicht unterschritten werden können. Auch in den USA hätten die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen etwas angezogen. Der US-Dollar habe gegenüber dem Euro im August um 0,51% leicht aufgewertet und zum Monatsultimo bei 1,1809 US-Dollar notiert.

Der ICE BofAML EN00-Index, welcher auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit guter Schuldnerqualität (sog. Bonität BBB- oder besser) abbilde, habe im August einen negativen monatlichen Gesamtertrag in Höhe von -0,5% ausgewiesen. Im Gesamtjahr 2021 liege der Index dennoch weiter leicht im Plus (um rund 0,3%). Die Risikoprämien seien zwar nur minimal gestiegen, jedoch habe ein Renditeanstieg im August für den negativen Gesamtertrag gesorgt.

Unternehmensanleihen mit schwächerer Schuldnerqualität (sog. Bonität BB+ und darunter) hätten im August hingegen einen positiven Gesamtertrag ausgewiesen. Der diese Werte abbildende Index ICE BofAML HNE0 habe mit ca. 0,3% im Plus gelegen. Seit Oktober 2020 habe der Index damit in jedem Monat eine positive Wertentwicklung ausweisen können. Auf Gesamtjahressicht sei 2021 bereits ein Zuwachs von 3,7% zu verzeichnen. Die Risikoprämien im August seien gesunken und die Sensitivität gegenüber Renditenanstiegen bei Staatsanleihen sei geringer als bei Anleihen höherer Schuldnerqualität. Somit habe in Summe erneut ein positiver Ertrag im abgelaufenen Monat erzielt werden können. (Stand vom 31.08.2021) (08.10.2021/fc/a/f)





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