LBBW Renten Euro Flex Nachhaltigkeit-Fonds: 05/2021-Bericht, Wertrückgang von 0,1% - Fondsanalyse


02.07.21 10:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Renten Euro Flex Nachhaltigkeit Fonds (ISIN DE0009766964 / WKN 976696) investiert schwerpunktmäßig in auf Euro lautende verzinsliche Wertpapiere in- und ausländischer Aussteller, so die Experten von LBBW Asset Management.

Es würden aktuell überwiegend Wertpapiere mit guter Schuldnerqualität erworben, zudem könnten "Non Investment Grade"-Anleihen beigemischt werden. Zur Ertragsoptimierung werde zum einen auf das gesamte Spektrum der unterschiedlichen Anleiheklassen zurückgegriffen, zum anderen werde die durchschnittliche Restlaufzeit der Wertpapiere im Fonds fortlaufend an die erwartete Zinsentwicklung angepasst.

Das Fondsmanagement investiere derzeit zu ca. jeweils ein Drittel in Unternehmensanleihen, Staatsanleihen und Pfandbriefen. Wertpapiere und Investmentanteile, in die der Fonds investiere, müssten nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit ausgewählt werden. Die Einstufung erfolge auf Basis von Nachhaltigkeitskriterien, die von der Gesellschaft definiert worden seien. Die Nachhaltigkeitskriterien würden sich dabei auf die sogenannten ESG-Faktoren Umwelt, Soziales und Governance beziehen.

Investitionen in Unternehmen, die einen wesentlichen Teil ihres Umsatzes mit Rüstung, Kohle, Tabak und/oder anderen kontroversen Geschäftspraktiken erwirtschaften würden, dürften nicht getätigt werden. Investitionen in Wertpapiere von Emittenten, die schwerwiegend gegen den UN Global Compact verstoßen würden, dürften ebenfalls nicht getätigt werden. Bei der Nachhaltigkeitsanalyse von Staaten stehe ein gutes Abschneiden in der Bewertung der Menschenrechte im Fokus.

Im abgelaufenen Monat Mai habe die positive Nachrichtenlage überwogen. Die Bedrohung durch die Corona-Pandemie sei durch beständige Impferfolge im Euroraum und in den USA, wo bereits mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft sei, im Bewusstsein der Marktteilnehmer in den Hintergrund geraten.

In diesem Kontext hätten auch die Einkaufsmanagerindices für den Dienstleistungssektor im Euroraum merklich zulegen können. Aus Asien seien ebenfalls positive Nachrichten gekommen. So hätten die Einzelhandelsumsätze in China um rund 18% gegenüber dem April des Vorjahres zugenommen. Viele Unternehmen hätten positiv berichten können und sowohl in Europa als auch in den USA mehrheitlich die Erwartungen der Analysten geschlagen.

Die sich auf hohem Niveau stabilisierenden Inflationserwartungen in den USA hätten zusätzlich die Angst vor einer restriktiveren Reaktion der Zentralbanken in naher Zukunft schwinden lassen. In der Summe sei somit der positive Unterton für risikobehaftete Anlagen der letzten Monate bestehen geblieben. Da viele positive Nachrichten bereits eingepreist gewesen seien, hätten sich die Bewegungen an den Kapitalmärkten jedoch auf zumeist leichte Zugewinne begrenzt.

Die globalen Aktienmärkte hätten im Mai lediglich rund 0,2% (in Euro) hinzugewonnen. Der DAX hingegen habe den Monat mit einem Kursgewinn von ca. 1,9% beendet. Auch der marktbreite STOXX Europe 600 habe um gut 2,6% zugelegt. An der Wall Street hätten die Standardwerte den Mai mit einem Kursgewinn von gut 0,7% beendet. Die Technologiewerte hätten mit ca. -1,4% leichte Einbußen hinnehmen müssen (jeweils in US-Dollar).

Am europäischen Rentenmarkt sei der Renditeanstieg der letzten Monate etwas ins Stocken geraten. Zwar hätten 10-jährige deutsche Bundesanleihen im abgelaufenen Monat ein zwischenzeitliches Renditehoch von ca. -0,1% verzeichnet, zum Monatsende seien die Zinsen jedoch wieder leicht gefallen.

Die Feinunze Gold habe im Mai rund 7,6% gewonnen und den Monat bei 1.904 US-Dollar beendet. Der Euro habe ca. 1,4% gegenüber dem US-Dollar gewonnen und um den Wert von 1,22 US-Dollar geschlossen. Auch bei US-Staatsanleihen sei es zu keinen weiteren Renditeanstiegen gekommen. Die Renditen für 10-jährige Laufzeiten hätten gekommen bei 1,6% geschlossen.

Der ICE BofAML EN00-Index, welcher auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit guter Schuldnerqualität (sog. Bonität BBB- oder besser) abbilde, habe im Mai leicht nachgegeben und einen negativen Gesamtertrag in Höhe von rund -0,2% erzielt. Im Gesamtjahr 2021 liege der Index somit um rund 1,0% im Minus. Die Risikoprämien seien leicht angestiegen und wesentlich für den Wertrückgang verantwortlich gewesen.

Unternehmensanleihen mit schwächerer Schuldnerqualität (sog. Bonität BB+ und darunter) hätten im Mai hingegen erneut einen positiven Gesamtertrag ausgewiesen. Der diese Werte abbildende Index ICE BofAML HNE0 habe mit ca. 0,2% im Plus gelegen. Auf Gesamtjahressicht sei 2021 bereits ein Zuwachs von rund 2,4% zu verzeichnen. Zwar seien die Risikoprämien im Mai nicht gesunken, der Index habe aber von der laufenden Verzinsung der enthaltenen, sogenannten High-Yield-Anleihen profitiert. (Stand vom 31.05.2021) (02.07.2021/fc/a/f)






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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
33,65 € 33,801 € -0,151 € -0,45% 03.08./16:32
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009766964 976696 33,78 € 33,17 €