LBBW RentaMax R-Fonds: 05/2021-Bericht, Wertverlust von 0,2% - Fondsanalyse


01.07.21 09:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Ziel der Anlagepolitik des LBBW RentaMax R Fonds (ISIN DE0005326144 / WKN 532614) ist es, bei Beachtung des Risikogesichtspunktes eine möglichst attraktive Rendite zu erwirtschaften, so die Experten von LBBW Asset Management.

Mehr als 50 Prozent des Wertes des Fonds würden in verzinsliche Wertpapiere angelegt, die auf Euro lauten würden; auf diese Bestandsgrenze würden Derivate nicht angerechnet. Der Anteil der Wertpapiere, die auf Fremdwährung lauten würden, dürfe zusammen 25 Prozent des Wertes des Fondsvermögens nicht übersteigen. Der Fokus des Fonds liege derzeit auf Euro-Unternehmensanleihen mit guter bis sehr guter Schuldnerqualität. Die durchschnittlichen Restlaufzeiten der Wertpapiere im Fonds würden der aktuellen Marktsituation unter Gesichtspunkten der Ertragsoptimierung ständig angepasst.

Im abgelaufenen Monat Mai habe die positive Nachrichtenlage überwogen. Die Bedrohung durch die Corona-Pandemie sei durch beständige Impferfolge im Euroraum und in den USA, wo bereits mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung vollständig geimpft sei, im Bewusstsein der Marktteilnehmer in den Hintergrund geraten.

In diesem Kontext hätten auch die Einkaufsmanagerindices für den Dienstleistungssektor im Euroraum merklich zulegen können. Aus Asien seien ebenfalls positive Nachrichten gekommen. So hätten die Einzelhandelsumsätze in China um rund 18% gegenüber dem April des Vorjahres zugenommen. Viele Unternehmen hätten positiv berichten können und sowohl in Europa als auch in den USA mehrheitlich die Erwartungen der Analysten geschlagen.

Die sich auf hohem Niveau stabilisierenden Inflationserwartungen in den USA hätten zusätzlich die Angst vor einer restriktiveren Reaktion der Zentralbanken in naher Zukunft schwinden lassen. In der Summe sei somit der positive Unterton für risikobehaftete Anlagen der letzten Monate bestehen geblieben. Da viele positive Nachrichten bereits eingepreist gewesen seien, hätten sich die Bewegungen an den Kapitalmärkten jedoch auf zumeist leichte Zugewinne begrenzt.

Die globalen Aktienmärkte hätten im Mai lediglich rund 0,2% (in Euro) hinzugewonnen. Der DAX hingegen habe den Monat mit einem Kursgewinn von ca. 1,9% beendet. Auch der marktbreite STOXX Europe 600 habe um gut 2,6% zugelegt. An der Wall Street hätten die Standardwerte den Mai mit einem Kursgewinn von gut 0,7% beendet. Die Technologiewerte hätten mit ca. -1,4% leichte Einbußen hinnehmen müssen (jeweils in US-Dollar).

Am europäischen Rentenmarkt sei der Renditeanstieg der letzten Monate etwas ins Stocken geraten. Zwar hätten 10-jährige deutsche Bundesanleihen im abgelaufenen Monat ein zwischenzeitliches Renditehoch von ca. -0,1% verzeichnet, zum Monatsende seien die Zinsen jedoch wieder leicht gefallen.

Die Feinunze Gold habe im Mai rund 7,6% gewonnen und den Monat bei 1.904 US-Dollar beendet. Der Euro habe ca. 1,4% gegenüber dem US-Dollar gewonnen und um den Wert von 1,22 US-Dollar geschlossen. Auch bei US-Staatsanleihen sei es zu keinen weiteren Renditeanstiegen gekommen. Die Renditen für 10-jährige Laufzeiten hätten gekommen bei 1,6% geschlossen.

Der ICE BofAML EN00-Index, welcher auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit guter Schuldnerqualität (sog. Bonität BBB- oder besser) abbilde, habe im Mai leicht nachgegeben und einen negativen Gesamtertrag in Höhe von rund -0,2% erzielt. Im Gesamtjahr 2021 liege der Index somit um rund 1,0% im Minus. Die Risikoprämien seien leicht angestiegen und wesentlich für den Wertrückgang verantwortlich gewesen.

Unternehmensanleihen mit schwächerer Schuldnerqualität (sog. Bonität BB+ und darunter) hätten im Mai hingegen erneut einen positiven Gesamtertrag ausgewiesen. Der diese Werte abbildende Index ICE BofAML HNE0 habe mit ca. 0,2% im Plus gelegen. Auf Gesamtjahressicht sei 2021 bereits ein Zuwachs von rund 2,4% zu verzeichnen. Zwar seien die Risikoprämien im Mai nicht gesunken, der Index habe aber von der laufenden Verzinsung der enthaltenen, sogenannten High-Yield-Anleihen profitiert.

Die schwindende Dynamik bei den Inflationserwartungen sei an den Finanzmärkten positiv gewertet worden. Zwar würden leichte Inflationsanstiege zumeist begrüßt, da sie die Gefahr einer Deflation bannen würden, zu hohe Preisanstiege würden jedoch eine Gegenreaktion von geldpolitischer Seite nach sich ziehen, welche in der Konsequenz negativ für den Kapitalmarkt sei.

In der Eurozone müssten sich die generell hohen Erwartungen an die Konjunktur und die Erholung nach der Wiedereröffnung über die Sommermonate noch in harten Konjunkturdaten niederschlagen. Einkaufsmanagerindices und Kapitalmärkte würden enorme Hoffnungen einpreisen. Somit könne es selbst bei positiven Entwicklungen zu Enttäuschungen und kurzfristigen Rückschlägen kommen. In den USA sehe die realwirtschaftliche Lage bereits in der Gegenwart deutlich besser aus. An einigen Ecken des Arbeitsmarktes komme es bereits zu einem Arbeitskräftemangel. Verzerrt werde das wirtschaftliche Bild in den Industrienationen weiterhin von der Überlagerung der pandemiebedingten geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen. Ein klareres Bild über die künftigen Entwicklungen werde erst nach einer vollständigen Wiedereröffnung auf beiden Seiten des Atlantiks möglich sein. (Stand vom 31.05.2021) (01.07.2021/fc/a/f)






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