LBBW Multi Global R-Fonds: 01/2021-Bericht, Wertverlust von 0,2% - Fondsanalyse


23.02.21 13:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Multi Global R ist ein defensiv ausgerichteter Wertpapier-Mischfonds, so die Experten von LBBW Asset Management.

Er könne weltweit in Wertpapiere, u.a. in verzinsliche Wertpapiere, Aktien und Zertifikate sowie in Geldmarktinstrumente, Investmentanteile und sonstige Anlageinstrumente investieren. Hierbei betrage die maximale Quote für Investitionen in Aktien 30% des Fondsvermögens. Zur weiteren Diversifikation sei aktuell beabsichtigt, bis zu 10% in 1:1 Zertifikate auf Edelmetalle anzulegen. Die Investmentgesellschaft dürfe in Schuldverschreibungen, Schuldscheindarlehen und Geldmarktinstrumente der Bundesrepublik Deutschland und deren Bundesländer mehr als 35% des Wertes des Sondervermögens anlegen.

Die globalen Aktienmärkte seien positiv in das neue Jahr gestartet, hätten jedoch gegen Ende des Monats gewisse Ermüdungserscheinungen gezeigt und den Januar mehrheitlich mit leichten Abgaben beendet. Der Wahlsieg in Georgia habe den Demokraten in den USA eine knappe Mehrheit im Senat gesichert und die Erwartung geschürt, dass US-Präsident Joe Biden sein Stimuluspaket in Höhe von 1,9 Billionen US-Dollar nun doch verabschieden könne. Entsprechend hätten aufkommende Inflationssorgen zu einem Renditeanstieg einhergehend mit einer Versteilung der Zinskurven geführt, vor allem in den USA, wo 10-jährige Treasury-Renditen mittlerweile wieder über 1% notieren würden.

Die globalen Aktienmärkte hätten im Januar 0,2% (in EUR) verloren. Der DAX habe den Monat mit einem Kursverlust von ca. 2,14% beendet und der marktbreite STOXX Europe 600 habe gut 1,4% verloren. Die US-Börse habe den Januar mit knapp 0,5% Kursgewinn beendet und die Technologiewerte hätten im Durchschnitt um rund 2,9% zu gelegt (jeweils in US-Dollar).

Der europäische Rentenmarkt habe im Januar eine leichte Aufwärtstendenz der Renditen gezeigt. Gemessen an 10-jährigen deutschen Staatsanleihen seien die Renditen um ca. 4 Basispunkte auf -0,52% geklettert. Gold habe ca. 2,6% verloren und den Monat bei 1.840 US-Dollar pro Feinunze beendet. Der Euro habe den Anstieg auf das Mehrjahreshoch von 1,23 im Dezember konsolidiert und bei gut 1,21 zum US-Dollar geschlossen.

Euro-Unternehmensanleihen hätten im Januar eine leicht negative Wertentwicklung verzeichnet. Der ICE BofAML EN00-Index, welcher auf Euro lautende Unternehmensanleihen mit guter Schuldnerqualität (sog. Bonität BBB- oder besser) abbilde, habe ein Minus von ca. 0,1% erzielt. Im Gesamtjahr 2020 habe der Index etwa 2,9% im Plus gelegen. Das Zinsniveau habe im Januar einen negativen Einfluss auf den Ertrag gehabt. Steigende Renditen bei Bundesanleihen hätten sich auch auf Euro-Unternehmensanleihen ausgewirkt. Die Risikoprämien seien geringfügig gesunken.

Unternehmensanleihen mit schwächerer Schuldnerqualität (sog. Bonität BB+ und darunter) hätten einen höheren positiven Gesamtertrag ausgewiesen. Der diese Werte abbildende Index ICE BofAML HNE0 habe mit ca. 0,5% im Plus gelegen. Im gesamten Jahr 2020 habe die Performance +2,8% erreicht. Unternehmensanleihen hätten unverändert von Anleihekäufen der EZB in Verbindung mit der Aussicht auf weitere staatliche Fiskalhilfen und ordentlichen Quartalsergebnissen profitiert. Zudem habe die Suche nach Renditeaufschlägen gegenüber Staatsanleihen eine wichtige Rolle gespielt.

Der Rohstoffmarkt habe im Januar - gemessen am Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index - mit einem Kursplus geschlossen. Am besten sei der Energiesektor in das Jahr 2021 gestartet. Neben spürbaren Zuflüssen in den kompletten Rohstoffbereich habe die freiwillige Produktionskürzung von 1 Mio. Barrel Rohöl am Tag durch Saudi-Arabien für kräftigen Rückenwind gesorgt. Bei den Basismetallen sei die Schere bei der Wertentwicklung der einzelnen Rohstoffe weit auseinander gegangen. Nickel und Zinn hätten das Feld zum wiederholten Mal angeführt, da die Euphorie rund um die Mobilität der Zukunft angehalten habe.

Der Fondspreis des LBBW Multi Global (R-Tranche) habe im Januar leicht um 0,23% nachgegeben. Auf der Rentenseite sei die Zinssensitivität im Januar etwas ausgebaut worden. Dies sei überwiegend durch den Zukauf von langen, Eurodenominierten Staatsanleihen geschehen. Auch bei Unternehmensanleihen hätten neue Titel Einzug in das Portfolio gefunden. Bei Hybrid- und Hochzinsanleihen habe das Fondsmanagement weniger Änderungen vorgenommen. Wo es attraktiv erschien, wurden Neuemissionen des Primärmarkts genutzt, wenngleich hier verstärkt selektiv hinsichtlich der avisierten Risikoaufschläge vorgegangen wurde, so die Experten von LBBW Asset Management. Auch im vergangenen Monat habe das Fondsmanagement wieder Absicherungsinstrumente aktiv eingesetzt, die der Feinsteuerung der Zinssensitivität gedient hätten.

Die Netto-Aktienquote des Fonds sei im Januar auf rund 17% zurückgefahren worden, nachdem sie im Monat zuvor Richtung 20% angehoben worden sei. Dies sei größtenteils durch den Abbau von physischen Aktienpositionen und zu kleineren Teilen durch den aktiven Einsatz von Absicherungsinstrumenten geschehen. Die Quote an indirekten Edelmetallinvestitionen sei bei ca. 5% annähernd unverändert geblieben. Der Kassenbestand habe im üblichen Rahmen geschwankt. (Stand vom 29.01.2021) (23.02.2021/fc/a/f)






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