LBBW FondsPortfolio Wachstum-Fonds: 01/2021-Bericht, Wertzuwachs von 0,8% - Fondsanalyse


18.02.21 09:30
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW FondsPortfolio Wachstum ist ein (offensiver) Mischfonds und investiert nach dem Grundsatz der Risikostreuung bis zu 100% in Wertpapiere, so die Experten von LBBW Asset Management.

Bis zu 100% des Wertes des Fondsvermögens dürften in Investmentanteile investiert werden. Auch dürfe das Fondsvermögen vollständig in Aktien investiert werden. Mindestens 25% des Wertes des Fondsvermögens würden in Kapitalbeteiligungen i. S. d. § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz ("InvStG") angelegt.

Die globalen Aktienmärkte seien positiv in das neue Jahr gestartet, hätten jedoch gegen Ende des Monats gewisse Ermüdungserscheinungen gezeigt und den Januar mehrheitlich mit leichten Abgaben beendet. Der Wahlsieg in Georgia habe den Demokraten in den USA eine knappe Mehrheit im Senat gesichert und die Erwartung geschürt, dass US-Präsident Joe Biden sein Stimuluspaket in Höhe von 1,9 Billionen US-Dollar nun doch verabschieden könne. Entsprechend hätten aufkommende Inflationssorgen zu einem Renditeanstieg einhergehend mit einer Versteilung der Zinskurven geführt, vor allem in den USA, wo 10-jährige Treasury-Renditen mittlerweile wieder über 1% notieren würden.

Die globalen Aktienmärkte hätten im Januar 0,2% (in EUR) verloren. Der DAX habe den Monat mit einem Kursverlust von ca. 2,14% beendet und der marktbreite STOXX Europe 600 habe gut 1,4% verloren. Die US-Börse habe den Januar mit knapp 0,5% Kursgewinn beendet und die Technologiewerte hätten im Durchschnitt um rund 2,9% zu gelegt (jeweils in US-Dollar).

Der europäische Rentenmarkt habe im Januar eine leichte Aufwärtstendenz der Renditen gezeigt. Gemessen an 10-jährigen deutschen Staatsanleihen seien die Renditen um ca. 4 Basispunkte auf -0,52% geklettert. Gold habe ca. 2,6% verloren und den Monat bei 1.840 US-Dollar pro Feinunze beendet. Der Euro habe den Anstieg auf das Mehrjahreshoch von 1,23 im Dezember konsolidiert und bei gut 1,21 zum US-Dollar geschlossen.

Der Rohstoffmarkt habe im Januar - gemessen am Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index - mit einem Kursplus geschlossen. Am besten sei der Energiesektor in das Jahr 2021 gestartet. Neben spürbaren Zuflüssen in den kompletten Rohstoffbereich habe die freiwillige Produktionskürzung von 1 Mio. Barrel Rohöl am Tag durch Saudi-Arabien für kräftigen Rückenwind gesorgt. Bei den Basismetallen sei die Schere bei der Wertentwicklung der einzelnen Rohstoffe weit auseinander gegangen. Nickel und Zinn hätten das Feld zum wiederholten Mal angeführt, da die Euphorie rund um die Mobilität der Zukunft angehalten habe.

Für 2021 bestehe - insbesondere mit einer erfolgreichen Impfkampagne - weiterhin die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung. Nach einer Lockerung der Kontaktbeschränkungen dürfte vor allem der Dienstleistungssektor für konjunkturelle Impulse sorgen. Derzeit hinke die Versorgung mit Impfstoffen in Europa jedoch den ursprünglichen Plänen hinterher und das Auftreten neuer Mutationen könnte eine Normalisierung verzögern. Eine erneute, allerdings im Vergleich zum Frühjahr 2020 leichtere Rezession sei für Q1/2021 wahrscheinlich. Im Unterschied zum ersten Lockdown seien jedoch die Lieferketten weitgehend intakt und speziell die deutsche Industrie profitiere von der guten Entwicklung in China. Derweil kühle sich die Stimmung der Konsumenten zusehends ab und eine der bislang tragenden Säulen während der Pandemie - die Anschaffungsneigung für langlebige Güter - verliere deutlich an Dynamik.

Der anhaltend starke finanz- und geldpolitische Rückenwind dürfte risikobehafteten Anlageklassen auch 2021 zugutekommen. Anlagen mit einem realwirtschaftlichen Ertragsprofil wie Aktien und Rohstoffe dürften daher weiter gefragt bleiben. Nach dem sehr optimistischen Start ins Jahr würde jedoch eine temporäre Abkühlung der Risikoneigung der Anleger auch nicht überraschen. (Stand vom 29.01.2021) (18.02.2021/fc/a/f)






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