LBBW FondsPortfolio Rendite-Fonds: 06/2021-Bericht, Wertzuwachs von 3,1% - Fondsanalyse


20.07.21 10:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW FondsPortfolio Rendite strebt als Anlageziel eine möglichst attraktive Rendite an, so die Experten von LBBW Asset Management.

Der Fonds sei ein (ausgewogener) Mischfonds und investiere nach dem Grundsatz der Risikostreuung bis zu 100% in Wertpapiere. Investitionen in Aktien seien bis zu 60% des Wertes des Fondsvermögens erlaubt. Bis zu 100% des Wertes des Fondsvermögens dürften in Investmentanteile investiert werden. Höchstens 60% des Wertes des OGAW Sondervermögens würden in Kapitalbeteiligungen i. S. d. § 2 Absatz 8 Investmentsteuergesetz ("InvStG") angelegt.

Unaufgeregt, widerstandsfähig und zuversichtlich - so würden sich die Finanzmärkte zum Ausklang des ersten Halbjahres 2021 präsentieren. Die Aktienmärkte würden auf oder nahe ihrer Höchststände balancieren, der Rentenmarkt trete auf der Stelle, während sich am Devisenmarkt die Austauschverhältnisse in einem etwas stärkeren Ausmaß bewegt hätten. Die Grundsatzeinigung auf ein staatliches Infrastruktur-Investitionspaket in den Vereinigten Staaten sei von den Anlegern positiv, aber ohne Begeisterung aufgenommen worden.

Im Juni habe sich die Stimmung in den deutschen Unternehmen nach dem Ende des monatelangen Corona-Lockdowns stärker aufgehellt als erwartet. Der ifo-Geschäftsklimaindex sei von 99,2 auf 101,8 Punkte und damit auf ein Zweieinhalbjahreshoch gestiegen. Auch die veröffentlichten Einkaufsmanagerindices hätten sich erfreulicher Weise nach oben bewegt.

Die unverändert hohen Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank (FED) sowie der Rückgang der langfristigen Anleiherenditen im Euroraum und in den USA hätten die Aktienmärkte im Juni zusätzlich gestützt. In Deutschland habe der Leitindex DAX Mitte Juni ein neues Allzeithoch von 15.730 Punkten erreicht und insgesamt um rund 0,7% zugelegt. In Europa habe der STOXX Europe 50 sogar um ca. 2,1% zugelegt. An der Wall Street hätten die Standardwerte und Technologiewerte den Juni mit einem Kursgewinn von gut 2,2% bzw. 6,3% beendet. Beide US-Märkte hätten ebenfalls jeweils neue Allzeithochs markiert.

Die FED habe Mitte Juni eine neue Phase für die Finanzmärkte eingeleitet. Aus den Leitzinserwartungen habe sich die Medianerwartung zweier Zinsanhebungen bis Ende 2023 ablesen lassen. Die Renditen langfristiger Anleihen hätten - trotz weiter ansteigender Inflation - ihren jüngsten Abwärtstrend fortgesetzt. Während die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe nur leicht gesunken sei, hätten die entsprechenden US-Renditen um etwa 15 Basispunkte auf ca. 1,44% nachgegeben. Der US-Dollar habe gegenüber dem Euro bis unter 1,19 US-Dollar je Euro aufgewertet.

Die weltweit steigende Inflation sei ein Risikofaktor geblieben, auch wenn sich der Anstieg der deutschen Konsumentenpreise leicht von rund 2,4% auf ca. 2,1% abgeschwächt habe. Im Euroraum sei die Inflation auf ca. 1,9% gestiegen und habe sich damit der Zielmarke der EZB genähert. In den USA habe die Teuerungsrate mit 5,0% das höchste Niveau seit August 2008 erreicht.

Der Rohstoffmarkt habe den Monat Juni - gemessen am Bloomberg Commodity ex-Agriculture and Livestock Index - mit einem Kursgewinn beendet. Dieser Kursgewinn sei maßgeblich von den Energierohstoffen getragen worden, wogegen der komplette Edelmetallsektor auf Monatssicht nachgegeben habe. Basismetalle hätten - wenngleich nur minimal - ebenfalls nachgegeben.

Die Weltwirtschaft brumme. Die Corona-Delta-Variante könnte jedoch für einen gewissen Rückschlag auf dem Weg zur Überwindung der Pandemie sorgen. Die Anleger seien zudem teilweise durch recht unterschiedliche Aussagen einzelner FED-Vertreter verunsichert; jedes einzelne Wort werde auf die sprichwörtliche Goldwaage gelegt. Offensichtlich würden aber die Marktteilnehmer interpretieren, dass ein früheres Anheben des Leitzinses durch die FED die längerfristigen Inflationsgefahren erfolgreich eindämmen könnte. (Stand vom 30.06.2021) (20.07.2021/fc/a/f)






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