LBBW Aktien Europa-Fonds: 06/2021-Bericht, Wertsteigerung von 1,5% - Fondsanalyse


14.07.21 12:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Aktien Europa investiert überwiegend in Aktien, deren Emittenten ihren Sitz in Europa haben, so die Experten von LBBW Asset Management.

Schwerpunktmäßig würden derzeit Aktien aus den lokalen und gesamteuropäischen Blue Chip-Indices (Standardwerte) erworben, ausgewählte Werte aus dem Bereich kleinerer und mittelgroßer Werte könnten beigemischt werden. Bei der Aktienauswahl seien Sharholder Value orientierte Unternehmensziele ein wesentliches Kriterium.

Unaufgeregt, widerstandsfähig und zuversichtlich - so würden sich die Finanzmärkte zum Ausklang des ersten Halbjahres 2021 präsentieren. Die Aktienmärkte würden auf oder nahe ihrer Höchststände balancieren, der Rentenmarkt trete auf der Stelle, während sich am Devisenmarkt die Austauschverhältnisse in einem etwas stärkeren Ausmaß bewegt hätten. Die Grundsatzeinigung auf ein staatliches Infrastruktur-Investitionspaket in den Vereinigten Staaten sei von den Anlegern positiv, aber ohne Begeisterung aufgenommen worden.

Im Juni habe sich die Stimmung in den deutschen Unternehmen nach dem Ende des monatelangen Corona-Lockdowns stärker aufgehellt als erwartet. Der ifo-Geschäftsklimaindex sei von 99,2 auf 101,8 Punkte und damit auf ein Zweieinhalbjahreshoch gestiegen. Auch die veröffentlichten Einkaufsmanagerindices hätten sich erfreulicher Weise nach oben bewegt.

Die unverändert hohen Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank (FED) sowie der Rückgang der langfristigen Anleiherenditen im Euroraum und in den USA hätten die Aktienmärkte im Juni zusätzlich gestützt. In Deutschland habe der Leitindex DAX Mitte Juni ein neues Allzeithoch von 15.730 Punkten erreicht und insgesamt um rund 0,7% zugelegt. In Europa habe der STOXX Europe 50 sogar um ca. 2,1% zugelegt. An der Wall Street hätten die Standardwerte und Technologiewerte den Juni mit einem Kursgewinn von gut 2,2% bzw. 6,3% beendet. Beide US-Märkte hätten ebenfalls jeweils neue Allzeithochs markiert.

Die FED habe Mitte Juni eine neue Phase für die Finanzmärkte eingeleitet. Aus den Leitzinserwartungen habe sich die Medianerwartung zweier Zinsanhebungen bis Ende 2023 ablesen lassen. Die Renditen langfristiger Anleihen hätten - trotz weiter ansteigender Inflation - ihren jüngsten Abwärtstrend fortgesetzt. Während die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe nur leicht gesunken sei, hätten die entsprechenden US-Renditen um etwa 15 Basispunkte auf ca. 1,44% nachgegeben. Der US-Dollar habe gegenüber dem Euro bis unter 1,19 US-Dollar je Euro aufgewertet.

Die weltweit steigende Inflation sei ein Risikofaktor geblieben, auch wenn sich der Anstieg der deutschen Konsumentenpreise leicht von rund 2,4% auf ca. 2,1% abgeschwächt habe. Im Euroraum sei die Inflation auf ca. 1,9% gestiegen und habe sich damit der Zielmarke der EZB genähert. In den USA habe die Teuerungsrate mit 5,0% das höchste Niveau seit August 2008 erreicht.

Die Weltwirtschaft brumme. Die Corona-Delta-Variante könnte jedoch für einen gewissen Rückschlag auf dem Weg zur Überwindung der Pandemie sorgen. Die Anleger seien zudem teilweise durch recht unterschiedliche Aussagen einzelner FED-Vertreter verunsichert; jedes einzelne Wort werde auf die sprichwörtliche Goldwaage gelegt. Offensichtlich würden aber die Marktteilnehmer interpretieren, dass ein früheres Anheben des Leitzinses durch die FED die längerfristigen Inflationsgefahren erfolgreich eindämmen könnte. (Stand vom 30.06.2021) (14.07.2021/fc/a/f)






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