LBBW Aktien Deutschland-Fonds: 01/2021-Bericht, Wertrückgang von 1,9% - Fondsanalyse


10.02.21 09:00
LBBW Asset Management

Stuttgart (www.fondscheck.de) - Der LBBW Aktien Deutschland Fonds (ISIN DE0008484650 / WKN 848465) investiert überwiegend in Aktien, deren Emittenten ihren Sitz in Deutschland haben, so die Experten von LBBW Asset Management.

Derzeit liege der Anlageschwerpunkt des Fonds in deutschen Blue Chips (Standardwerte). Aussichtsreiche Aktien mit mittlerem und kleinerem Börsenwert (Mid- und Small-Caps) könnten beigemischt werden. Bei der Titelauswahl stehe die Analyse der Ertragschancen, der Wachstumsstärke und der Stabilität der Bilanzstrukturen im Vordergrund.

Die globalen Aktienmärkte seien positiv in das neue Jahr gestartet, hätten jedoch gegen Ende des Monats gewisse Ermüdungserscheinungen gezeigt und den Januar mehrheitlich mit leichten Abgaben beendet. Der Wahlsieg in Georgia habe den Demokraten in den USA eine knappe Mehrheit im Senat gesichert und die Erwartung geschürt, dass US-Präsident Joe Biden sein Stimuluspaket in Höhe von 1,9 Billionen US-Dollar nun doch verabschieden könne. Entsprechend hätten aufkommende Inflationssorgen zu einem Renditeanstieg einhergehend mit einer Versteilung der Zinskurven geführt, vor allem in den USA, wo 10-jährige Treasury-Renditen mittlerweile wieder über 1% notieren würden.

Die globalen Aktienmärkte hätten im Januar 0,2% (in EUR) verloren. Der DAX habe den Monat mit einem Kursverlust von ca. 2,14% beendet und der marktbreite STOXX Europe 600 habe gut 1,4% verloren. Die US-Börse habe den Januar mit knapp 0,5% Kursgewinn beendet und die Technologiewerte hätten im Durchschnitt um rund 2,9% zu gelegt (jeweils in US-Dollar).

Der europäische Rentenmarkt habe im Januar eine leichte Aufwärtstendenz der Renditen gezeigt. Gemessen an 10-jährigen deutschen Staatsanleihen seien die Renditen um ca. 4 Basispunkte auf -0,52% geklettert. Gold habe ca. 2,6% verloren und den Monat bei 1.840 US-Dollar pro Feinunze beendet. Der Euro habe den Anstieg auf das Mehrjahreshoch von 1,23 im Dezember konsolidiert und bei gut 1,21 zum US-Dollar geschlossen.

Für 2021 bestehe - insbesondere mit einer erfolgreichen Impfkampagne - weiterhin die Hoffnung auf eine wirtschaftliche Erholung. Nach einer Lockerung der Kontaktbeschränkungen dürfte vor allem der Dienstleistungssektor für konjunkturelle Impulse sorgen. Derzeit hinke die Versorgung mit Impfstoffen in Europa jedoch den ursprünglichen Plänen hinterher und das Auftreten neuer Mutationen könnte eine Normalisierung verzögern. Eine erneute, allerdings im Vergleich zum Frühjahr 2020 leichtere Rezession sei für Q1/2021 wahrscheinlich. Im Unterschied zum ersten Lockdown seien jedoch die Lieferketten weitgehend intakt und speziell die deutsche Industrie profitiere von der guten Entwicklung in China. Derweil kühle sich die Stimmung der Konsumenten zusehends ab und eine der bislang tragenden Säulen während der Pandemie - die Anschaffungsneigung für langlebige Güter - verliere deutlich an Dynamik.

Der anhaltend starke finanz- und geldpolitische Rückenwind dürfte risikobehafteten Anlageklassen auch 2021 zugutekommen. Anlagen mit einem realwirtschaftlichen Ertragsprofil wie Aktien und Rohstoffe dürften daher weiter gefragt bleiben. Nach dem sehr optimistischen Start ins Jahr würde jedoch eine temporäre Abkühlung der Risikoneigung der Anleger auch nicht überraschen.

Das neue Jahr sei recht turbulent gestartet, zuletzt hätten Privatanleger die Märkte und vor allem Einzeltitel auf Trapp gehalten, indem sie gegen Hedgefonds "gewettet" hätten. Unter dem Strich sei der LBBW Aktien Deutschland mit -1,89% verhalten ins neue Jahr 2021 gestartet. Bei den Branchen seien im Januar Technologiewerte an der Spitze gewesen, gefolgt von Konsumwerten und Gesundheitstiteln. Dagegen seien Finanzwerte - insbesondere Versicherungen - unter Druck gewesen. Aber auch Konsumwerte, die stärker unter den aktuell verlängerten Lockdown-Maßnahmen leiden würden, hätten überdurchschnittlich verloren. Bei den Einzeltiteln im Fonds habe insbesondere Covestro überzeugen können (ca. +11,3%). Siemens (Top 3-Position) habe mit sehr guten Vorab-Zahlen positiv überraschen können und im abgelaufenen Monat um fast 9% zugelegt. Auf der anderen Seite sei es für adidas und MTU zweistellig bergab gegangen. Der Fonds sei weiterhin nahezu voll investiert gewesen. (Stand vom 29.01.2021) (10.02.2021/fc/a/f)





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177,53 € 178,64 € -1,11 € -0,62% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0008484650 848465 180,37 € 109,04 €