Gold von ETF-Abflüssen belastet


06.10.17 13:02
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Goldpreis ist gestern Abend unter die 100-Tagelinie gerutscht und markierte daraufhin in der Nacht ein 2-Monatstief bei 1.266 USD je Feinunze, so die Analysten der Commerzbank.

Der ganz große Preisrückgang sei nach dem Unterschreiten dieser charttechnisch wichtigen Marke bislang aber ausgeblieben. Für Abgabedruck sorge weiterhin ein festerer US-Dollar. Dieser steige heute auf handelsgewichteter Basis auf den höchsten Stand seit Mitte August. Treiber dieser Entwicklung seien die sehr robusten US-Konjunkturdaten der letzten Tage, die zu einem Anziehen der FED-Zinserhöhungserwartungen geführt hätten. Zudem befänden sich die Aktienmärkte weiter im Höhenflug. Die wichtigsten US-Aktienindices würden täglich neue Rekordstände verzeichnen, so auch gestern.

In einem derartigen Marktumfeld habe es Gold schwer. Seit Wochenbeginn würden sich die Anleger auch aus den Gold-ETFs zurückziehen. Die Abflüsse aus den von Bloomberg erfassten Gold-ETFs würden sich in den letzten vier Handelstagen auf knapp 10 Tonnen summieren. Der weltgrößte Gold-ETF, SPDR Gold Trust, habe in diesem Zeitraum sogar Abflüsse von 13,6 Tonnen verzeichnet. Dies deute auf Verkäufe institutioneller Investoren hin, die stattdessen in die steigenden Aktienmärkte investieren würden.

Heute richte sich das Augenmerk auf die US-Arbeitsmarktdaten. Aufgrund der Hurrikans Harvey und Irma dürfte der Stellenaufbau im September deutlich geringer ausgefallen sein. Die Aussagekraft der Daten sei deshalb begrenzt. Schwächere Daten dürften daher vom Markt weitgehend ignoriert werden. Gold dürfte damit vorerst in der Defensive bleiben. (06.10.2017/fc/a/e)




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