Gold profitiert von Nachfrage nach sicheren Häfen - Gold-ETF verzeichnet Zuflüsse von 4,2 Tonnen


07.06.17 14:48
Commerzbank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Goldpreis setzt seinen Höhenflug fort und stieg in der Nacht bis auf 1.296 USD je Feinunze, was dem höchsten Stand seit sieben Monaten entspricht, so die Analysten der Commerzbank.

Gold profitiere dabei von der steigenden Risikoaversion wegen zahlreicher Risikoereignisse (Katar-Krise, Unterhauswahlen in Großbritannien, EZB-Sitzung, Anhörung des früheren FBI-Direktors Comey). Dies mache sich auch in fallenden Aktienmärkten und sinkenden Anleiherenditen bemerkbar. Zudem neige der US-Dollar weiterhin zur Schwäche. Angesichts dieser Gemengelage steige die Nachfrage nach Gold als sicherer Hafen. Der weltgrößte Gold-ETF, SPDR Gold Trust, habe gestern Zuflüsse von 4,2 Tonnen verzeichnet. Das sei der größte Tageszufluss seit fast sieben Wochen. Auch die anderen Edelmetalle hätten im Schlepptau von Gold weiter zugelegt. Palladium habe mit knapp 860 USD je Feinunze das höchste Niveau seit September 2014 erreicht.

Die physische Goldnachfrage in Indien scheine weiterhin äußerst robust zu sein. Laut vorläufigen Daten von Thomson Reuters GFMS seien die indischen Goldimporte im Mai auf 103 Tonnen gestiegen und hätten damit etwa viermal so hoch wie im allerdings schwachen Vorjahresmonat gelegen. In den ersten fünf Monaten zusammen würden sich die Einfuhren GFMS zufolge auf 424 Tonnen belaufen und hätten damit das Vorjahresniveau um 144% übertroffen. Dieses hohe Niveau werde sich allerdings nicht halten lassen. Das deutlich gestiegene Preisniveau dürfte die Goldkäufe in Indien ebenso bremsen wie die Einführung der Mehrwertsteuer von 3% ab dem 1. Juli, in deren Vorfeld es jedoch noch zu vorgezogenen Käufen kommen sollte. (07.06.2017/fc/a/e)




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