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Globaler ETF-Markt: Anhaltend positive Investorenstimmung - Mittel steigen im Januar um 73,7 Mrd. Euro


17.02.21 11:03
Amundi

Paris (www.fondscheck.de) - Angetrieben von der anhaltend positiven Investorenstimmung stiegen die in ETFs verwalteten Mittel im Januar um 73,7 Mrd. Euro, so die Experten von Amundi.

Wie im Dezember sei der Großteil der Neugelder in Höhe von 50,7 Mrd. Euro auf Aktien-ETFs entfallen. Rentenprodukten seien im gleichen Zeitraum 20,7 Mrd. Euro zugeflossen. Im Aktiensegment seien Smart-Beta-Produkte am beliebtesten gewesen (+28 Mrd. Euro), gefolgt von ETFs auf globale Industrieländer (+14,5 Mrd. Euro) und Schwellenländer-ETFs (+7,4 Mrd. Euro). Bei Renten-ETFs hätten breit diversifizierte Aggregate-Strategien mit einem Plus von 13,9 Mrd. Euro vorn gelegen.

In Europa hätten ebenfalls Aktien-ETFs mit Zuflüssen in Höhe von 12,9 Mrd. Euro im Anlegerfokus gestanden. Am stärksten nachgefragt gewesen seien globale Aktien-ETFs (+5,3 Mrd. Euro), Smart-Beta-Produkte (+3,5 Mrd. Euro) und Schwellenländer-ETFs (+3,0 Mrd. Euro). Auch Großbritannien habe seine positive Dynamik vom Ende des letzten Jahres beibehalten und 1,0 Mrd. Euro anziehen können.

ESG sei für Anleger weiterhin ein Kernthema mit Zuflüssen in ESG-ETFs von 8 Mrd. Euro. Anlageschwerpunkte seien sowohl globale ESG-Aktienstrategien (+3,2 Mrd. Euro) als auch US/Nordamerika-Aktien-ETFs (+2,9 Mrd. Euro) gewesen.

Sektoren-ETFs seien mit 5 Mrd. Euro ebenfalls signifikante Mittel zugeflossen. Klima-ETFs hätten die Liste der beliebtesten Themen mit einem Plus von 1,2 Mrd. Euro gefolgt von der Finanzbranche (+711 Mio. Euro) angeführt. Auch Single-Faktor-ETFs - vor allem Value-ETFs (+839 Mio. Euro) - seien weiterhin gefragt gewesen, was die Erwartung einer sich weiter erholenden Wirtschaft widerspiegele.

Die Nachfrage nach Renten-ETFs sei mit 1,7 Mrd. Euro deutlich hinter der von Aktien-ETFs zurückgeblieben. Auffällig sei, dass europäische Anleger ETFs auf Staatsanleihen präferiert hätten (1,2 Mrd. Euro). Der Großteil der Zuflüsse sei auf China- (927 Mio. Euro) und Schwellenländer-Bond-ETFs (833 Mio. Euro) entfallen. Hingegen hätten Anleger Mittel aus Staatsanleihen von Industrieländern abgezogen. Aus dem mittleren Laufzeitsegment von US-Govies (-635 Mio. Euro) und Eurozonen-Govies (-296 Mio. Euro) seien am meisten Mittel abgegeben worden. Die steigende Nachfrage nach risikoreicheren Staatsanleihen habe sich bereits Ende 2020 gezeigt und spiegele die positiven Erwartungen der Anleger für die asiatischen Volkswirtschaften wider.

Im Januar seien Unternehmensanleihe-ETFs 140 Mio. Euro an Neugeldern zugeflossen. Dabei sei eine Rotation von weniger risikoreichen Segmenten der Eurozone (-506 Mio. Euro) und der USA (-268 Mio. Euro) zu hochverzinslichen US- und Schwellenländer-Corporate-ETFs (+477 Mio. Euro und +268 Mio. Euro) zu beobachten gewesen. (Ausgabe Februar 2021) (17.02.2021/fc/a/e)