Franklin Diversified Fonds: Zentralbanken fördern kräftige Markterholung - Fondsanalyse


07.05.19 13:00
Franklin Templeton

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Matthias Hoppe, Portfolio Manager der Franklin Diversified Fonds - Franklin Diversified Conservative Fund, Franklin Diversified Balanced Fund, Franklin Diversified Dynamic Fund - von Franklin Templeton, analysiert die aktuelle wirtschaftliche Lage und erläutert auf deren Basis seine Markteinschätzung.

Die Besorgnis über die Weltwirtschaft und die Unsicherheiten an den Finanzmärkten spielen in unserer Analyse nach wie vor eine große Rolle, so die Experten von Franklin Templeton. Eine Rückkehr zu langfristigen Niveaus der Marktvolatilität seit Anfang 2018 deute nach den niedrigeren Niveaus über weite Strecken der letzten zehn Jahre auf eine neue Risikophase hin.

Allgemein habe der rationale Wunsch, den "verteidigungsfähigen Raum" innerhalb der Portfolios zu erweitern, dazu geführt, dass sich viele Anleger von Aktien abgewandt und stattdessen auf Anleihen mit höherer Qualität und Barmittel gesetzt hätten. Die Experten von Franklin Templeton seien der Ansicht gewesen, dass ein Umdenken erforderlich sei, da die Märkte von einem dynamikgesteuerten Umfeld zu einem Umfeld mit engen Handelsspannen übergehen würden.

Die kräftige Erholung der globalen Aktienmärkte seit Anfang 2019 sei durch die bessere Stimmung getragen worden. Die Anleger hätten sich mit der längerfristigen Attraktivität von Risikoanlagen allgemein getröstet und sich durch die Reaktion der globalen Zentralbanken beruhigen lassen. Dies habe zu einer Divergenz zwischen einer kräftigen Erholung bei Aktien und anhaltenden Sorgen geführt, die sich in den Anleiherenditen widerspiegeln würden. Die Situation habe eine Invertierung der Zinsstrukturkurve für US-Staatsanleihen bewirkt, da die Rendite auf zehnjährige US-Staatsanleihen unter die der Staatswechsel gefallen sei. Die Renditen von Staatsanleihen seien zudem in einer Vielzahl von Volkswirtschaften - von Australien und Kanada bis hin zu Deutschland und Frankreich - deutlich gesunken. Dies seien keine vielversprechenden Signale, auch wenn man an der positiven Einschätzung festhalte.

Es sei jedoch unklar, wie viel weitere Unterstützung eine "datengesteuerte" US-Notenbank (FED) bieten könne. Wenn sich das Wachstum stabilisiere, könnte die Furcht vor einem angespannten Arbeitsmarkt, der zu einer Beschleunigung der Inflation führen würde, die Notwendigkeit einer erneuten Straffung der Geldpolitik aufkommen lassen. Dies würde die Stimmung der Anleger vermutlich dämpfen. Das alternative Szenario, in dem das Wachstum weiterhin enttäuschend sei und die Rentabilität zu fallen beginne, könnte zu einer eventuellen Senkung der Zinsen führen, sei aber für Aktien keineswegs als optimistisches Umfeld zu bezeichnen.

Aufgrund der oben genannten Punkte hätten die Experten von Franklin Templeton vor einem Monat ihre Aktienanlagen etwas zurückgenommen. Sie sähen keine hohe Wahrscheinlichkeit für eine drohende globale Rezession - wenngleich manche europäischen Volkswirtschaften auf diesen Punkt zusteuern würden.

Die Experten von Franklin Templeton seien nach wie vor von der langfristigen Attraktivität von Aktien und den Chancen in bestimmten Segmenten überzeugt, insbesondere in den Schwellenländern. Allerdings seien globale Aktien insgesamt nicht günstig und es bestehe das Risiko, dass die Rentabilität allmählich ihren Höhepunkt erreiche. Es werde geschicktes Management gefragt sein, um die Herausforderungen zu meistern, die sich 2019 stellen würden.

Der globale Ausblick bleibe getrübt. Das Wachstum in den großen Volkswirtschaften habe sich bereits verlangsamt und die Auswirkungen der Handelsunsicherheiten müssten erst noch vollständig in den offiziellen Statistiken erfasst werden. Obwohl die Märkte optimistisch auf das Versprechen einer Lockerung der Geldpolitik reagiert hätten, sollte dies erforderlich werden, bleibe das zugrunde liegende Handelsumfeld schwach. Die US-Daten würden weiterhin die Konsenserwartungen enttäuschen, was auf einen schwächeren Produktionssektor und niedrigere Handelspreise von Waren zurückzuführen sei.

Wir beobachten Indikatoren, wie z.B. neue Exportaufträge, bei denen im vergangenen Jahr ein starker Rückgang zu verzeichnen war, so die Experten von Franklin Templeton. Sie würden in der Regel das Ausmaß der Handelsaktivitäten in den folgenden drei bis sechs Monaten voraussagen. Da diese noch kein Anzeichen für eine Erholung zeigen würden, müsse man bis zur Jahresmitte mit einer anhaltenden konjunkturellen Abschwächung rechnen.

Der Ausblick für Asien und Europa sei aufgrund der strukturellen Abhängigkeiten vom Welthandel besonders schwierig. Selbst wenn die derzeitigen Bedenken hinsichtlich der Zollstreitigkeiten zwischen den USA und China nachlassen würden, dürfte es länger dauern, bis das Vertrauen wiederhergestellt sei. Auch regionale politische Sachlagen würden ein Thema bleiben, da die Brexit-Frage noch nicht geklärt sei und die bevorstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament die Bedrohung durch einen Anstieg des Populismus deutlich werden lassen würden.

Obwohl das derzeitige Konjunkturwachstum in den USA allmählich seine Endphase erreiche und die positiven Impulse durch die zuvor ergriffenen Steuermaßnahmen langsam abklingen würden, sähen die Experten von Franklin Templeton die USA nicht ernsthaft von einer bevorstehenden Rezession bedroht. Allerdings könnten wir aufgrund global gegenläufiger Tendenzen eines Besseren belehrt werden, so die Experten von Franklin Templeton.

Die Fundamentaldaten der Unternehmen seien trotz der Abschwächung des globalen Wachstums weiterhin relativ stark. Dies dürfte die Bestätigung der Bewertungen globaler Aktien erleichtern. Die Arbeitsmärkte seien in vielen führenden Volkswirtschaften angespannt, während das Lohnwachstum offenbar in gewissem Maße ansteige und das breite Inflationsklima moderat bleibe. Dieses Zusammenspiel von Faktoren könnte die Gewinnmargen in naher Zukunft belasten und werde das Tempo des Gewinnwachstums wohl verlangsamen. Angesichts dieser Entwicklung hätten die Experten von Franklin Templeton ihre Überzeugung im Hinblick auf US-Aktien Anfang dieses Jahres etwas zurückgenommen.

Darüber hinaus würden die Ölpreise unter den kürzlichen Spitzenständen bleiben, was zu einem Rückgang der allgemeinen Inflation geführt habe, und zentrale Kennzahlen würden verhalten bleiben. (Ausgabe 88 vom Mai 2019) (07.05.2019/fc/a/f)






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