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Europäischer ETF-Markt: Mittelzuflüsse von 34 Mio. EUR seit Jahresbeginn bis Ende April 2017


17.05.17 10:53
Amundi

Paris (www.fondscheck.de) - Dem europäischen ETF-Markt sind seit Jahresbeginn bis Ende April 2017 34 Milliarden Euro an neuen Mitteln zugeflossen, so die Experten von Amundi.

Im Fokus des Anlegerinteresses hätten Aktien-ETFs gestanden, denen 22,3 Milliarden Euro zugeflossen seien. Renten-ETFs hätten ein Plus von 10,2 Milliarden Euro, Rohstoff-ETFs ein Plus von 1,8 Milliarden Euro verbucht.

Einige seit Jahresbeginn zu beobachtende Trends hätten sich im April verstetigt: Hinsichtlich der Regionen würden auf der Aktienseite seit Jahresbeginn bis Ende April globale Aktien-ETFs (+ 4,15 Milliarden Euro) dominieren. Interessant sei die Trendumkehr bei Eurozonen Aktien-ETFs. Hätten Anleger aus dieser Anlagekategorie im vergangenen Jahr bis Ende November noch 11,5 Milliarden Euro abgezogen, würden sich Eurozonen Aktien-ETFs (+3,7 Milliarden Euro) dank einer stark anziehenden Nachfrage im April (+1,6 Milliarden Euro) auf den zweiten Platz vorschieben.

Hintergrund seien die guten Zahlen für die Eurozone (Aufhellung bei Wachstum, Beschäftigung und Konsum sowie das beste Sentiment seit 2011), die Erwartung, dass die geldpolitischen Rahmenbedingungen auf absehbare Zeit vorteilhaft sein würden, und die Tatsache, dass das politische Risiko in Frankreich quasi irrelevant geworden sei. Zudem seien europäische Aktien im Vergleich zu US-Titeln günstig bewertet. Während das Kurs/Gewinn-Verhältnis des MSCI EMU Index heute niedriger als vor drei Jahren sei, habe es für den MSCI USA im gleichen Zeitraum um 20% zugelegt. Die Experten von Amundi sind zuversichtlich, dass sich dieser Bewertungsunterschied in den nächsten Monaten zugunsten europäischer Aktien nivellieren sollte.

Nordamerika-Aktien-ETFs würden ebenfalls seit Jahresbeginn bis Ende April 2017 Zuflüsse verbuchen (+2,37 Milliarden Euro), wobei man in diesem Segment im April Abflüsse (-1,5 Milliarden Euro) gesehen habe.

Auf Einzelländerebene dominiere weiterhin Japan (+1,2 Milliarden Euro). Hintergründe seien die anhaltende Erholung der Wirtschaft, steigende Gewinnen und eine Arbeitslosenrate, die auf ihr 20-Jahre-Tiefstand gefallen sei. Zudem habe der Anfang April von der Bank of Japan veröffentlichte Tankan-Bericht die guten Zahlen für die Binnennachfrage (Investitionen) bestätigt. Unterstützend wirke zudem die Senkung der Unternehmenssteuer.

Auf der Rentenseite würden weiterhin Schwellenländer-Staatsanleihen (+4,5 Milliarden Euro) und bei Unternehmensanleihen Floating-Rate-Notes dominieren (+2,3 Milliarden Euro seit Jahresbeginn und 610 Millionen Euro im April), gefolgt von US-Unternehmensanleihen (+1,4 Milliarden Euro).

Faktor-Investing liege mit einem Plus von 3,6 Milliarden Euro seit Jahresbeginn weiterhin im Trend. Am stärksten gefragt seien Size (+1,35 Milliarden Euro) und Value (1,34 Milliarden Euro). Im April sei Size (Small- und Mid-Caps; +288 Millionen Euro) der gefragteste Anlagefaktor gewesen, gefolgt von High Dividend (+235 Millionen Euro). (17.05.2017/fc/a/e)