Europäischer ETF-Markt: Aktien mit Zuflüssen von 28 Mrd. Euro vor Anleihen


09.08.19 15:15
Amundi

Paris (www.fondscheck.de) - Im Juli lagen Aktien mit Zuflüssen von 28 Mrd. Euro erstmals dieses Jahres vor Anleihen, so die Experten von Amundi.

Der Löwenanteil von 20,6 Mrd. Euro sei auf Nordamerika-Aktien-ETFs entfallen, gefolgt von globalen Aktien-ETFs mit 8 Mrd. Euro. ETFs auf Schwellenländeraktien hätten hingegen Abflüsse von 2,7 Mrd. Euro hinnehmen müssen.

Renten-ETFs hätten im Juli ebenfalls Zuflüsse verzeichnet - mit 16,8 Mrd. Euro seien diese aber geringer gewesen als im Vormonat. Im Bond-Segment hätten ETFs auf Unternehmensanleihen mit Zuflüssen von 6,6 Mrd. Euro vorn gelegen, gefolgt von Staatsanleihe-ETFs (+4,6 Mrd. Euro).

Mit gegenüber dem Vormonat annähernd verdoppelten Zuflüssen von 1,1 Mrd. Euro seien ESG-ETFs die Gewinner auf der Aktienseite gewesen. Die Nachfrage nach ETFs auf nordamerikanische Aktien, die im Juni den Spitzenplatz belegt hätten, sei weiterhin gut gewesen (+1 Mrd. Euro). Wieder ins Plus gedreht habe die Entwicklung bei ETFs auf globale Aktien (+5,2 Mrd. Euro) und europäische Aktien (+1,2 Mrd. Euro). Bei Sektor- und Faktor-ETFs habe Low Volatility (+448 Mio. Euro) vorn gelegen.

Auf der Anleiheseite hätten High-Yield-Unternehmensanleihen aus der Eurozone mit Zuflüssen von fast +1,4 Mrd. Euro vorn gelegen. Bei ETFs auf Staatsanleihen seien vor allem kurzfristige US-Bonds gefragt gewesen. Im Vergleich zum Juni hätten sich die Mittelzuflüssen im Juli auf 1 Mrd. Euro verdoppelt. Im Gegensatz zur Aktienseite seien ETFs auf Schwellenländer-Staatsanleihen Mittel im Volumen von 1,3 Mrd. Euro zugeflossen. (09.08.2019/fc/a/e)