Ethna-DEFENSIV-Fonds: 01/2021-Bericht, mit einer positiven Performance in das neue Jahr gestartet - Fondsanalyse


08.02.21 10:00
ETHENEA

Munsbach (www.fondscheck.de) - Das vergangene Jahr war sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen ein turbulentes Börsenjahr, das von vielen Aufs und Abs geprägt war, so die Experten von ETHENEA im Kommentar zum Ethna-DEFENSIV (ISIN LU0279509904 / WKN A0LF5Y, A; ISIN LU0279509144 / WKN A0LF5X, T).

Mittlerweile hätten sich die Märkte aber gut erholt und würden sogar wieder auf neuen Höchstständen notieren. Jetzt gelte es also nach vorne zu schauen. Gute Nachrichten und Grund für Optimismus habe es zuletzt genug gegeben.

Die Märkte würden derzeit durch verschiedene Entwicklungen gut unterstützt. Erwähnenswert sei zum einen das in letzter Minute beschlossene Brexit-Abkommen. Auch wenn viele Unternehmen, die zwischen der EU und Großbritannien Handel betreiben würden, derzeit noch mit den Formalitäten zu kämpfen hätten, sei die Brexit-Einigung von den Märkten positiv aufgenommen worden. Immerhin sei damit eine weitere Unsicherheit vom Tisch genommen worden und das Pfund Sterling habe sich seitdem stabilisiert.

Darüber hinaus sei kurz vor dem Jahreswechsel ein weiteres US-Fiskalpaket in Höhe von 900 Milliarden US-Dollar verabschiedet worden. Dieses beinhalte unter anderem Einmalzahlungen, so genannte Stimulus-Schecks, die an bezugsberechtigte US-Bürger direkt ausgezahlt würden. In Kombination mit dem Voranschreiten der Impfungen sollte dies den Konsum ankurbeln. Nach dem Sieg der Demokraten in Georgia und der Übernahme der Präsidentschaft durch Joe Biden werde über ein weiteres 1.900 Milliarden US-Dollar schweres Paket verhandelt.

Trotz der sich beschleunigenden Dynamik und etwaiger Einmaleffekte bleibe die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen Überhitzung der Wirtschaft und eines starken Anstiegs der Inflation gering. Dafür seien die Arbeitslosenzahlen nach wie vor zu hoch, vor allem im strauchelnden Dienstleistungssektor. Auch der Anstieg der Löhne sei bestenfalls verhalten. Zusätzlich deflationär würden der anhaltende technologische Fortschritt und strukturelle Trends wirken, die sich vermehrt in Form von Homeoffice und deutlich langsamer steigenden Mieten bemerkbar machen würden.

Für Anleihen erwarten wir im Hinblick auf das Carry - also auf die Vereinnahmung der Couponzahlungen bei weitestgehend unverändertem Marktumfeld - ein ruhiges Jahr, so die Experten von ETHENEA. Dafür spreche, dass die Unternehmen das niedrige Zinsumfeld im letzten Jahr genutzt hätten, um sich mit ausreichend Liquidität auszustatten und die Laufzeiten ihrer Verbindlichkeiten zu verlängern. Demzufolge würden die Experten von ETHENEA in 2021 ein geringeres Emissionsvolumen und entsprechend stabile bis leicht sinkende Renditen erwarten. Ein im Januar bisher langsam anlaufender Primärmarkt bestätige dies.

Anders sehe das bei Staaten beziehungsweise supranationalen Emittenten aus. Diese müssten ihre Fiskalausgaben im Zusammenhang mit den Corona-Hilfspaketen finanzieren und würden auch in 2021 vermehrt den Anleihenmarkt anzapfen. Insbesondere die EU sei aufgrund von Hilfsprogrammen wie SURE oder Next Generation EU zum größten nicht-staatlichen Emittenten geworden. Hier seien Neuemissionen von über 1.000 Milliarden Euro in den kommenden Jahren zu erwarten. Allerdings werde die Europäische Zentralbank mit ihren Anleihenkaufprogrammen bereitstehen, um einen signifikanten Anstieg der Zinsen zu verhindern.

Dasselbe Bild ergebe sich jenseits des Atlantiks. Auch hier würden vermehrt Anleihen ausgegeben werden, um das zusätzliche Haushaltsdefizit zu finanzieren. Dagegen habe die US-Zentralbank FED die Ankäufe von US-Treasuries in den letzten Monaten verlangsamt. Diese würden auf dem aktuellen Niveau nicht ausreichen, um zumindest einen Großteil der Neuverschuldung des Staates infolge der beschlossenen Hilfspakete und des laufenden Defizits zu refinanzieren.

Daher hätten auch der Sieg der Demokraten in Georgia und die Erwartung zusätzlicher Defizite zu einem Anstieg der 10-Jahresrenditen von US-Staatsanleihen auf 1,2% geführt. Die Experten von ETHENEA würden aber keinen nachhaltigen Anstieg der 10-Jahresrenditen von Treasuries über 1,5% erwarten, da die FED in diesem Fall wieder mit stärkeren Käufen intervenieren müsste. Die verbale Intervention habe bereits im Januar begonnen, als FED-Chairman Powell am 27.01.2021 erneut drauf verwiesen habe, dass aktuell nicht die Zeit sei, um über eine Reduzierung des Anleihenkaufprogramms auch nur zu diskutieren. Ein deutliches Ansteigen der Zinsen zehnjähriger US-Treasuies über die 1,50%-Marke würden die Experten von ETHENEA daher für unwahrscheinlich halten.

Der Ethna-DEFENSIV (T-Klasse) sei mit einer positiven Performance von 0,11% in das neue Jahr gestartet. Dies sei vor dem Hintergrund steigender Renditen von US-Treasuries und fallender Kurse von US-Unternehmensanleihen besonders positiv und verdeutliche die Stärken des Ethna-DEFENSIV. Unabhängig von der aktuellen Marktsituation sei der Fonds in der Lage, eine stabile und positive Rendite zu erwirtschaften. Dabei habe sich insbesondere die Entscheidung, die maximale Aktienquote von 10% auszuschöpfen und in japanische sowie US-amerikanische Aktien-ETFs zu investieren, als richtig herausgestellt. Die Aktien-ETFs hätten mit einer positiven Performance von rund 0,37% die Verluste des Anleihenportfolios mehr als ausgleichen können.

Ausgewählte Aktieninvestments würden derzeit ein attraktives Risiko-Rendite-Verhältnis bieten und zudem zur Diversifizierung des Portfolios beitragen. Gleichzeitig hätten die Experten von ETHENEA die durchschnittliche Laufzeit und die Risiken innerhalb des Anleihenportfolios reduziert, indem sie Anleihen mit Ratings geringerer Qualität verkauft und das durchschnittliche Emittenten-Rating von BBB+ bis A- auf A- bis A erhöht hätten. Die daraus entstandene Liquidität hätten sie genutzt, um ihre Cash-Quote auf rund 14% zu erhöhen. Das erlaube ihnen, zukünftige Gelegenheiten und kurzfristige Rücksetzer am Markt zu nutzen. Schließlich lieferten unsere Währungspositionen, insbesondere der japanische Yen, mit insgesamt rund 0,07% einen zusätzlichen positiven Beitrag zur Performance des Portfolios, so die Experten von ETHENEA. (Ausgabe 2 vom Februar 2021) (08.02.2021/fc/a/f)






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