Ethna-AKTIV-Fonds: 06/2021-Bericht, Performance von knapp unter 2% - Fondsanalyse


08.07.21 16:00
ETHENEA

Munsbach (www.fondscheck.de) - Mit dem abgelaufenen Monat wird auch schon wieder das Ende des ersten Halbjahres markiert, so die Experten von ETHENEA im Kommentar zum Ethna-AKTIV.

Deshalb biete es sich an, die nachfolgende Rückschau nicht nur für einen, sondern gleich für sechs Monate zu tätigen. Der Ethna-AKTIV habe unter geringen Schwankungen an den positiven Entwicklungen des Kapitalmarktes partizipieren können und zum Ende des ersten Halbjahres eine Performance von knapp unter 2% verbucht.

Der Start des Börsenjahres 2021 sei auf der einen Seite gekennzeichnet gewesen von der immer noch hohen Ungewissheit über die seit einem Jahr um sich greifende Pandemie und auf der anderen Seite von der Gewissheit über massive Unterstützung sowohl von monetärer als auch von fiskalischer Seite.

Die Erholung der Weltwirtschaft habe sich, unterstützt durch den anhaltenden Erfolg der weltweiten Impfkampagnen, sogar stärker als angenommen fortgesetzt. Dass diese Erholung nicht global synchronisiert stattgefunden habe, sei zu erwarten gewesen und habe sich auch in den stark durch die unterschiedlichen Lockdown-Maßnahmen beeinflussten Wachstumszahlen bestätigt. Zu beobachten sei zudem gewesen, dass sich die Bewertungslücke zwischen Realwirtschaft und Kapitalmarkt, die durch die Wachstumsüberraschungen des letzten Jahres entstanden sei, teilweise normalisiert habe.

Während die Kursgewinne im vergangenen Jahr in Erwartung zukünftigen Wachstums hauptsächlich auf einer Ausweitung der Bewertungsvielfachen beruht hätten, würden die auch in diesem Jahr wieder ansprechenden Kursgewinne vor allem aus dem real eingetretenen Wachstum der Gewinne resultieren. Unter der Prämisse, dass der globale wirtschaftliche Aufschwung früher oder später zu höherer Inflation und einer Normalisierung des Zinsumfeldes führen werde, seien es insbesondere die unter dem Begriff "Reflation Trade" zusammengefassten Werte gewesen, die die Technologietitel als Treiber der Hausse abgelöst hätten.

Über einen gewissen Zeitraum, der auch geprägt gewesen sei von einem starken Zinsanstieg am langen Ende, hätten Value-, Finanz- und Rohstoffanlagen die Liste der Kursgewinner angeführt. Während auf der Ebene der Aktienindices keine großen Ausschläge hätten beobachtet werden können, sei dieser Favoritenwechsel unter der Oberfläche doch sehr signifikant gewesen. Erst ein verbales Umschwenken der aktuell bedeutendsten Notenbank, der FED, hin zu einem eventuell doch früheren Ankämpfen gegen die sich aktuell abzeichnenden Inflationstendenzen habe einerseits zu wieder fallenden langfristigen Zinsen und andererseits zu einem erneuten Favoritenwechsel bei Aktien in Richtung Wachstumstitel geführt.

Diese Verschiebung deckt sich im Übrigen mit der These, dass wir mittlerweile von der initialen in die mittlere Phase eines im Vergleich zum vorangegangenen Wirtschaftsaufschwung kürzeren Zyklus übergegangen sind, so die Experten von ETHENEA. Nach vorne blickend sei gerade die letzte Aussage von elementarer Bedeutung. Denn auch wenn man bei Aktien und viel mehr noch bei Anleiheninvestments von historisch hohen Bewertungen spreche, sei festzuhalten, dass die zugrunde liegenden Unternehmen und Volkswirtschaften als Ganzes wachsen würden. Und dies - nicht zuletzt durch die bereits angesprochenen Unterstützungsmaßnahmen - sogar stärker als vor der Pandemie. In der Summe würden diese Maßnahmen zwar langsam weniger, aber de facto seien sie immer noch existent.

Zusammenfassend lasse sich sagen, dass sich an dem zu Anfang des Jahres gemachten positiven Aussagen wenig geändert habe. Das Gewicht der unterstützenden Faktoren ist zwar etwas geringer, aber immer noch ausreichend, um uns nach wie vor maximal in Aktien investieren zu lassen, so die Experten von ETHENEA. Im Gegensatz zum Jahresanfang sei jedoch fast die Hälfte des Exposures in Indexprodukten allokiert, um die derzeitigen Stilschwankungen abzufedern. Wie schon über die letzten Monate würden die Experten von ETHENEA an einer über 20-prozentigen Allokation im US-Dollar (bzw. 15,9% ohne Berücksichtigung von Optionsexposures) als ausgleichendes Element festhalten. Im Bereich der Anleihen würden sie weiter vorsichtig bleiben. Von den knapp 31% in Fixed Income-Instrumenten sei nach wie vor ein gutes Drittel in US-amerikanischen Staatspapieren investiert. Die Goldallokation liege bei 4,8% und werde weiterhin opportunistisch gehandhabt. (Ausgabe 7 vom Juli 2021) (08.07.2021/fc/a/f)






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