Edmond de Rothschild Funds: Anleger kehren an die Rentenmärkte der Schwellenländer zurück


14.05.19 14:00
Edmond de Rothschild Asset Management

Paris (www.fondscheck.de) - Staats- und Unternehmensanleihen aus Schwellenländern stehen wieder hoch im Kurs bei Anlegern, die in dem aktuellen Niedrigzinsumfeld nach attraktiven Renditen und Diversifikation suchen, so die Experten von Edmond de Rothschild Asset Management.

Die US-Zentralbank FED habe weitere Zinsanhebungen ausgesetzt und setze wieder auf eine expansivere Geldpolitik - und schaffe damit gute Voraussetzungen für die Rentenmärkte der Schwellenländer. Auch die wirtschaftlichen Bedingungen seien hervorragend und die Unternehmensbilanzen robust, die Aussichten für die EM-Rentenmärkte in diesem Jahr seien daher vielversprechend.

Der Markt werde immer zugänglicher und schaffe dadurch Chancen für Anleger, die sich ausschließlich auf EM-Staatsanleihen konzentrieren würden. "Nach dem rauen Vorjahr ist das Wertschöpfungspotenzial von EM-Staatsanleihen in diesem Jahr weiterhin intakt, solange Anleger flexibel sind und bei der Auswahl genau hinsehen", so Jean-Jacques Durand, Head of Emerging Debt Total Return und leitender Fondsmanager des Edmond de Rothschild Fund Emerging Bonds bei Edmond de Rothschild Asset Management. "Langfristig werden sich strenge Disziplin und eine konträre, opportunistische Strategie auszahlen."

Trotz der politischen Unruhen sei Durand weiterhin von Venezuela überzeugt. "Die langfristige Wertaufholung dürfte deutlich über den aktuellen Anleihekursen liegen." Das Land befinde sich im Wandel und habe die größten Ölreserven der Welt. Rohöl mache 95 Prozent der venezolanischen Exporte aus. Die nächste Regierung müsse an den Verhandlungstisch kommen, um die für einen Neustart der Ölindustrie notwendigen Investitionen zu sichern. Jean-Jacques Durand gehe davon aus, dass "die Opposition sich der Herausforderungen wohl bewusst ist, die vor dem Land liegen. Juan Guaidó hat die ausstehenden Schulden des Landes vollständig anerkannt und will gemeinsam mit internationalen Kreditgebern einen Restrukturierungsplan ausarbeiten."

Auch in der Türkei sehe der Fondsmanager Potenzial, insbesondere wegen der günstigen Bewertungen. Der Schuldenstand des Landes sei niedrig, außerdem habe die Regierung das Haushaltsdefizit unter Kontrolle gehalten. "Die politische Situation ist zweifellos noch immer schwierig. Wenn ihm jedoch keine andere Wahl bleibt, kann Präsident Erdogan durchaus pragmatisch sein. Anders als Russland kann sich die Türkei keine wirtschaftliche Isolation leisten." Weitere bedeutende Positionen seien Argentinien, das sich ebenfalls im Übergang befinde, und die Ukraine.

Das Portfoliomanagement-Team investiere vor allem am Markt für Anleihen in Hartwährung staatlicher oder staatsnaher Emittenten, der sich durch hohe Diversifikation auszeichne. Die Fondsmanager würden darauf verweisen, dass dieser Markt seit 1991 noch niemals zwei Verlustjahre in Folge erlitten habe.

Das Team kenne die Marktrisiken durch relativ hohe - wenn auch noch immer attraktive - Bewertungen in Ländern wie der Türkei, Argentinien oder Venezuela. Um auf Veränderungen reagieren zu können, würden die Fondsmanager daher Barreserven zurückhalten und einzelne Positionen absichern.

Edmond de Rothschild Asset Management habe mit dem EdR Fund Emerging Sovereign einen neuen Fonds aufgelegt, der die Kompetenz des Unternehmens an den Rentenmärkten ausschöpfe. Der Fonds werde von Romain Bordenave, Fondsmanager Emerging Markets Debt, geleitet. Die Anlagephilosophie des Fonds lehne sich an die des EdR Fund Emerging Bonds an. Das Team investiere benchmarkunabhängig und könne große Positionen in einzelnen Titeln aufbauen. Dennoch sei die Strategie konservativer ausgerichtet. Um den Fonds vor größeren Wertverlusten zu schützen und Risiken zu begrenzen, seien High Yield-Anleihen mit CCC-Rating aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen. "Dank sorgfältiger Risikokontrolle liegt das Risiko-Renditeprofil des Fonds genau zwischen Emerging Market Debt-Indices und dem EdR Fund Emerging Bonds", so Bordenave.

Die Emerging Debt Total Return-Strategie, die in den beiden Fonds EdR Fund Emerging Bonds und EdR Fund Emerging Sovereign angewendet werde, werde seit 2011 von Jean-Jacques Durand geleitet. Während Durand Lead Manager des EdR Fund Emerging Bonds sei, manage Bordenave den EdR Fund Emerging Sovereign. Sowohl Durand als auch Bordenave würden seit mehr als sieben Jahren zusammen im Team arbeiten.

Dank attraktiver Bewertungen führe für Anleger in einem großen und diversifizierten Fixed Income-Universum kein Weg an Unternehmensanleihen aus Schwellenländern vorbei. Die Konjunktur sei gut, Unternehmen hätten hohe Barreserven aufgebaut. Die Ausfallquoten seien entsprechend niedrig. Mit EM-Unternehmensanleihen könnten Anleger ihr Portfolio gut nach Sektoren, Emittenten, Regionen und Kreditprofilen diversifizieren und in private Unternehmen investieren, die zunächst Anleihen ausgeben würden, bevor sie über einen Börsengang nachdenken würden. Das Risiko/Renditeprofil dieses Marktsegments sei außergewöhnlich attraktiv, die Renditen seien dank hoher Verzinsung im Vergleich zu anderen Segmenten des Rentenmarktes überdurchschnittlich.

Stéphane Mayor sei Head of Emerging Corporate Debt von Edmond de Rothschild Asset Management und verwalte den Edmond de Rothschild Fund Emerging Credit (ISIN LU1080015420 / WKN A12DXM). Er investiere einen großen Teil des Anlagevermögens in High Yield-Anleihen in Hartwährung mit Risikoaufschlägen von rund 500 Basispunkten, die attraktive Renditen versprechen würden. Die größte Position des Fonds sei Brasilien. Der Fondsmanager sehe das Land "weiterhin auf einem überzeugenden Wachstumspfad. Die wichtige Rentenreform ist auf den Weg gebracht und sollte sich noch in diesem Jahr auszahlen."

Eine andere High Conviction-Position des Fonds sei die Ukraine, die sich mit ihren Kreditgebern auf eine Restrukturierung ihrer Schulden geeinigt habe und auf dem Weg der Normalisierung sei. Das Land zeichne sich aktuell durch eines der besten Risiko-Renditeprofile am Rentenmarkt aus. Der Handel mit argentinischen und türkischen Anleihen sei in den letzten Wochen wechselhaft gewesen, mit attraktiven Renditen könnten die Märkte jedoch das Interesse der Anleger zurückgewinnen. Weitere große Fondspositionen seien Russland und Nigeria. "Wir konzentrieren uns auf Rohstoffe wie Öl und Gas, aber auch Metalle und Bergbau", so Stéphane Mayor, der außerdem Finanz- und Konsumtitel nenne.

Die Anlagestrategie des Fonds beruhe auf benchmarkunabhängigen High Conviction-Positionen. Mayor verbinde Bottom-up- und Top-down-Analyse (Land, Rohstoffe, politisches Umfeld, Sektoren usw.) und wähle die Unternehmen mit den attraktivsten Risiko-Renditeprofilen aus. Er komme regelmäßig zu Gesprächen mit den Management Teams der Emittenten zusammen und investiere ausschließlich in Unternehmen, die er gut kenne. "Diversifikation nach Ländern und Sektoren ist im Rahmen der Risikobegrenzung ein wesentlicher Teil des Portfolioaufbaus", so Mayor. (14.05.2019/fc/a/f)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
127,62 € 127,89 € -0,27 € -0,21% 26.05./-
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU1160351208 A2ABQS 140,73 € 118,63 €
Werte im Artikel
193,07 minus
-0,12%
127,62 minus
-0,21%
99,65 minus
-0,30%