Echiquier Major-Fonds: Klares Bekenntnis zum verantwortungsbewussten Investieren - Fondsanalyse


05.03.18 10:30
La Financière de l´Echiquier

Paris (www.fondscheck.de) - Wenn der weltweit führende Vermögensverwalter die Verantwortung der Unternehmen zum Thema seines jährlichen Schreibens an die Wirtschaftskapitäne macht, ist das für uns ein Beweis (mehr) dafür, dass sich die Zeiten ändern - und zudem ein gutes Zeichen, so Sonia Fasolo, SRI Manager bei La Financière de l'Echiquier.

Wir können uns den Ausführungen von BlackRock-Chef Larry Fink nur anschließen, der darauf pocht, dass die Zivilgesellschaft von den Unternehmen erwartet, dass sie dem Allgemeinwohl dienen, so die Experten von Financière de l'Echiquier. Bei La Financière de l’Echiquier seien die Experten seit langem davon überzeugt, dass finanzielle und nicht-finanzielle Leistungen eng miteinander verknüpft seien. Der sich derzeit vollziehende Mentalitätswandel stimme die Experten sehr optimistisch im Hinblick auf die Vermögensverwaltung im Sinne von SRI.

Die Unternehmen, die in ihre gesellschaftliche Rolle eingebunden seien, würden sich stärker langfristig orientieren. Sie würden sich nicht scheuen, in die Ausbildung von Mitarbeitern, in Produktionsmittel oder in Innovationen zu investieren, denn dies seien die Wettbewerbsvorteile der Zukunft. Dieses "Pflichtbewusstsein", wie der Chef von BlackRock es bezeichne, wandele sich nach und nach zu einer gesellschaftlichen Legitimation der Geschäftstätigkeit ("licence to operate").

Diese Einschätzung teile auch Jean-Paul Agon, CEO von L'Oréal, im Rahmen der Veröffentlichung der (Rekord-)Ergebnisse für 2017: "Bei L'Oréal gehen die wirtschaftliche Leistung und die gesellschaftliche Leistung Hand in Hand und stimulieren sich gegenseitig (...). Dieses gesellschaftliche Engagement bringt auch wirtschaftliche Ergebnisse hervor (...) und steht in Einklang mit den neuen Erwartungen der Verbraucher, der Mitarbeiter und aller Beteiligten."

Die junge Generation, die für diese Themen sowohl als Verbraucher als auch als Arbeitnehmer besonders sensibel sei, könnte letztendlich diese "Licence to operate" der Unternehmen, deren Glaubwürdigkeit untergraben sei, infrage stellen. Wie Paul Polman, Generaldirektor von Unilever, kürzlich gesagt habe, würden die soziale Verantwortung der Unternehmen (Corporate Social Responsibility), gutes Risikomanagement und hohe Transparenz für den Konzern zu immer entscheidenderen Wettbewerbsvorteilen.

Ein weiterer Beweis dafür, dass die Zeiten sich ändern würden, sei die Mission mit dem Namen "Unternehmen und Gemeinwohl", die die französische Regierung Jean-Dominique Senard und Nicole Notat übertragen habe. Die Experten würden darauf setzen, dass der Vorsitzende der Geschäftsleitung von Michelin, dem es gelungen sei, die soziale Verantwortung in den Mittelpunkt des Projekts seines Unternehmens zu stellen, diese Mission mit seiner großartigen Erfahrung prägen werde.

Auch Vermögensverwaltungsgesellschaften müssten verantwortungsvoll handeln. Die Zunahme der passiven Vermögensverwaltung in den letzten Jahren sei mit einem "gewissen Entlassen der Fondsmanager aus der Verantwortung" verbunden gewesen, da sie nicht "mit den Füßen abstimmen" könnten (und vielleicht auch nicht wollten?), wenn sie einmal mit dem Management nicht einverstanden seien. In seinem Schreiben fordere Larry Fink sie auf, ihre Verantwortung wahrzunehmen, indem sie den Dialog mit den Unternehmen suchen würden, um sie dazu anzuregen, sich zu verbessern oder gar ihre Stimmrechte zu nutzen, um ihre Missbilligung zum Ausdruck zu bringen. BlackRock habe sich im Übrigen im vergangenen Jahr durch den Zusammenschluss mit anderen Anlegern hervorgetan, um Exxon Mobil zu zwingen, jährliche Informationen über die Auswirkungen der Maßnahmen des Erdölriesen zu veröffentlichen, mit denen die Klimaerwärmung unter dem Grenzwert von zwei Grad gehalten werden solle.

Im Gegensatz hierzu habe der Stock-Picker die Möglichkeit, ausschließlich in Unternehmen zu investieren, die er schätze, und habe die Freiheit "mit den Füßen abzustimmen". Während die Experten bei La Financière de l'Echiquier von der erstgenannten Möglichkeit ausgiebig Gebrauch machen würden, würden sie die Freiheit, Investitionen aufgrund abweichender Meinung abzuziehen, nur als letztes Mittel nutzen. Ihre Verantwortung bestehe darin, die Interessen ihrer Anleger, die indirekt Aktionäre der von ihnen ausgewählten Unternehmen seien, bestmöglich zu verteidigen.

Ein verantwortungsvoller Anleger zu sein, ermögliche den Experten, ihre "Licence to operate" aufrechtzuerhalten. Das Ziel ihrer SRI-Fonds wie z. B. Echiquier Major reiche noch weiter: Er lege in Unternehmen an, die durch ihren Beitrag zum Gemeinwohl eine nachhaltige Wertentwicklung für die Kunden der Experten generieren würden. Die Experten würden daher das Engagement von Larry Fink begrüßen. Die Allianz von aktiver und passiver Verwaltung sei eine sehr gute Nachricht für SRI. (05.03.2018/fc/a/f)






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