ETFs: US-Aktien überzeugen weiter


03.10.18 13:22
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Angesichts der weiter gut laufenden US-Börsen sind es vor allem US-Aktien, die bei Anlegern gut ankommen, so die Deutsche Börse AG.

Bis Donnerstag vergangener Woche seien auch europäische Aktien gekauft worden, wie Oliver Kilian von der UniCredit Group berichte. "Am Freitag hat sich das aber völlig gedreht, dann wurde nur noch verkauft."

Am Dienstagmorgen habe der DAX bei 12.226 Punkten und damit etwas unter dem Niveau vor einer Woche gelegen. Nach kräftigen Kursverlusten am Freitag wegen der Enttäuschung über den italienischen Haushalt sei es am Montag zu einer Erholung gekommen, am Dienstag habe der Index aber wieder geschwächelt. Die US-Märkte seien nach wie vor nicht weit von ihren Höchstständen entfernt. Die Umsätze seien den Händler zufolge normal bis gut. "Die Aktivität ist zurück", melde Rick van Leeuwen von IMC. Christian Dürr von der Commerzbank spreche von einer durchschnittlichen Woche mit 35.000 Transaktionen.

Der Commerzbank zufolge würden sich viele Anleger in S&P 500-ETFs positionieren, auch bei IMC seien S&P 500-Tracker gesucht. Laut Kilian werde vor allem auf den Xtrackers S&P 500 Swap (ISIN LU0490618542 / WKN DBX0F2) und den Amundi S&P 500 gesetzt. Ebenfalls gut ankämen NASDAQ-Indexfonds, etwa der Invesco NASDAQ 100 (ISIN IE0032077012 / WKN 801498). Weiter gesucht seien darüber hinaus auch MSCI World-ETFs, wie die Händler einhellig feststellen würden. Fortgesetzt hätten sich laut Kilian Zuflüsse in chinesische und südkoreanische Aktien (ISIN LU0779800910 / WKN DBX0M2, ISIN IE00B0M63391 / WKN A0HGWD).

Was europäische Aktien angehe, bleibe das Bild gemischt: Kilian berichte von Zu- und Abflüssen bei MSCI Europe-ETFs (ISIN LU1681042609 / WKN A2H567, ISIN FR0010261198 / WKN A0JDGC) und Abflüssen aus MSCI EMU-, STOXX Europe 50- und STOXX Europe 600-Produkten. Van Leeuwen melde ebenfalls Käufe und Verkäufe, "Gegenüber den Vorwochen steigt das Interesse aber wieder." Dürr sehe einen leichten Käuferüberhang für europäische Aktien, während deutsche Aktien über die unterschiedlichen Indices hinweg eindeutig abgegeben worden seien.

Die neuen Schuldenpläne Italiens, die in Brüssel nicht gut angekommen seien, hätten Banken-ETFs unter Druck gesetzt - besonders am Freitag. Zuvor sei zugegriffen worden, wie Kilian bemerke, etwa im iShares Euro STOXX Banks. "Am Freitag wurden Banken-ETFs verkauft, gestern aber schon wieder gekauft", erkläre van Leeuwen. Der umsatzstarke iShares STOXX Europe 600 Banks habe im laufenden Jahr mittlerweile 12,7 Prozent an Wert verloren.

Stark beachtet werde derzeit außerdem der Ölsektor. Der Ölpreis steige und steige und liege aktuell bei 84,43 US-Dollar für einen Barrel der Nordseesorte Brent, Mitte August seien es noch 70 US-Dollar gewesen. Anleger würden sich Kilian zufolge etwa im iShares STOXX Europe 600 Oil & Gas positionieren. Auch Kunden der Commerzbank hätten ETFs gekauft, die die Energiebranche abbilden würden, Käufe und Verkäufe gleichermaßen habe es für Indexfonds gegeben, die sich auf den Gesundheits- und den Technologiesektor beziehen würden.

Bei Momentum-ETFs würden offenbar Gewinne mitgenommen, Kilian zufolge würden etwa der iShares Edge MSCI World Momentum Factor und der Xtrackers MSCI World Momentum abgestoßen. Mit beiden seien Anleger extrem gut gefahren: Das iShares-Produkt komme seit Jahresanfang auf ein Plus von 18,7 Prozent und für die vergangenen drei Jahre auf 17,9 Prozent jährlich, das Xtrackers-Produkt auf 19,3 und 18,3 Prozent.

Im Fixed Income-Geschäft gelte das Interesse derzeit vor allem US-Staatsanleihen, zum Beispiel dem Xtrackers II US Treasuries, verkauft würden nur Treasuries mit kurzer Laufzeit, wie Kilian bemerke. Außerdem sehe er einen deutlichen Trend hinaus aus europäischen High Yield-Unternehmensanleihen, etwa dem iShares Euro High Yield Corp Bond, hinein in auf US-Dollar lautende Emerging Markets-Unternehmens- und auch -Staatsanleihen wie den iShares JP Morgan US-Dollar EM Bond Euro Hedged und den UBS Bloomberg Barclays USD Emerging Markets Sovereign (ISIN LU1324516308 / WKN A1439H).

Die Commerzbank berichte von Zu- und Abflüssen in kurzlaufende US-Treasuries. Außerdem hätten sich Anleger vom ComStage Commerzbank Bund-Future Short getrennt.

Eine immer größere Rolle würden im Übrigen ETFs spielen, die nach ESG-Aspekten, kurz für Environmental, Social und Governance, ausgerichtet seien. "Das Interesse steigt, und die Auswahl wird immer besser", bemerke von Leeuwen. "Und es wird nicht nur darüber gesprochen, die Produkte werden auch gekauft." (Ausgabe vom 02.10.2018) (03.10.2018/fc/a/e)





hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
40,525 € 40,555 € -0,03 € -0,07% 18.12./20:59
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
LU0490618542 DBX0F2 45,77 € 36,96 €
Werte im Artikel
140,48 plus
+1,21%
13,39 plus
+1,09%
40,49 plus
+0,88%
8,79 plus
+0,81%
8,21 plus
+0,49%
100,40 plus
+0,23%
186,10 plus
+0,20%
196,30 plus
+0,14%
32,03 plus
+0,06%
89,15 plus
+0,05%
11,62 plus
+0,04%
34,78 plus
0,00%
40,53 minus
-0,07%
26,86 minus
-0,15%
56,92 minus
-0,24%
113,50 minus
-1,27%
30,66 minus
-1,60%