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ETF-Monitor: Wieder auf Rekordjagd


22.11.21 12:41
DekaBank

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Obwohl der Oktober in der Börsenhistorie als schwieriger Monat gilt, der häufiger heftige Einbrüche hervorbrachte, haben sich die Märkte in diesem Jahr wacker geschlagen, so die Analysten der DekaBank.

Die beschleunigten Inflationsdaten seien weggesteckt worden. Den Versicherungen der Notenbanken, diese seien nur temporär, seien allzu gerne geglaubt worden. Zudem habe es immer wieder Signale gegeben, dass die Geldpolitik zwar straffer werden könnte, aber vorerst noch expansiv bleiben sollte. Schließlich hätten die neuen Quartalszahlen vieler Firmen geholfen, die besser als erwartet ausgefallen seien.

So habe vor allem Amerika geglänzt. Der technologieorientierte NASDAQ Composite habe 7,3 Prozent geschafft, der breite S&P 500 immerhin noch 6,9. Auch Europa habe gut mitgezogen. Der EURO STOXX 50 habe fünf Prozent auf die Waage gebracht. Der DAX sei mit 2,8 Prozent leicht hinterhergehinkt. Die Emerging Markets hätten sich nur leicht verbessern können, rund ein Prozent sei es aufwärts gegangen. Hier hätten das krisengeschüttelte Lateinamerika sowie China gebremst. Das Land der Mitte habe mit einer Wachstumsabschwächung, steigenden Erzeugerpreisen und Problemen im Finanzsektor gekämpft. Der Shanghai-Composite-Index habe sich nach den Verlusten zuvor im Oktober einigermaßen gehalten, aber japanische Investoren seien beunruhigt gewesen: In Tokio sei es 1,9 Prozent abwärts gegangen.

Nicht zu bremsen sei weiterhin der Ölpreis gewesen. Die Sorte Brent habe sich um 7,5 Prozent verteuert. Der Goldpreis, der kräftig verloren habe, habe sich stabilisiert und ein kleines Plus von 1,5 Prozent vorgelegt, sei aber noch deutlich unter der Marke von 1.800 US-Dollar je Feinunze geblieben. An der traditionellen Währungsfront sei es ruhig geblieben. Der US-Dollar, der im Vormonat noch kräftig gegenüber dem Euro gewonnen habe, habe nur noch ein Plus von 0,2 Prozent geschafft. Bei den Kryptowährungen dagegen sei es wieder einmal hoch hergegangen. Gewinne bis zu 40 Prozent seien drin gewesen.

Bei den Indexfonds habe im Oktober vor allem die Knappheit von Rohstoffen die Gewinnerliste geprägt. Entsprechende Körbe, die über ETFs abgebildet würden, hätten bis zu 15 Prozent gewinnen können. ETFs mit Edelmetallbezügen wie Minenwerte hätten zwölf Prozent geschafft. Ebenso stark sei es bei Nachhaltigkeitsthemen wie Clean Energy nach oben gegangen. Traditionelle Energieträger in den Fonds seien ebenfalls gefragt gewesen, bedingt vor allem durch die Ölpreisentwicklung. Hier habe es Gewinne um die zehn Prozent gegeben.

Auf der Verliererseite hätten ETFs aus Lateinamerika gelitten, die rund fünf Prozent abgegeben hätten. Im Falle von Brasilien seien es sogar bis zu neun Prozent gewesen. Japan-ETFs hätten ebenfalls zur Schwäche geneigt. Fast vier Prozent sei es bei denen abwärts gegangen. (Ausgabe 11/2021) (22.11.2021/fc/a/e)