ETF-Handel: US-Aktien auf den Einkaufslisten


11.09.18 16:19
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Ferienzeit neigt sich allerorts so langsam dem Ende zu, so die Deutsche Börse AG.

Das mache sich laut Händler im ETF-Geschäft bemerkbar. "Es ist einiges los", melde Rick van Leeuwen von IMC Markets. Zu den beliebtesten Werten mit einem ausgeglichenen Verhältnis von Käufen zu Verkäufen hätten Tracker des S&P 500 gehört. Auffällig viel gehandelt und fast nur abgegeben würden hingegen EURO STOXX 50-Tracker.

Ein ähnliches Bild zeichne Carsten Schröder. Zwar hätten sich Investoren aktiv am Marktgeschehen beteiligt. "Wir hatten auf Wochensicht gut 40.000 ETF-Trades." Über alle Anlageklassen hinweg verbuche der Händler der Commerzbank im Verhältnis 49 zu 51 Prozent aber nahezu ebenso viele Käufe wie Verkäufe. Auch Schröders Kunden hätten sich nach dem kurzen Abstecher hin zu europäischen Aktien wieder vermehrt den US-Werten zugewendet. "Mit rund 23 Prozent des gesamten ETF-Aufkommens ist das bei uns die stärkste Region." Klare Spitzenreiter seien S&P 500-ETFs, gern auch mit Währungsabsicherung (ISIN LU1681049109 / WKN A2H576). "Hier stehen Zuflüsse im Vordergrund."

EURO STOXX 50- und STOXX Europe 600-ETFs hätten in der Verkaufsstatistik ganz oben rangiert und seien unterm dem Strich rausgegangen. Der 50 Aktien aus dem Euroraum umfassende Index - ausgewählt nach Börsenkapitalisierung, Umsätzen und Branchenzugehörigkeit - habe vergangene Woche fast 3 Prozent an Wert verloren.

Florian Lenhart beziffere die Abgaben europäischer Werte mit etwa Zweidrittel. Auch die Kunden der UniCredit hätten sich nahezu ausschließlich von EURO STOXX 50-Produkten getrennt, während MSCI Europe- (ISIN IE00BKWQ0Q14 / WKN A1191Q, ISIN IE00B1YZSC51 / WKN A0MZWQ) und MSCI EMU-Tracker in beide Richtungen gehandelt würden. DAX-ETFs hätten bestenfalls eine Nebenrolle gespielt.

Weiteres Potenzial nach oben scheinen Investoren in US-Aktien zu vermuten, so die Deutsche Börse AG. Lenhart berichte von hoher Nachfrage mit fast nur Zuflüssen, bevorzugt für Tracker des MSCI USA (ISIN LU0136234654 / WKN 794358, ISIN IE00BD4TYL27 / WKN A1W5DG, ISIN IE00BJ0KDR00 / WKN A1XB5V). Großes Interesse bestehe auch an MSCI World-Produkten (ISIN LU1681043599 / WKN A1H59Q, ISIN IE00B4L5Y983 / WKN A0RPWH). "Hier ging auf beiden Seiten sehr viel um."

Auffällig hohe Nachfrage gebe es laut Schröder für Smart Beta-Produkte. Zumeist in den Depots seien beispielsweise ETFs gelandet, die sich an der Performance des FTSE Global All Cap Index orientieren würden. Dabei verwende das Fondsmanagement eigenen Angaben zufolge ein quantitatives Modell, um die Schwankungsintensität zu verringern. Einen ähnlichen Ansatz würden die Verwalter der ebenfalls gesuchten Tracker des MSCI Europe Minimum Volatility Index (ISIN LU1681041627 / WKN A2H57F) verfolgen.

Bei den Branchen-ETFs stünden bei der Commerzbank europäische Technologieaktien aus dem STOXX Europe 600 Technology Index in der Anlegergunst ganz vorn. "Hier hatten wir starke Nachfrage auf der Kaufseite." Europäische Immobilienaktien des FTSE Developed Europe Real Estate sowie Bankaktien im MSCI Europe Banks führe Schröder auf der Abgabenseite. Lenhart melde die Auflösung von EURO STOXX Optimised Banks-Positionen. Zudem hätten sich seine Kunden per Saldo von ihren Industrieaktien im MSCI Europe Industrials verabschiedet. Rege mit einem ausgeglichenen Verhältnis von Zu- und Abflüssen würden europäische Versicherungen etwa im STOXX Europe 600 Insurance gehandelt.

Das Geschäft mit Renten-ETFs beschreibe Lenhart als insgesamt ausgeglichen. Auffallend sei der Trend hin zu italienischen Kurzläufern (ISIN LU0613540268 / WKN DBX0HH), die sehr stark nachgefragt worden seien. Von in Euro geführten Unternehmensanleihen im Markit iBoxx Euro Liquid High Yield Index (ISIN IE00B66F4759 / WKN A1C3NE) hätten sich Investoren per Saldo verabschiedet.

Zu den beliebtesten Rentenprodukten bei den Commerzbank-Kunden zähle Schröder Staatsanleihen im iBoxx Eur Sovereigns Eurozone Total Return Index (ISIN LU0290355717 / WKN DBX0AC). "Die Produkte wurden aktiv gekauft." Anleger hätten sich unterm Strich von Indexfonds getrennt, die sich am Bund Bund-Future Short orientieren würden. (11.09.2018/fc/a/e)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
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