ETF-Handel: Technologie-Fokus hat sich gelohnt


10.06.20 10:00
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Von Krise ist im ETF-Handel kaum noch etwas zu spüren, so die Deutsche Börse AG.

"ETF-Anleger sind sehr bullish", berichte Christian Dürr von der Société Générale. "Wir sehen überwiegend Käufe." Am Dienstagmittag habe der DAX wieder etwas niedriger bei 12.562 Punkten gestanden. Seit dem Tief vom März sei der Index damit aber immer noch um 52 Prozent gestiegen.

Zu den ganz großen Gewinnern in diesem Jahr würden NASDAQ-Tracker gehören: Etwa habe der viel gehandelte iShares NASDAQ 100 (ISIN DE000A0F5UF5 / WKN A0F5UF) seit Jahresanfang um 11,2 Prozent zugelegt, auf Dreijahressicht seien es 19 Prozent p.a. Noch viel besser geschlagen als der NASDAQ hätten sich einige speziellere Technologie-ETFs, etwa solche, die Cloud Computing-, Künstliche Intelligenz- oder Cyber Security-Unternehmen abbilden würden. "Solche ETFs sind derzeit sehr gefragt", bemerke Dürr.

Der WisdomTree Cloud Computing (ISIN DE000A2PQ364 / WKN A2PQ36) könne zum Beispiel seit Jahresanfang mit einem Plus von 34 Prozent punkten. Sehr gut entwickelt hätten sich auch der L&G Artificial Intelligence und der erst im Februar aufgelegte Rize Cyber Security and Data Privacy.

Gerne würden Anleger zudem beim iShares Healthcare Innovation zugreifen, melde Dürr. An der Börse Frankfurt viel gehandelt werde aber vor allem der "traditionellere" iShares STOXX Europe 600 Health Care. Der könne vom Rennen um den Covid-19-Impfstoff nicht wirklich profitieren: Seit Jahresanfang komme der ETF nur auf ein kleines Plus von 0,7 Prozent.

Umsatzstark an der Börse Frankfurt würden sich einmal mehr Banken-Indexfonds zeigen, speziell der iShares EURO STOXX Banks und der iShares STOXX Europe 600 Banks. Beide hätten sich zuletzt erholen können, die Vorkrisenniveaus aber noch längst nicht wieder erreicht.

Was große Indices angehe, seien laut Dürr derzeit vor allem MSCI World-Tracker gefragt. "Auch Nachhaltigkeitsinvestments kommen weiter gut an", melde der Händler. Gesucht seien aber auch Faktor-ETFs, etwa der iShares Edge MSCI World Value und der iShares Edge MSCI USA Quality Factor.

Sehr beliebt seien laut Dürr darüber hinaus auch Small- und Midcap-ETFs wie der iShares S&P SmallCap 600 und der SPDR S&P 400 US Mid Cap. "Die haben durch Corona noch mehr gelitten, holen jetzt aber wieder auf."

Besonders viel gehandelt würden weiter DAX- (ISIN DE0005933931 / WKN 593393, ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA, ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01), EURO STOXX 50- (ISIN DE0005933956 / WKN 593395, ISIN DE000A0D8Q07 / WKN A0D8Q0), STOXX Europe 600-, MSCI World- (ISIN IE00B4L5Y983 / WKN A0RPWH, ISIN IE00B441G979 / WKN A1C5E7), S&P 500- (ISIN IE0031442068 / WKN 622391, ISIN IE00B5BMR087 / WKN A0YEDG) und NASDAQ-ETFs, wie die Umsatzliste der Börse Frankfurt zeige, aber auch Short-ETFs wie der Xtrackers Short DAX Daily Swap (ISIN LU0292106241 / WKN DBX1DS) und der Xtrackers ShortDAX x2 Daily Swap (ISIN LU0411075020 / WKN DBX0BY).

Im Anleihebereich würden sich Anleger laut Dürr von europäischen Unternehmensanleihen trennen, etwa mit dem iShares Core EUR Corp Bond sowie von US-Treasuries. Der iShares-ETF habe auch zu den umsatzstärksten Fixed Income-ETFs der vergangenen Tage gehört, ebenso der iShares EUR High Yield Corp Bond (ISIN IE00B66F4759 / WKN A1C3NE). Viel um gegangen sei auch im Deka Deutsche Boerse EUROGOV Germany 5-10, der deutsche Staatsanleihen abbilde, und im iShares USD Treasury Bond 7-10yr, der die Entwicklung von US-Staatsanleihen widergebe. (Ausgabe vom 09.06.2020) (10.06.2020/fc/a/e)





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