ETF-Handel: Setzen auf US-Bluechips


04.12.18 14:00
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Erholung an den internationalen Aktienmärkten belebt das Geschäft mit börsengehandelten Indexfonds, so die Deutsche Börse AG.

"Die vergangenen zwei Tage waren bei uns sehr stark", melde Rick van Leeuwen von IMC. S&P 500- und EURO STOXX 50-Tracker verschiedener Emittenten seien mit einem leichten Abgabedruck viel gehandelt worden. Die meisten Positionierungen verbuche der Händler in NASDAQ-Produkten. Der technologielastige US-Index habe nach Thanksgiving im Zuge des Aufschubs im Streit um Strafzölle zwischen den USA und China etwa 2,3 Prozent zugelegt. Die starken NASDAQ-Gewinne von rund 7,5 Prozent seit vergangenem Montag würden Analysten mit den Signalen der Federal Reserve verbinden, nach dem Zinsschritt im Dezember das Tempo eventuell zu drosseln.

ETFs mit Schwellenländeraktien etwa im MSCI Emerging Markets (ISIN IE00B0M63177 / WKN A0HGWC) und FTSE Emerging Markets (ISIN IE00B3VVMM84 / WKN A1JX51) seien van Leeuwen zufolge insbesondere wiederum in den vergangenen zwei Handelstagen stark nachgefragt und unterm Strich gekauft worden. Das gelte auch für asiatische Werte im MSCI Asia Far East und MSCI China. "Heute ist es etwas ruhiger", informiere der Händler. Nach den Kursgewinnen würden Analysten die nachgebenden asiatischen Aktienmärkte interpretieren mit aufkommenden Zweifeln hinsichtlich der Machbarkeit, ein so komplexes Problem wie den Handelskonflikt innerhalb von 90 Tagen lösen zu können. Da seien mehr Details und Zeichen des Fortschritts gefragt.

Generell würden sich die Stimmen mehren, die in Unternehmen der Emerging Markets Erholungspotenzial vermuten würden. Etwa schätze Anneka Gupta von der britischen Wisdom Tree das Gewinnpotenzial von Schwellenländeraktien nach dem volatilen 2018 im kommenden Jahr auf 5 bis 7 Prozent. Den Hauptgrund sehe die Analystin in den niedrigen Aktienbewertungen der Wachstumsmärkte, die mit fast 30 Prozent Abschlag zu Unternehmen der entwickelten Regionen gehandelt würden. Die besonderen Risiken einiger weniger Staaten wie Venezuela, Argentinien, Südafrika und der Türkei stünden keineswegs stellvertretend für den gesamten Markt. Zudem sehe Gupta selbst in jedem dieser Problemländer erhebliche wirtschaftliche Fortschritte.

Die Kunden der Commerzbank würden sich ebenfalls wieder stärker den Schwellenländern zuwenden, wie Christian Dörr feststelle. "Mit 60 Prozent dominieren in diesem Bereich die Zuflüsse." 9 Prozent der Käufe im Aktiensegment seien allerdings in der vergangenen Woche vor dem Hintergrund steigender Kurse auf das Konto von S&P 500-Produkten (ISIN IE00B5BMR087 / WKN A0YEDG, ISIN IE00B3XXRP09 / WKN A1JX53) gegangen. EURO STOXX 50- und MSCI World-ETFs belegten die Ränge zwei und drei. Bewegung in beide Richtungen mit zumeist Zuspruch gebe es für Indexfonds mit deutschen Bluechips im DAX. "Insgesamt machen Aktien 83 Prozent unserer ETF-Umsätze aus."

Den Löwenanteil der Umsätze in branchenbezogenen ETFs sehe Dörr mit 25 Prozent im Bereich Technologie. Tracker des MSCI World Information Technology Total Return Net Index landeten unterm Strich ebenso häufig in den Depots wie Produkte, die sich am S&P Select Sector Capped 20% Technology Total Return Index (ISIN IE00B3VSSL01 / WKN A0YHMJ) orientieren würden. Auf beiden Seiten stark gelaufen seien Portfolios mit Energieaktien. Von Finanzwerten trennten sich die Commerzbank-Kunden zumeist.

Das Geschäft mit Renten-ETFs würden die Händler als eher ruhig beschreiben. Zu den meist gekauften Produkten gehörten Tracker des eb.rexx Money Market Index (ISIN DE000A0Q4RZ9 / WKN A0Q4RZ) der Deutschen Börse, der sich aus allen deutschen Staatsanleihen mit einem ausstehenden Mindestvolumen von 4 Milliarden Euro und einer Restlaufzeit zwischen einem Monat und einem Jahr zusammensetze. Staatsanleihen der Eurostaaten mit mittleren Laufzeiten im Barclays Euro 5-7 Year Treasury Bond Index (ISIN IE00BYSZ5Y35 / WKN A2ACRH) seien ebenfalls zumeist gesucht. (04.12.2018/fc/a/e)





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IE00B0M63177 A0HGWC 39,04 € 31,45 €
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