ETF-Handel: Setzen auf Dividendenregen


14.03.18 13:24
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Betriebsam, aber uneinheitlich: So beschreiben Händler die derzeitigen Geschäfte mit Exchange Trade Funds, so die Deutsche Börse AG.

"Die bei uns meist gehandelten DAX-, S&P 500- und EURO STOXX 50-Tracker wurden tendenziell abgestoßen", berichte Andreas Bartels von der Commerzbank. Vor der Earnings Season hätten sich Investoren stärker in europäischen Dividendenwerten positioniert und besonders häufig zu Produkten gegriffen, die sich am Dow Jones STOXX Select Dividend 30 und S&P High Yield Dividend Aristocrats Index (ISIN IE00B6YX5D40 / WKN A1JKS0) orientieren würden.

Auch Rick van Leuuwen spreche von Bewegung hin zu Dividendenaktien. Überraschen könne das Interesse kaum. Immerhin würden europäische Unternehmen in diesem Jahr eine Rekordsumme von 323 Milliarden Euro ausschütten. Rege in beide Richtungen gehandelt würden hingegen Tracker französischer Bluechips im CAC 40 sowie britischer Werte im FTSE 100 und FTSE 250. Als auffällig beschreibe der Händler von IMC Markets die Rückkehr zu Biotechnologie-Aktien. "In den vergangenen Tagen griffen Investoren verstärkt zu."

Nach wie vor ansehnliche Umsätze mit ETFs verbuche Oliver Kilian von der UniCredit. Das Meiste spiele sich im Aktiensegment entwickelter Märkte ab. "Hier hatten wie doppelt so viel Zu- wie Abflüsse." Ganz oben auf den Wunschlisten befänden sich S&P 500-Tracker (ISIN FR0013213444 / WKN A2DK3R, ISIN IE00B5BMR087 / WKN A0YEDG, ISIN IE00B3ZW0K18 / WKN A1C5E9, ISIN FR0013041530 / WKN A14Z68) verschiedener Emittenten, die nahezu ausschließlich gekauft würden. Ebenso kämen NASDAQ-ETFs (WKN 801408, ISIN FR0007063177 / WKN 541523) unterm Strich zum Tragen. "Anleger greifen auffällig häufig zu Produkten mit Währungs-Hedge in Euro."

Nach dem Kursrutsch befänden sich Aktien vielerorts wieder auf Erholungskurs. Die Aufregung nach der Ankündigung Trumps, sich für höhere Zölle etwa auf Stahl und Aluminium stark zu machen, habe sich gelegt. Die DekaBank gehe davon aus, dass es beim Aufbau von Handelsschranken hinreichend viele Widerstände unter den Republikanern geben werde, um eine dramatische handelspolitische Eskalation zu vermeiden.

Japan sei bei den Kunden der UniCredit ein dominantes Thema. Kilian spreche von einem eindeutigen Trend hin zu japanischen Aktien im Nikkei 400 (ISIN FR0012688299 / WKN A14SVB), Topix und MSCI Japan (ISIN IE00B42Z5J44 / WKN A1C5E6, ISIN IE00B02KXH56 / WKN A0DK60). Auch hier hätten Investoren häufig die währungsgesicherten Varianten bevorzugt. Nach etwas über 21.000 Punkten Anfang März kratze der japanische Leitindex Nikkei 225 mittlerweile wieder an der 22.000 Zähler-Marke.

Eine klare Tendenz im Handel mit europäischen Aktien gebe es nicht, wie Kilian beobachte. Während MSCI EMU- (ISIN IE00B910VR50 / WKN A1KBQ3, ISIN IE00B53QG562 / WKN A0YEDX) und EURO STOXX 50-Tracker (ISIN IE0008471009 / WKN 935927, ISIN DE0005933956 / WKN 593395, ISIN LU0380865021 / WKN DBX1ET, ISIN LU0274211217 / WKN DBX1EU) eindeutig gesucht seien, kämen STOXX 600-ETFs (ISIN DE0002635307 / WKN 263530, ISIN LU0328475792 / WKN DBX1A7, ISIN LU0908500753 / WKN LYX0Q0) überwiegend aus den Depots raus. "DAX-Produkte werden ausgeglichen hin und her gehandelt."

Überschaubare Umsätze gebe es Kilian zufolge mit Branchenprodukten. "Goldproduzenten im S&P Commodity Producers Gold Index (ISIN IE00B6R52036 / WKN A1JKQJ) werden relativ stark verkauft."

Bei der Commerzbank würden Banken- (ISIN DE0006289309 / WKN 628930), Immobilien- und Technologie-Indexfonds in der Umsatzstatistik der meist gehandelten Sektor-ETFs vordere Ränge belegen. "In allen drei Segmenten überwiegen die Käufe."

Den Handel mit Festverzinslichem beschreibe Bartels als überschaubar. Anleger trennten sich unterm Strich von US-Treasuries mit einer Restlaufzeit zwischen sieben bis zehn Jahren. US-Langläufer fänden hingegen auf vergleichbarem Niveau Abnehmer. "Das könnten Umschichtungen sein."

Kilian melde punktuell starkes Kaufinteresse an ein- bis dreijährigen und sieben- bis zehnjährigen US-Treasuries (ISIN IE00B1FZS798 / WKN A0LGP4). Europäische Kurzläufer (ISIN IE00B14X4Q57 / WKN A0J205) und Bundesanleihen im Deutsche Börse Eurogov Germany Index (ISIN DE000ETFL177 / WKN ETFL17) seien tendenziell raus gegangen. Wenig übrig hätten Anleger augenscheinlich für in Euro geführte Unternehmensanleihen (ISIN IE00B3F81R35 / WKN A0RGEP, ISIN LU1109942653/ DBX0PR, ISIN IE00B66F4759 / WKN A1C3NE). "Hier stehen Verkäufe im Zentrum." (Ausgabe vom 13.03.2018) (14.03.2018/fc/a/e)





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16,666 € 16,554 € 0,112 € +0,68% 25.09./15:22
 
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