ETF-Handel: Kurseinbußen bieten Einstiegschancen


17.06.20 15:31
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Nach der am Montag angekündigten zusätzlichen Finanzspritze vonseiten der US-Notenbank und der Erleichterung darüber an den Aktienmärkten agieren ETF-Anleger hierzulande ebenfalls verhalten optimistisch, so die Deutsche Börse AG.

Das Mitte Mai aufgelegte Notfallprogramm zum Ankauf von Unternehmensanleihen solle erweitert werden. Zudem würden Spekulationen über weitere öffentliche Gelder in Höhe von 1.000 Milliarden US-Dollar für Infrastrukturmaßnahmen kursieren.

Der Dow Jones Industrial habe es am Montag nach zunächst deutlichen Verlusten mit 25.763 Punkten noch in die Gewinnzone geschafft. Der DAX stehe am Dienstagmittag mit 12.350 Punkten deutlich im Plus. MDAX und EURO STOXX 50 würden um 2,2 und 2,7 Prozent zulegen.

Für Carsten Schröder von der Société Générale hätten die jüngsten Maßnahmen der US-Zentralbank vermutlich das Kaufinteresse an Corporate Bonds im Markit iBoxx USD Liquid Investment Grade Index (ISIN IE00BYXYYJ35 / WKN A2DN9X) beflügelt. Anleger hätten zudem auf in Euro geführte Hochzins-Unternehmensanleihen (ISIN IE00BJK55C48 / WKN A2PNZM) gesetzt.

Zu den meist gekauften Produkten der vergangenen Tage würden bei Leif Österwind Tracker des Stoxx Global Select Dividend 100 gehören. Am Beispiel von ETFs, die sich am MSCI World orientieren würden, erkenne der Händler von Lang & Schwarz bei seinen Kunden ein derzeit wiederkehrendes Muster. "In Abwärtsphasen bauen Anleger tendenziell Positionen auf." In Zeiten von Kurszuwächsen würde eher abgewartet. Eine etwas abgewandelte Herangehensweise sehe Österwind mit Blick auf DAX-ETFs. Fallende Kurse würden ebenfalls zumeist als günstige Gelegenheit zum Einstieg gewertet. "Steigende Notierungen sichern Anleger häufiger mit Short-Produkten ab."

Schröder melde überwiegende Positionierungen in MSCI World Small Caps-ETFs. Investoren, die Ausschläge an den Aktienbörsen abfedern und gleichzeitig breit gestreut investieren möchten, hätten unterm Strich zu Aktien aus Industrieländern weltweit im MSCI World Minimum Volatility gegriffen.

Anleger hätten sich dagegen in Summe von MSCI World Value Factor-ETFs von iShares getrennt, die Value-Aktien der Industrieländer rund um den Globus enthalten würden.

Im Geschäft mit Sektor-ETFs würden europäische Immobilien im EPRA Eurozone Price Return Index (ISIN LU0950381748 / WKN A1W15E) und MSCI Europe Materials-Tracker vordere Ränge auf der Kaufseite belegen, wie Schröder berichte. Bankaktien kämen hingegen unter die Räder. Anleger hätten sich unter anderem von Stoxx Europe 600 Banks getrennt.

Mit der jüngsten Ölpreiserholung hätten sich die Kunden von Lang & Schwarz per Saldo mit Unternehmen der Öl- und Gasindustrie im Stoxx Europe 600 Oil & Gas-Tracker eingedeckt. "Das gilt auch für ein WTI Rohöl-ETC (ISIN DE000A0KRJX4 / WKN A0KRJX)", ergänze Österwind. Das amerikanische WTI habe sich seit Wochenbeginn von gut 34 auf über 37 US-Dollar pro Barrel verteuert. Gleichzeitig sei der Preis für die Nordseesorte Brent von rund 37 auf über 40 US-Dollar pro Fass gestiegen. (Ausgabe vom 16.06.2020) (17.06.2020/fc/a/e)





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