ETF-Handel: Kaufen, kaufen, kaufen!


18.11.21 10:00
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Kaufen, kaufen, kaufen - so lautet das Motto im Moment, speziell Aktien aus den USA und weltweit sind gefragt, gerne auch mit gutem ESG-Profil; Themen-ETFs, die auf saubere Energien oder Mobilität der Zukunft setzen, sind ebenfalls der Renner, so die Deutsche Börse AG.

Der Rekordlauf an den Börsen gehe weiter, der DAX sei am Dienstagnachmittag erstmals über 16.222 Punkte gestiegen. "Die Anleger bleiben in Kauflaune, die Aktienmärkte spielen ja mit", erkläre Christian Dürr von Société Générale. Andreas Schröer von Lang & Schwarz berichte von hohen Umsätzen. "Es ist richtig viel los im Moment."

Aktien aller Regionen seien gefragt, besonders aber US-Aktien und MSCI World-Tracker. "Europa hinkt weiter hinter den USA hinterher, da es hier nur wenige schnell wachsende Tech-Konzerne gibt", stelle Hubert Heuclin von BNP Paribas fest. Zudem hätten in der laufenden Quartalsberichtssaison fast 82 Prozent der S&P 500-Unternehmen positiv überrascht, weltweit aber nur 60 Prozent. "Das ist ein Beleg für die beeindruckende Fähigkeit der US-Unternehmen, im aktuellen inflationären Umfeld ihre Margen zu halten oder sogar zu erhöhen", meine der Händler. "Das Motto ist: "America great again".

Gut an kämen laut Heuclin zum Beispiel der iShares Core S&P 500 und der CSIF MSCI USA Small Cap ESG Leaders Blue, der kleine US-Unternehmen mit überdurchschnittlichem ESG-Profil abbilde. Noch beliebter seien aber MSCI World- und MSCI ACWI-ETFs - gerne auch mit ESG-Fokus. Hohe Zuflüsse melde der Händler etwa für den MSCI ACWI ESG Universal Low Carbon Select 5% Issuer Capped (ISIN IE00BDQZMX67 / WKN A2PL57), aber auch den klassischen iShares Core MSCI World. Kunden der Société Générale würden sich ebenfalls meist für globale Aktien-ETFs interessieren, etwa den iShares Core MSCI World und den Xtrackers MSCI World ESG.

Bei Aktien aus der Eurozone würden sich Heuclin zufolge Zu- und Abflüsse die Waage halten, während Dürr einen Käuferüberhang feststelle. "Allerdings sehen wir klar den Switch in ESG-ETFs", bemerke Heuclin. Favoriten seien der Lyxor Net Zero 2050 S&P Eurozone Climate PAB und der Amundi Index MSCI Europe SRI.

Sehr viele Käufe beobachte Schröer von Lang & Schwarz auch für einen Exoten: Den Franklin FTSE India. Der komme seit Jahresanfang auf ein Plus von 40 Prozent. Nichts mehr viel wissen möchten Anleger hingegen von Minimum Volatility-ETFs: So sei der iShares Edge MSCI World Minimum Volatility im großen Stil aus den Portfolios geflogen, wie Heuclin melde.

Im Handel mit Branchen-ETFs drehe sich weiter viel um Tech-Indexfonds. Etwa sei der Xtrackers MSCI World Information Technology derzeit stark gesucht. Der Kurs sei seit Jahresanfang um 37 Prozent gestiegen, auf Dreijahressicht um 36 Prozent im Jahr. Hohe Umsätze melde Dürr außerdem für Gesundheitsaktien (ISIN IE00BM67HK77 / WKN A113FD), mit mehr Käufen als Verkäufen, und für Titel von Goldproduzenten, mit mehr Verkäufen. "Nicht mehr ganz so im Mittelpunkt stehen Finanz- und Energieaktien."

In den Portfolios lande Dürr zufolge auch wieder häufiger der iShares Global Clean Energy. Der 2020 so erfolgreiche ETF, der in diesem Jahr Anlegern lange Zeit Verluste beschert habe, scheine sich nun gefangen zu haben. Sehr beliebt sei auch der Lyxor MSCI Future Mobility ESG Filtered. Der im April 2020 aufgelegte ETF komme in diesem Jahr auf ein Kursplus von 49 Prozent. Er bilde Unternehmen ab, von denen erwartet werde, dass sie "signifikante Einnahmen etwa aus Bereichen wie Elektrofahrzeuge und Komponenten, autonomes Fahren, neue Personen- und Güterverkehrsmethoden, Batterien und gemeinsame Mobilität erzielen", wie Lyxor erkläre.

Im Handel mit Anleihen-ETFs fehle aktuell ein klarer Trend. "Chinas Staatsanleihen tauchen in unseren Umsatz-Top-Ten nicht mehr auf", berichte Dürr. "Auch inflationsgeschützte Anleihen (ISIN LU1390062245 / WKN LYX0U6) scheinen nicht mehr ganz das große Thema zu sein." Auffällig sei allenfalls das Interesse an asiatischen Staatsanleihen in Lokalwährungen (ISIN IE00B6QGFW01 / WKN A1JTNB). Laut BNP Paribas gesucht seien europäische (ISIN IE00B66F4759 / WKN A1C3NE) und US-amerikanische High Yield-Bonds, aber auch Staatsanleihen aus der Eurozone oder Schwellenländern (ISIN IE00B2NPKV68 / WKN A0NECU).

Sehr viel gehandelt würden derzeit Kryptowährungs-ETNs, wie Schröer berichte. Der Bitcoin sei vergangenen Mittwoch auf ein neues Allzeithoch von 68.764 US-Dollar geklettert, am 16. November sei der Kurs auf unter 60.000 US-Dollar eingebrochen. "Die Volatilität ist extrem hoch und mit ihr auch das Handelsaufkommen." Das betreffe nicht nur den Bitcoin, sondern alle Kryptowährungen. Besonders umsatzstark seien laut Schröer Kryptowährungskörbe wie der 21Shares Crypto Basket-ETN. (Ausgabe vom 16.11.2021) (18.11.2021/fc/a/e)





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