ETF-Handel: Einstieg zu günstigen Kursen


06.03.18 16:32
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Nach der schlechten Stimmung an den Aktienmärkten in der vergangenen Woche und einem klaren Verkaufsüberhang bei Aktien-ETFs herrscht in dieser Woche wieder Kauflaune, so die Deutsche Börse AG.

"Wir sehen jetzt wieder überwiegend Zuflüsse", berichte Frank Mohr von der Commerzbank. Laut Bruce Gunn von IMC seien derzeit die angekündigten Strafzölle von Donald Trump und die Italien-Wahl die größten Themen. Allerdings hätten Anleger tendenziell eher abgewartet, welche konkreten Auswirkungen dies haben werde. "Von Panik ist keine Spur."

Während Mohr von einer sehr regen Handelswoche mit 46.000 Transaktionen berichte, würden Florian Lenhart von der UniCredit Group und Bruce Gunn von einer eher ruhigen Woche mit niedrigeren Umsätzen sprechen.

Der DAX habe vergangene Woche deutlich nachgegeben und sei am Freitag wieder unter 12.000 Punkte gerutscht. Auslöser seien Sorgen um steigende Zinsen und einen sich anbahnenden Handelskonflikt mit den USA gewesen. In dieser Woche gehe es aber wieder nach oben. Am Dienstagmittag liege der Index bei 12.235 Zählern. An den US-Börsen sehe es ähnlich aus. Offenbar würden viele Anleger die niedrigen Kurse für einen Einstieg nutzen.

Mohr melde für die vergangene Woche Abgaben in DAX-, EURO STOXX- und S&P 500-Indexfonds. Zuflüsse habe es dem Händler zufolge hingegen in Short-ETFs gegeben, mit denen Anleger auf einen fallenden Index setzen könnten. Lediglich MSCI World- und MSCI Emerging Markets-ETFs seien gekauft worden. Lenhart berichte von einem insgesamt gemischten Bild mit Verkäufen in DAX-ETFs, Käufen in EURO STOXX 50-ETFs und Zu- und Abflüssen in S&P 500- und MSCI Europe-Trackern. Relativ hohe Umsätze habe er in Largecap-ETFs wie dem Xtrackers Switzerland (ISIN LU0274221281 / WKN DBX1SM) beobachtet, in beide Richtungen.

"Die Italien-Wahl bleibt ohne Auswirkungen", bemerke Mohr. MIB-Tracker wie der iShares FTSE MIB hätten am gestrigen Montag anfangs etwas nachgegeben, sich dann aber schnell erholt und lägen jetzt schon wieder auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Einen klaren Trend im Handel mit Branchen-ETFs gebe es nicht. Auf den Abgabelisten hätten laut Commerzbank Banken-ETFs (ISIN DE0006289309 / WKN 628930) gestanden, zugegriffen worden sei hingegen in Technologie-Indexfonds. Von höheren Umsätzen ohne klare Richtung berichte Lenhart bezüglich ETFs, die die US-Finanzdienstleistungs-, US-Informationstechnologie- (ISIN IE00B3WJKG14 / WKN A142N1) und europäische Telekommunikations-Branche abbilden würden.

Auffällig hohe Umsätze würden - neben Banken-ETFs - an der Börse Frankfurt weiterhin Automatisierungs- und Robotik-ETFs wie der iShares Automation & Robotics verzeichnen, laut Umsatzliste für die vergangenen fünf Handelstage. Er habe einen großen Teil seiner Verluste von Ende Januar und Anfang Februar schon wieder wettgemacht. Auf Sicht von einem Jahr komme der ETF auf ein Plus von 22,2 Prozent.

Anleihe-ETFs würden derzeit wenig interessieren, die Umsätze seien den Händlern zufolge niedrig geblieben. Zunehmend Interesse würden US-Inflation Linker-ETFs an sich ziehen, wie Gunn feststelle. "Inflation ist derzeit ein wichtiges Thema für Anleger."

Lenhart berichte von Zuflüssen in kurzlaufende europäische Staatsanleihen, etwa mit dem iShares Euro Govt Bond 1-3yr, und US-Staatsanleihen mit kurzen und mittleren Laufzeiten über den iShares USD Treasury Bond 1-3yr (ISIN IE00B14X4S71 / WKN A0J202) und den iShares USD Treasury Bond 7-10yr. Mohr melde Käufe und Verkäufe in Geldmarktfonds und Käufe von US-Treasuries. (06.03.2018/fc/a/e)





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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
23,765 € 23,665 € 0,10 € +0,42% 20.06./20:54
 
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IE0031442068 622391 23,99 € 19,72 €
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