ETF-Handel: Blick über den Teich


11.10.17 10:38
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Trotz einiger Feiertage berichten Händler von einem anziehenden Geschäft mit Indexfonds, so die Deutsche Börse AG.

"Im Vergleich zur Vorwoche verbuchen wir rund 20 Prozent höhere Handelsaktivitäten, insbesondere der Montag vor dem 3. Oktober war sehr stark", melde Oliver Kilian von der UniCredit.

Ihren Schwerpunkt hätten Anleger auf Aktien entwickelter Märkte gelegt. "Tracker von US-Werten, etwa im S&P 500-Index (ISIN IE00B5BMR087 / WKN A0YEDG, ISIN IE00B3ZW0K18 / WKN A1C5E9), sind mit einem deutlichen Kaufüberhang stark gefragt." Vor dem Hintergrund einer potenziellen steuerlichen Entlastung der US-Wirtschaft hätten der Dow Jones mit 22.803 Punkten und der NASDAQ 100 mit 6.078 Punkten in den vergangenen Tagen abermals neue Rekorde markiert. Auf den Erholungskurs japanischer Aktien hätten Anleger ebenfalls mit Zuspruch reagiert. Unterm Strich seien Produkte auf den MSCI Japan in den Depots gelandet, wie Kilian registriere.

"Mit knapp 40.000 liegt die Anzahl der ETF-Transaktionen bei uns spürbar über dem Durchschnitt der Vorwoche", beschreibe Sophia Wurm von der Commerzbank das Handelsgeschehen. Das dahinterstehende Volumen sei hingegen kaum verändert. DAX-Werte (ISIN LU0274211480 / WKN DBX1DA, ISIN DE0005933931 / WKN 593393) führten unangefochten die Bestenliste an. Bei starken Umsätzen würden beide Seiten gleichermaßen gespielt. Die seit gestern im Vordergrund stehenden Käufe würden nach Ansicht von Wurm wie eine kleine Wiedergutmachung anmuten. Nach dem neuen untertägigen Rekord von 12.996 Punkten am letzten Montag versuche der Deutsche Aktienindex nun die Marke von 13.000 Punkten zu knacken.

Auch Kilian führe DAX-Tracker (ISIN DE0005933931 / WKN 593393, ISIN DE000ETFL011 / WKN ETFL01) sowohl auf der Haben- als auch Sollseite. Einen leichten Verkaufsdruck verbuche die UniCredit bei europäischen Aktien. Investoren hätten sich per Saldo beispielsweise von ihren MSCI Europe- und STOXX Europe 600-Positionen getrennt. Auf die Konflikte zwischen Madrid und Barcelona hätten Anleger zumeist mit Abflüssen aus ETFs (ISIN FR0010251744 / WKN LYX0A6, ISIN LU0592216393 / WKN DBX0HR) reagiert, die sich am IBEX 35-Index orientieren würden.

Schwellenländer würden Wurm zufolge derzeit eine eher untergeordnete Rolle spielen. Auf überschaubarem Niveau hätten sich Anleger von FTSE Emerging Markets-ETFs (ISIN IE00B3VVMM84 / WKN A1JX51) verabschiedet.

Kilian bestätige den vergleichsweise ruhigen Handel mit Aktien aufstrebender Staaten, spreche aber von einem leichten Plus für MSCI Emerging Markets-Produkte (ISIN FR0010429068 / WKN LYX0BX, ISIN FR0010959676 / WKN A1C9B1, ISIN IE00B0M63177 / WKN A0HGWC).

Finanzwerte würden bei der Commerzbank mit einem Anteil von 19 Prozent wie so häufig einen Spitzenplatz im Geschäft mit Branchen-ETFs belegen, wie Wurm informiere. "Zu- und Abflüsse halten sich dabei in etwa die Waage." Dem gegenüber würden Automobil- und Technologiewerte stark gekauft. "Aktien von Autobauern haben sich in den vergangenen Wochen gut entwickelt", begründe die Händlerin. Defensivere Zweige wie die Grundstoffe-Industrie etwa im STOXX Europe 600 Basic Resources (ISIN FR0010345389 / WKN LYX0AX, ISIN DE000A0F5UK5 / WKN A0F5UK) stünden hingegen unterm Strich zur Disposition. Ebenso hätten sich Anleger zu 90 Prozent von ihren STOXX Europe 600 Food & Beverage-ETFs verabschiedet.

Kilian registriere Zuflüsse für Banken und andere Finanzwerte. Seine Kunden hätten dabei aber hauptsächlich auf Tracker des S&P Financials Select Sector Index (ISIN IE00BWBXM500 / WKN A14QB1) gesetzt, der Finanzaktien aus dem S&P 500 enthalte.

Mit rund 7 Prozent vom Gesamtaufkommen lägen ETFs mit festverzinslichen Werten Wurm zufolge bei der Commerzbank unter dem Durchschnitt. Rege Nachfrage in beide Richtungen mache die Händlerin nach Produkten auf den Barclays Capital Emerging Markets Local Currency Liquid Government Index (ISIN IE00B4613386 / WKN A1JJTV) aus, der Staatsanleihen von Schwellenländern in lokaler Währung enthalte. Diese Gattung (ISIN IE00B4613386 / WKN A1JJTV) belege auch in Kilians Statistik einen vorderen Rang. "Bei uns dominieren die Zuflüsse." Auffällig viele Anleger hätten sich zudem von ihren britischen Gilts verabschiedet, während es bei europäischen Staatsanleihen in beide Richtungen gehe. (Ausgabe vom 10.10.2017) (11.10.2017/fc/a/e)





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IE00B5BMR087 A0YEDG 256,18 $ 211,91 $
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