Deka-TeleMedien TF-Fonds: 02/2018-Bericht, Übernahmeaktivitäten setzen die größten Ausrufezeichen - Fondsanalyse


13.03.18 10:30
Deka Investment

München (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des Investmentfonds Deka-TeleMedien TF ist mittel- bis langfristiger Kapitalzuwachs durch eine positive Entwicklung der Kurse der im Fonds enthaltenen Vermögenswerte, so die Experten von Deka Investment.

Dem Fonds liege ein aktiver Investmentansatz zugrunde. Mit diesem verfolge das Fondsmanagement die Strategie, das Anlageziel durch eine risikogestreute, weltweite Anlage hauptsächlich in Aktien von Unternehmen zu erreichen, die ihre Umsatzerlöse oder ihr Jahresergebnis überwiegend im Telekommunikations- und/oder Medienbereich (einschließlich Internet) erzielen würden. Um den Erfolg des Aktienauswahlprozesses zu bewerten, werde der Deka Telemedia Index in EUR (cust. calculated by MSCI) verwendet.

Der Fonds lege mindestens 51% seines Wertes in Kapitalbeteiligungen i.S.d. § 2 Abs. 8 InvStG an. Weiterhin könnten Geschäfte in von einem Basiswert abgeleiteten Finanzinstrumenten (Derivate) getätigt werden.

Im Februar hätten Übernahmeaktivitäten die größten Ausrufezeichen gesetzt. TDC habe ein Übernahmeangebot von Finanzinvestoren erhalten. Zudem sei zuletzt Comcast in den Bieterkampf um Sky eingestiegen. Zuvor habe Fox versucht, seinen Anteil an Sky auf 100% auszudehnen, während Fox seinerseits in das Visier von Walt Disney geraten sei. Bei Sky sei der Fonds weiterhin nicht investiert, da das Fondsmanagement das Geschäftsmodell nicht als nachhaltig einschätze. Entsprechend sei auch Comcast in diesem Kontext leicht reduziert worden.

Am finnischen Mobilfunkmarkt habe DNA exzellente Zahlen berichtet. Der Aktienkurs sei daraufhin immens gestiegen, sodass das Fondsmanagement eine Teilposition in den ebenfalls erfolgreichen Mitbewerber Elisa getauscht habe. Schließlich habe Deka-TeleMedien das Gewicht in Time Warner erhöht, während bei RELX erste Gewinnmitnahmen erfolgt seien.

Im Telekommunikationsbereich erwarte das Fondsmanagement eine verbesserte Monetarisierung des steigenden mobilen Datenkonsums. In Europa würden hiervon etwa Vodafone, Elisa und Deutsche Telekom profitieren; in den USA T-Mobile und in den Emerging Markets unter anderem Bharti Airtel. Gut ausgebaute Netze würden auch im Festnetz eine wichtige Grundlage für die vom Kunden geforderten Übertragungsgeschwindigkeiten bilden. Attraktivstes Investment in diesem Zusammenhang sei Comcast.

Im Internetsektor seien die sozialen Netze von Facebook und Tencent dank ihres hohen Werbewachstums vertreten. Die Favoriten im Mediensektor würden von Walt Disney und CBS in den USA bis hin zu RELX und SES in Europa reichen. Im payTV-Segment werde es aus Sicht des Fondsmanagements mittelfristig sehr schwer, für die Bündelung von Inhalten Premiumpreise zu erzielen. Daher würden Sky, Shaw, Vivendi, Televisa und Dish sowie der TV-Sender Viacom gemieden.

Der Fonds habe im Februar von der Akzentuierung der Ascential-Aktie wie auch von der geringen Berücksichtigung von Liberty Global profitiert. Dagegen hätten die Vermeidung der Sky-Aktie sowie die verhältnismäßig hohe Gewichtung von Comcast belastet.

Die internationalen Aktienmärkte hätten im Februar in der Gesamtheit Kursabschläge verzeichnet. Die noch im Januar vorherrschende Sorglosigkeit bei den Investoren habe direkt zu Monatsbeginn in Nervosität umgeschlagen und in einem spürbaren Verkaufsdruck über nahezu alle Regionen gemündet. Als Hauptgründe für den dynamischen Rückgang seien die seit Monaten anhaltend hohen Bewertungsniveaus vieler Aktienindices, einseitige Positionierungen der Marktteilnehmer und die Unsicherheit in Hinblick auf ein vorzeitiges Ende der lockeren Zinspolitik der großen Notenbanken angeführt worden. Im weiteren Monatsverlauf hätten zudem die Sorgen um zunehmend protektionistische Handelspolitiken belastet, ausgehend von den USA, Indien und China.

Bei der Betrachtung des MSCI World Index hätten im Berichtsmonat sowohl USD-Investoren (-4,1%) als auch Euro-Investoren (-2,1%) einen Abschlag verbuchen müssen. Aufgrund des schwächeren Euro (-2,1% auf 1,2196 USD) sei dieser im Vergleich für Letztere jedoch deutlich geringer ausgefallen. Im Detail hätten sich Medienwerte - Referenz sei hier der MSCI World Media Index in USD - mit -6,2% und Telekommunikationswerte - gemessen am MSCI World Telecommunications Services Index ebenfalls in USD - mit -5,8% schlechter entwickelt als der breite Markt.

Auf Unternehmensebene zeichne sich bei der Übernahme des Mediengeschäfts von 21st Century Fox ein Bieterwettstreit ab. Das zuvor durch Walt Disney abgegebene Übernahmeangebot - in Höhe von 52 Mrd. USD - für das gesamte Mediengeschäft werde nun durch ein einzelnes Angebot des Kabelnetzbetreibers Comcast für den Pay-TV-Anbieter Sky gestört. Comcast biete allein für Sky 31 Mrd. USD und stelle Walt Disney damit vor einige Herausforderungen. Das Medienunternehmen müsse nun nämlich entscheiden, ob man bei dem selbstbetitelten Kronjuwel Sky bereit sei, einen potenziellen, kostspieligen Bieterwettstreit einzugehen oder es sinnvoller wäre, auf den Pay-TV-Anbieter zu verzichten. (Stand vom 12.03.2018) (13.03.2018/fc/a/f)





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