DWS Top Dividende LD-Fonds: 01/2021-Bericht, Engagement in Versorgern und Energie erhöht - Fondsanalyse


22.02.21 13:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der DWS Top Dividende LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Dr. Thomas Schüssler, Fondsmanager bei DWS.

Das Management investiere weltweit in Aktien, vorrangig hochkapitalisierte Werte, die eine höhere Dividendenrendite als der Marktdurchschnitt erwarten lassen würden.

Im Januar seien die globalen Aktienmärkte von hoher Volatilität gekennzeichnet gewesen. Obwohl sie anfangs ihren Aufwärtstrend der letzten Monate fortgesetzt hätten, hätten die Märkte den Monat mit +0,39% beinahe unverändert beendet (gemessen am MSCI World in EUR). Während die erste Monatshälfte von Optimismus über den Beginn der Impfungen gegen COVID-19 geprägt gewesen sei, sei die zweite Hälfte von Sorgen über mögliche Lieferverzögerungen und logistische Herausforderungen, die Wirksamkeit der verschiedenen Impfstoffe gegen die Mutationen des Virus und politische Diskussionen um die Stürmung des US-Kapitols und die Amtseinführung von Präsident Joe Biden bestimmt worden.

Für zusätzliche Volatilität hätten zudem spekulative Geschäfte von Privatanlegern gegen Ende des Monats gesorgt. Die Schwellenländer seien mit einem Plus von 4,50% im Januar erneut die Region mit der besten Wertentwicklung gewesen. Die USA seien ebenfalls stark gewesen, wobei der S&P 500 +0,92% zugelegt habe. Auch Japan habe überdurchschnittlich abgeschnitten, wobei der Nikkei 225 um +0,69% zugelegt habe. Die schwächste Region sei Europa gewesen: Der EURO STOXX 50 sei um -2,36% gesunken, der deutsche DAX um -2,08% und der UK FTSE 100 um -0,18%. Währungsbewegungen zwischen USD und EUR hätten im Laufe des Monats positive Auswirkungen für Euro-Anleger gehabt. (Angaben zur Wertentwicklung jeweils in EUR).

Auf Sektorebene habe Energie mit +3,51% in EUR auf relativer Basis die beste Wertentwicklung geliefert. Gesundheitswesen habe mit +2,97% ebenfalls eine überdurchschnittliche Wertentwicklung verzeichnet. Auf relativer Basis hätten sich Industrie und defensiver Konsum mit einem Minus von 1,52% bzw. 2,98% in EUR im Monatsverlauf am schlechtesten entwickelt. Der US-Dollar habe im Januar um +0,72% angezogen (gemessen am US-Dollar Index). Im Währungsbereich habe der Euro um -0,65% gegen den US-Dollar und um -0,92% gegen das Britische Pfund abgewertet, während er gegenüber dem Japanischen Yen um +0,75% aufgewertet habe. Der Ölpreis (WTI) habe seine Erholung im Januar fortgesetzt und sei um +7,58% in EUR gestiegen. DWS Top Dividende sei im Januar um +1,47% gestiegen.

Die Experten hätten im Januar ihr Engagement in Versorgern und Energie erhöht. Im Gegensatz dazu hätten sie ihr Engagement in Finanzwerten und defensivem Konsum verringert. Im Laufe des letzten Monats habe sich die Kasseposition der Experten erhöht. Der Investitionsgrad des Fonds habe sich allerdings nicht wesentlich verändert. Insgesamt sei die Kasseposition der Experten immer noch recht hoch (etwa 10% unter Berücksichtigung von Anleihen, die die Experten als Kasseersatz halten würden). Die Experten würden auf weitere Chancen zur Erhöhung ihres Investitionsgrads warten.

Auf Sektorebene hätten positive Beiträge zur Wertentwicklung aus dem Übergewicht in Energie und dem Untergewicht in Industrie gestammt. Zusätzlich habe die Einzeltitelauswahl in Informationstechnologie und Grundstoffen einen positiven Beitrag zum relativen Ertrag gebracht. Die Einzeltitelauswahl in Gesundheitswesen und das Übergewicht in defensivem Konsum hätten im Vergleich zum allgemeinen Markt den höchsten negativen Beitrag geliefert. Auch wenn sich die Experten auf relative Erträge und Gewichtungen beziehen würden, sei der breite Markt nicht als Benchmark für den Fonds anzusehen. Auf Einzeltitelebene hätten die größten positiven Beiträge von Taiwan Semiconductor Manufacturing, NextEra Energy und BHP Group erzielt werden können. Allianz, PepsiCo und Procter & Gamble hingegen hätten die Wertentwicklung belastet.

In letzter Zeit habe der Fokus der Finanzmärkte fast vollständig auf Nachrichten zum COVID-19-Ausbruch gelegen. Längerfristige Quarantänemaßnahmen hätten zu einer Konjunkturverlangsamung, Rekordschuldenständen und einer Schwächung des Arbeitsmarktes geführt. Im Gegensatz dazu würden massive monetäre und fiskalische Maßnahmen die Weltwirtschaft stützen. Darüber hinaus habe die allmähliche Wiederöffnung der Wirtschaft in Kombination mit sich verbessernden Konjunkturindikatoren für Optimismus an den Finanzmärkten gesorgt. Dem stehe jedoch eine "zweite Welle" von Infektionen gegenüber, die aktuell Anlass zu immer neuen Lockdown-Maßnahmen gebe.

Die Ausbreitung des COVID-19-Virus werde sehr genau beobachtet und könne zu weiteren Schwankungen an den globalen Aktienmärkten führen. Durch die im Dezember 2020 begonnenen Impfungen bestehe Hoffnung auf ein absehbares Ende der Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen. In diesem volatilen und unsicheren Marktumfeld würden die Experten einmal mehr ganz bewusst auf strenge Auswahl setzen und sich dabei auf solide Bilanzen, hohe freie Cashflows und nachhaltige Dividenden konzentrieren. Da sich durch die Maßnahmen der Zentralbanken auch das historisch niedrige Zinsniveau verfestigt habe, würden Aktien aufgrund des Mangels an Alternativen nach Erachten der Experten langfristig notwendig und attraktiv bleiben. Dies sollte die Aktienmärkte zumindest strategisch stützen.

Zudem seien die Experten nach wie vor der festen Überzeugung, dass die Bedeutung von Dividendenzahlungen als Komponente des Gesamtertrags bei anhaltenden Niedrigzinsen weiter steige. Die Experten würden erwarten, dass der Renditebeitrag der Dividenden über dem historischen Durchschnitt liegen werde, da bei vielen Aktien die Dividendenerträge bereits weit über den Renditen der entsprechenden Unternehmensanleihen lägen. (Stand vom 31.01.2021) (22.02.2021/fc/a/f)






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