DWS Smart Industrial Technologies LD-Fonds: Zukunftstechnologien - Die Wachstumswerte profitieren von Covid-19


08.02.21 11:00
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Krise als Chance: Die erzwungene soziale Distanz hat die digitale Transformation beschleunigt, so die Experten der DWS.

Dieser Trend dürfte sich auch für Wachstumsaktien aus dem Industriesektor auszahlen.

Könne man der Corona-Pandemie etwas Positives abgewinnen? Eines sicherlich: Die erzwungene soziale Distanz habe einen Schub bei der Digitalisierung ausgelöst - nicht nur bei den Verbrauchern, sondern auch in der Wirtschaft. Und das könnte aus Sicht der Anleger vor allem Wachstumsaktien zugutekommen.

In einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom hätten mehr als 80 Prozent der Unternehmen angegeben, dass die Digitalisierung für die eigenen Geschäftsprozesse und die Wirtschaft insgesamt an Bedeutung gewonnen habe. Die Folge: Neue Softwarelösungen und eine leistungsfähige digitale Infrastruktur würden nun mehr denn je benötigt, um die Vielzahl an Videokonferenzen, das vermehrte Arbeiten von zu Hause oder die Online-Weiterbildung der Mitarbeiter während und sicherlich auch noch nach der Pandemie zu gewährleisten.

"Mit Corona läuft die Digitalisierung insgesamt schneller", sei auch Marcus Poppe überzeugt, der den Fonds DWS Smart Industrial Technologies LD manage. Seiner Meinung nach gebe der Trend auch der Automatisierung der Industrie weiteren Vortrieb. "Das Ziel einer zunehmend smarten Industrie ist es, Menschen, Maschinen und industrielle Prozesse eng über das Internet zu vernetzen, um die Produktion zu flexibilisieren und schneller auf Kundenwünsche oder veränderte Rahmenbedingungen reagieren zu können", erläutere er.

Hier setze der DWS Smart Industrial Technologies an: Er investiere in Aktien von internationalen Unternehmen, die einen Großteil ihrer Umsätze in Wachstumsfeldern erzielen würden. Dazu würden etwa die Bereiche Medizintechnik, Energieeffizienz und Fabrikautomatisierung, genauso wie die Segmente Infrastruktur oder E-Commerce zählen.

"Wir legen den Schwerpunkt auf Unternehmen, die besonders von den gerade stattfindenden technologischen Durchbrüchen profitieren, ohne uns auf eine bestimmte Branche zu fokussieren", sage Poppe. "Das Segment Digitalisierung und Datensicherheit bilden wir zum Beispiel mit Chip- und Softwareunternehmen ab, die ihre Produkte hauptsächlich auf industrielle Anwendungen zugeschnitten haben", füge er hinzu.

Im vergangenen Jahr habe sich die Beimischung von wachstumsstarken Technologie-Aktien ausgezahlt, die monatelang zu den großen Gewinnern der Covid-19-Pandemie gezählt hätten. Angesichts der ansonsten aber breiten Branchengewichtung charakterisiere Poppe den Fonds aber insgesamt als zyklisches Investment, das sich tendenziell im Einklang mit der wirtschaftlichen Entwicklung bewege.

Auch die häufig als klassische Wachstumswerte bezeichneten Technologiefirmen nehme er nicht gänzlich davon aus: "Die großen Tech-Player agieren natürlich in klassischen Wachstumsfeldern, aber man sollte die Zuwachsraten der Vergangenheit nicht einfach in die Zukunft fortschreiben", rate er. Auch bei ihnen dürfte sich das Wachstum eines Tages verlangsamen, und so zu einer eher zyklischen Kursentwicklung der Aktien führen.

Ohnehin sei 2020 ein ungewöhnliches Jahr gewesen, wenn man sich die Kursentwicklung bestimmter Branchen ansehe. "Medizintechnik gilt angesichts der überalternden Bevölkerung in den Industrieländern eigentlich als defensiver und wenig zyklischer Sektor. Im vergangenen Jahr jedoch waren die Krankenhäuser hauptsächlich mit der Bewältigung von Covid-19 beschäftigt, so dass Anschaffungen neuer Großgeräte wie etwa Computertomographen verschoben wurden", sage Poppe. Ähnliches gelte für die Bereiche Infrastruktur und Gebäudetechnik oder Energieeffizienz, die historisch gesehen eigentlich nicht stark vom Auf und Ab der Wirtschaft betroffen seien. Covid-19 habe aber auch in diesen Branchen mitunter heftige Kursschwankungen ausgelöst.

Nach dem starken Lauf im vergangenen Jahr sei der klassische Technologiesektor an der Börse inzwischen recht hoch bewertet, sodass Poppe nun gute Chancen bei den Zukunftstechnologien im eher klassischen Industriesektor sehe. "Dort sind die Bewertungen absolut gesehen zwar auch nicht günstig, aber relativ zum Gesamtmarkt haben die Titel Nachholpotenzial", resümiere er. Vor allem, wenn der Konjunkturmotor in diesem und nächsten Jahr wieder auf höheren Touren laufe. Die Chancen dafür stünden gut, weil die Notenbanken weltweit die Zinsen niedrig halten würden und in den USA sowie Europa billionenschwere Hilfspakete für die Wirtschaft zur Verfügung stünden. (Ausgabe vom 04.02.2021) (08.02.2021/fc/a/f)





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