DWS Invest SDG Global Equities LD-Fonds: 12/2020-Bericht, Wertentwicklung u.a. durch Kassenhaltung beeinflusst


02.02.21 14:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Aktienfonds DWS Invest SDG Global Equities investiert in Unternehmen, die einen positiven Beitrag zur Erreichung mindestens eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (Sustainable Development Goals, sog. SDG) leisten, so Paul Buchwitz, Fondsmanager bei DWS.

Im Gesamtportfolio des Fonds werde angestrebt, dass durchschnittlich 50% der Unternehmenserträge zur Erreichung der 17 Ziele beitragen würden. Alle im Fonds enthaltenen Unternehmen würden zusätzlich die definierten ESG - Standards der DWS erfüllen.

Im Dezember hätten globale Aktienmärkte erneut deutlich an Wert zulegen können. Ein Haupttreiber der positiven Entwicklung sei der erfolgreiche Beginn der Impfungen gegen Covid-19 gewesen, die in vielen Ländern gestartet worden seien. Die Hoffnung auf eine Herdenimmunität und die baldige Rückkehr zur Normalität im Alltag habe die Märkte beflügelt, auch wenn die wirtschaftlichen Frühindikatoren gemischt ausgefallen seien. In den USA sei ein weiteres Hilfspaket verabschiedet worden, was als wichtiger wirtschaftlicher Impuls diene und nicht nur die Privatpersonen, sondern auch die Unternehmen unterstütze.

In Europa hätten die Brexit-Verhandlungen im Vordergrund gestanden, die sich einem erfolgreichen Abschluss bzw. Einigung zum Monatsende genähert hätten, was sich sehr zur Freude der Anleger ausgewirkt habe. So habe der wichtige US-amerikanische Aktienmarkt, gemessen am S&P 500 (in US-Dollar), um 3,7% zugelegt. Zudem seien amerikanische Werte aus europäischer Sicht vom schwächeren US-Dollar belastet worden. Dagegen habe der europäische Aktienmarkt, gemessen am MSCI Europe, um 2,3% zulegen können und die Börse in Großbritannien um 3,1% (FTSE 100 Index in GBP). Der TOPIX Index (in Yen), der den japanischen Markt repräsentiere, sei um 2,8% gestiegen, während die Schwellenländer einen deutlicheren Anstieg verspürt hätten, der MSCI Emerging Markets sei um 7,2% (in US-Dollar) gesprungen.

Auf sektoraler Basis hätten besonders zyklische Sektoren überzeugen können. Neben Technologieunternehmen hätten zyklische Konsumwerte den größten Zuwachs verbucht. Außerdem habe der Finanzsektor deutlich an Wert gewinnen können, was erneut von den Banken getrieben worden sei. Hier trage die Hoffnung auf eine baldige wirtschaftliche Erholung zu den Kursgewinnen bei. Dagegen sei die Wertentwicklung bei defensiven Sektoren wie Basiskonsum, Immobilien und Versorger unterdurchschnittlich ausgefallen. Am Rohstoffmarkt habe Gold die Verluste aus dem Vormonat aufholen können.

Bei der Konstruktion des Portfolios wurde berücksichtigt, dass wir uns wahrscheinlich eher am Ende, als am Anfang des Konjunkturzyklus befinden, so die Experten der DWS. Spätzyklische Sektoren wie Versorger und Gesundheitswerte seien im Portfolio stärker gewichtet als beispielsweise im MSCI World All Country. Zudem bestehe das Portfolio, gemessen an der Marktkapitalisierung, aus über 60% großen und sehr großen Unternehmen. Diese Unternehmen würden meist über ein regional breit diversifiziertes Produktportfolio und ausreichend Ressourcen verfügen, um auch einen zyklischen Abschwung gut zu überstehen. Grundsätzlich aber liege der Fokus auf Aktien von Firmen mit nachhaltigen, wachstumsorientierten Geschäftsmodellen, soliden Bilanzen, starken Managements und attraktiven Bewertungen.

Darüber hinaus werde darauf Wert gelegt, dass diese Unternehmen einen signifikanten Beitrag zu den UN Nachhaltigkeitszielen leisten könnten. Im Dezember hätten die Experten nach sehr guter Wertentwicklung bei der Pfizer Gewinne realisiert und diese Position komplett verkauft. Damit hätten sie auch das Gewicht im relativ defensiven Gesundheitssektor etwas reduziert. Unternehmen wie Smurfit Kappa (nachhaltiger Verpackungshersteller) oder UPM-Kymmene (nachhaltiger Papierhersteller) mit eher zyklischem Charakter seien dagegen weiter aufgestockt worden. Beide Unternehmen würden potenziell zum UN Nachhaltigkeitsziel 12 "Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster" beitragen.

Der DWS Invest SDG Global Equities habe im Dezember 3,04% zugelegt und damit vor dem MSCI Welt all country (total return, in Euro) gelegen, der im gleichen Zeitraum 1,65% an Wert gewonnen habe. Ein Teil dieser Differenz sei durch die unterschiedlichen Bewertungszeitpunkte am Monatsbeginn zu erklären. Im Jahr 2020 habe der Fonds 16,57% zugelegt und damit deutlich vor dem MSCI World all country (total return, in Euro) gelegen, der im gleichen Zeitraum 6,58% gewonnen habe. Die relative Wertentwicklung des Fonds sei im Berichtsmonat sowohl durch die Kassenhaltung von ca. 7% als auch durch die Sektorallokation sowie die Einzeltitelselektion beeinflusst worden.

Haupttreiber der anhaltenden Erholung an den Aktienmärkten sei die Hoffnung auf ein absehbares Ende der Pandemie gewesen, da im Dezember mit den Impfungen gegen das Virus begonnen worden sei. Das leichte Untergewicht von Technologieaktien sei nicht von Vorteil gewesen im abgelaufenen Monat, allerdings habe dieser Nachteil durch die Einzeltitelauswahl überkompensiert werden können. Aktien von Solar- und Batterietechnologieunternehmen hätten dabei positiv zur Wertentwicklung beigetragen.

Das Übergewicht des Versorgungs- und Industriesektors sei im Dezember nicht von Vorteil gewesen, aber in beiden Fällen habe dieser Nachteil auch hier durch die Aktienselektion deutlich überkompensiert werden können. Insbesondere Aktien mit einem Umweltbezug, zum Beispiel "grüne" Versorger oder Industrieunternehmen aus dem Bereich Windkraft, hätten von einer starken Investorennachfrage profitieren können. Auf der anderen Seite habe weder das relativ höhere Gewicht in den defensiven Sektoren wie Gesundheit und Immobilien, sowie die Titelauswahl innerhalb dieser Sektoren positiv zur relativen Wertentwicklung beigetragen. Im Gegensatz dazu seien das Untergewicht und die Selektion im eher defensiven Basiskonsumsektor im Dezember von Vorteil gewesen.

Trotz Verunsicherungen sowohl über weitere politische Ereignisse und über die Konjunkturlage in den wichtigsten Ländern sei das Gesamtbild weiterhin verhalten konstruktiv. Die Entwicklung der Covid-19-Pandemie werde genau beobachtet und könne zu weiteren Schwankungen an den globalen Aktienmärkten führen. Durch die im Dezember begonnenen Impfungen bestehe Hoffnung auf ein absehbares Ende der Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen. Zusätzlich würden sowohl massive geldpolitische als auch fiskalpolitische Maßnahmen die Weltwirtschaft weiterhin unterstützen, was auch den Aktienmärkten zu Gute komme. Entscheidend für das globale Wachstum würden die Effektivität der Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus sowie die Dauer dieser Krise sein. Die Hoffnungen auf eine konstruktive Lösung im globalen Handelsstreit hätten sich verbessert.

Außerdem bleibe die Situation in Europa genau zu beobachten, wo neben der Covid-19-Pandemie auch die Auswirkungen des Brexit auf das Wirtschaftswachstum noch unklar seien. Die Schwellenländer stünden weiterhin vor großen Herausforderungen, sollten jedoch aller Voraussicht nach ein, wenn auch eher mittelfristiger Treiber der Weltkonjunktur bleiben. Kurzfristige Schwankungen bei Schwellenländer-Investments würden sicher auch für die Zukunft zu erwarten sein.

Ein anderer Aspekt komme hinzu: Die Zinsen würden historisch gesehen weiterhin niedrig bleiben. Für Anleger auf der Suche nach "Rendite" würden Aktien daher aus Mangel an Anlagealternativen notwendig bleiben und könnten zumindest strategisch die Aktienmärkte weiter unterstützen. Voraussetzung dafür sei eine weiterhin expansive Geldpolitik der Zentralbanken. Entsprechende Zuflüsse zu Aktienfonds oder Änderungen der Vermögensallokation bei Versicherungen und Pensionsfonds seien deswegen weiterhin genau zu beobachten. (Stand vom 31.12.2020) (02.02.2021/fc/a/f)






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