DWS Invest ESG Equity Income LD-Fonds: 12/2020-Bericht, hinter dem breiteren Markt zurückgeblieben


01.02.21 16:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Invest ESG Equity Income LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Martin Berberich, Fondsmanager bei DWS.

Das Management berücksichtige bei der Aktienselektion in hochkapitalisierte globale Unternehmen ein gutes ESG Rating (Faktoren hinsichtlich Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung), Ausschlusskriterien, CO2 Rating und Normeneinhaltung sowie eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, ein prognostiziertes Dividendenwachstum und eine angemessene Ausschüttungsquote.

Im Dezember seien die globalen Aktienmärkte weiter angestiegen. Auftrieb hätten sie durch den Optimismus über die beginnende Einführung mehrerer erfolgreicher Impfstoffe gegen Covid-19 erhalten, der Sorgen über eine drohende zweite/dritte Infektionswelle und eine schleppende Wirtschaft mit immer noch hoher Arbeitslosigkeit verdrängt habe. Darüber hinaus seien die Zentralbanken weltweit unterstützend geblieben, und in den USA sei in überparteilicher Zusammenarbeit eine Einigung für weitere Konjunkturmaßnahmen erzielt worden. In Europa sei ein Brexit-Abkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich geschlossen worden.

Auf Regionsebene hätten die Schwellenländer stark zugelegt und die Industrieländer übertroffen, angetrieben von starken Zuwächsen in Lateinamerika, Osteuropa und Teilen Asiens, während das zuvor pandemie-resistentere China zurückgeblieben sei. Länder mit Schwerpunkt auf Rohstoffexporten (z.B. Russland, Brasilien, Australien, Südafrika) und zyklischer Technologie (z.B. Taiwan, Korea) hätten eine starke Wertentwicklung gezeigt. Auf Sektorebene hätten zyklische Branchen wie Grundstoffe, Finanzwerte, Technologie und zyklischer Konsum am besten abgeschnitten. Defensive Sektoren wie Versorger und Basiskonsumgüter hätten sich nur unterdurchschnittlich entwickelt.

Der Fokus der Strategie des Fonds liege auf Unternehmen mit überdurchschnittlichen, wachsenden und nachhaltigen Dividendenzahlungen, soliden Bilanzen, guten Managementteams und attraktiv bewerteten Aktien. Zusätzlich müssten die Unternehmen auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie unter Aspekten der guten Unternehmensführung ein überdurchschnittliches Profil aufweisen. Dabei würden die Experten diejenigen Unternehmen auswählen, die im sektoralen und regionalen Vergleich hinsichtlich der untersuchten Nachhaltigkeitskriterien besonders gut abschneiden würden.

Bestimmte Industrien, die ihren Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprechen würden, wie z.B. Rüstungshersteller oder Tabakkonzerne, würden die Experten komplett aus ihrem Investmentuniversum ausschließen. Das Fondsmanagement achte weiterhin besonders auf eine insgesamt defensive strategische Ausrichtung des Fonds. Die sektoralen Schwerpunkte des Fonds lägen daher in defensiven Bereichen wie Basiskonsumgüter, Gesundheitswesen, Telekommunikation und Versorger.

Außerdem setze das Fondsmanagement auch auf nachhaltige strukturelle Wachstumstrends, wie z.B. erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder natürliche Inhaltsstoffe. Die grundsätzliche Positionierung des Fonds sei langfristig ausgerichtet und verändere sich daher im Laufe eines Monats nur graduell. Im Verlauf des Monats hätten die Experten unter anderem die Positionen in Pearson, Ahold Delhaize, Texas Instruments, Rockwool, Procter & Gamble, Hasbro, Microsoft, Sonova, Rentokil, Croda, Citrix und National Grid erhöht. Ihr Engagement in Neste, NTT und Baker Hughes hätten sie verringert. Die Experten hätten sich von Intel getrennt.

Der Fonds habe in diesem Monat ein Plus verbucht und sei - entsprechend seiner defensiven Positionierung - hinter dem breiteren Markt zurückgeblieben. Die Allokation habe sich vor allem aufgrund der Übergewichtung in Versorgern und der Untergewichtung in Informationstechnologie und zyklischem Konsum negativ ausgewirkt. Dies sei zum Teil durch einen positiven Beitrag aus dem Untergewicht in Immobilien und Industrie ausgeglichen worden. Die Titelauswahl sei in Summe negativ gewesen. Die positiven Beiträge von Versorgern seien indes durch höhere negative Beiträge aus Finanzen (Schwerpunkt auf defensivere Versicherer gegenüber zyklischeren Banken), Kommunikationsdienstleistungen, Gesundheitswesen und Grundstoffen aufgezehrt worden.

Auf Einzeltitelebene seien die besten Werte der österreichische Energieversorger Verbund, der Bekleidungshersteller adidas, das Spezialchemieunternehmen Croda und der Windparkentwickler Orsted gewesen. Besonders schwach hätten das Energieinfrastrukturunternehmen Pembina, der Rückversicherer Hannover Rück, das Pharmaunternehmen Sanofi und der Reifenhersteller Bridgestone abgeschnitten.

Die weltweite Corona-Pandemie beherrsche nach wie vor die Schlagzeilen, während zwei gegensätzliche Kräfte den Markt bestimmen würden: Einerseits leide die Wirtschaft unter einem historisch beispiellosen Schock, der durch politisch verordnete Coronavirus-Restriktionen ausgelöst worden sei und zu Rekordniveaus bei Verschuldung und Arbeitslosigkeit geführt habe. Neue Infektionswellen würden immer mehr Länder erneut in den Lockdown zwingen. Auf der anderen Seite werde der Markt durch beispiellose monetäre und fiskalische Anreize, welche die Kurse steigen lassen würden, eine beginnende Erholung in China sowie durch den Optimismus in Bezug auf ein allmähliches Wiederanlaufen der Weltwirtschaft in der Hoffnung auf Impfstoffe zur Überwindung der globalen Pandemie befeuert.

Rezession, hohe Arbeitslosigkeit, Kreditausfälle und geringere Unternehmensgewinne 2020/21 scheinen unvermeidbar, aber eine mittelfristige Lockerung der Restriktionen, geld- und fiskalpolitische Unterstützung, die Einführung von Impfstoffen gegen das COVID-19-Virus und eine graduelle Rückkehr zur Normalität in zahlreichen Ländern geben Anlass zu verhaltenem Optimismus, so die Experten der DWS. In diesem volatilen und von Unsicherheit geprägten Marktumfeld, bei dem zudem in zahlreichen Segmenten des Marktes sehr ehrgeizige Bewertungen zu sehen seien, halte das Fondsmanagement an seiner grundsätzlich defensiven Anlagestrategie fest. Die Zinsen würden weltweit auf historisch niedrigen Niveaus bleiben. Für Anleger auf der Suche nach regelmäßigen Erträgen und der Aussicht auf langfristigen Wertzuwachs würden Dividendenaktien daher weiterhin attraktiv bleiben. Dividendenrenditen, die bei vielen Aktien über den Renditen der entsprechenden Unternehmensanleihen lägen, würden aus Sicht der Experten zur Attraktivität einer konservativen Dividendenstrategie mit attraktivem Rendite-/Risikoverhältnis beitragen. (Stand vom 31.12.2020) (01.02.2021/fc/a/f)





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