DWS Invest ESG Equity Income LD-Fonds: 03/2019-Bericht, insgesamt defensive Ausrichtung beachtet - Fondsanalyse


09.05.19 13:30
DWS

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Der Fonds DWS Invest ESG Equity Income LD bietet eine Aktienanlage mit Chance auf laufenden Ertrag, so Martin Berberich, Fondsmanager bei DWS.

Das Management berücksichtige bei der Aktienselektion in hochkapitalisierte globale Unternehmen ein gutes ESG Rating (Faktoren hinsichtlich Umwelt, Sozialem und Unternehmensführung), Ausschlusskriterien, CO2 Rating und Normeneinhaltung sowie eine überdurchschnittliche Dividendenrendite, ein prognostiziertes Dividendenwachstum und eine angemessene Ausschüttungsquote.

Die globalen Aktienmärkte hätten auch im März ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen können. Die Erholung einiger Frühindikatoren wie z.B. des ifo-Index in Deutschland, Steuersenkungen durch die chinesische Regierung sowie die Ankündigung der US-Notenbank, die Reduzierung ihrer Bilanz zu beenden und damit die Geldpolitik wieder etwas expansiver zu gestalten, seien die treibenden Faktoren hinter dieser positiven Marktentwicklung gewesen. Auf Sektorebene hätten alle Sektoren mit Ausnahme des Finanzbereichs davon profitieren können. Finanztitel, insbesondere Banken, hätten dagegen unter den weiter fallenden langfristigen Zinsen gelitten. Auf regionaler Ebene hätten die US- und die chinesischen Aktienmärkte zu den besten Börsen gehört, während der deutsche und der koreanische Aktienmarkt den Monat sogar leicht im Minus abgeschlossen hätten.

Der Fokus des Fonds liege auf Unternehmen mit überdurchschnittlichen, wachsenden und nachhaltigen Dividendenzahlungen, mit soliden Bilanzen, starken Managementteams, und attraktiven Bewertungen. Zusätzlich müssten die ausgewählten Unternehmen auch unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten sowie unter Aspekten der guten Unternehmensführung ein überdurchschnittliches Profil aufweisen. Dabei würden die Experten diejenigen Unternehmen auswählen, die im sektoralen und regionalen Vergleich hinsichtlich der untersuchten Nachhaltigkeitskriterien besonders gut abschneiden würden. Bestimmte Industrien, die ihren Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprechen würden, wie z.B. Rüstungshersteller oder Tabakkonzerne, würden die Experten komplett ausschließen.

Das Fondsmanagement achte weiterhin auf eine insgesamt defensive Ausrichtung des Fonds. Die sektoralen Schwerpunkte des Fonds lägen daher in den Bereichen Nicht-zyklischer Konsum, Telekommunikation, Gesundheit und Versorger. Die grundsätzliche Positionierung des Fonds sei langfristig ausgerichtet und verändere sich daher in der Regel nur graduell auf Monatsbasis. Diesen Monat seien Positionen in dem US-Biotechnologiekonzern Amgen, dem IT-Beratungsunternehmen Accenture, dem Elektronikkomponentenhersteller TE Connectivity und dem schwedischen Rohstoffunternehmen Boliden neu in das Portfolio aufgenommen worden. Aktien in BASF, dem US-Biotechnologieunternehmen Gilead und dem schwedischen Dienstleisterkonzern ISS seien hinzugekauft worden. Demgegenüber seien Aktien von dem US-Pharmakonzern Johnson & Johnson, dem französischen IT-Serviceunternehmen Cap Gemini, dem Konsumgüterunternehmen Reckitt Benckiser und dem US-Farbenhersteller PPG verkauft worden.

Die Wertentwicklung des Fonds sei im Berichtsmonat ähnlich positiv wie die des breiten Aktienmarktes gewesen. Bei relativer Betrachtung seien positive Beiträge aus der Sektorallokation durch das Übergewicht im Nicht-zyklischen Konsumbereich und dem Untergewicht im Finanzbereich gekommen, während das Untergewicht im IT-Sektor und im Immobilienbereich nachteilig gewesen sei. Auf Einzeltitelebene hätten sich am besten die Aktien der Konsumgüterunternehmen Unilever und PepsiCo sowie von dem dänischen Offshore-Windkraftanlagenbetreiber Orsted entwickelt. Negativ hätten dagegen v.a. die Aktien von der US-Bank State Street sowie von dem Pharmakonzern Pfizer beigetragen.

Konjunkturelle Frühindikatoren sowie die abgelaufene Berichtssaison der Unternehmensergebnisse würden darauf hindeuten, dass die weltweite Konjunkturdynamik ihren Höhepunkt bereits überschritten habe und sich das globale Wirtschaftswachstum 2019 abschwächen dürfte. Zudem sehe sich die Weltwirtschaft mit dem Handelskonflikt zwischen den USA und China, der unsicheren Zustimmung des britischen Parlaments zum ausgehandelten "Brexit"-Abkommen einer Reihe von politischen Risiken ausgesetzt.

Vor diesem Hintergrund hätten sich die Gewinnwachstumserwartungen der Unternehmen im ersten Quartal deutlich abgeschwächt. In einem Umfeld fallender Wachstumsraten hätten sich defensive Dividendenstrategien historisch im Vergleich zum breiten Aktienmarkt relativ gut entwickelt. Dividenden sollten außerdem einen proportional höheren Beitrag zum Gesamtertrag leisten. Für risikobewusste Anleger auf der Suche nach "Rendite" würden daher aus Sicht des Fondsmanagements insbesondere Dividendenaktien weiterhin attraktiv bleiben. (Stand vom 31.03.2019) (09.05.2019/fc/a/f)






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