DNCA Invest Alpha Bonds-Fonds: 01/2021-Bericht, Performance von +0,75% seit Jahresbeginn - Fondsanalyse


18.02.21 11:00
DNCA Investments

Paris (www.fondscheck.de) - Der Teilfonds DNCA Invest Alpha Bonds ist bestrebt, über die empfohlene Anlagedauer von mindestens drei Jahren eine höhere Wertentwicklung als der EONIA Index plus 2,5% nach Abzug von Gebühren zu erzielen, so die Experten von DNCA Investments.

Dieses Wertentwicklungsziel solle bei einer jährlichen Volatilität erreicht werden, die unter normalen Marktbedingungen unter 5% liege. Die Anleger würden darauf hingewiesen, dass der Verwaltungsstil Entscheidungsspielräume vorsehe.

Seit Anfang 2021 bestehe nunmehr Hoffnung auf eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung, seitdem für das Ende des ersten Halbjahres die Impfung eines großen Teils der Bevölkerung geplant sei. In den Vereinigten Staaten lasse der Einzug der Demokraten ins Weiße Haus mit gleichzeitiger Mehrheit in beiden Kammern eine nennenswerte Ergänzung des letzten, im November angekündigten Konjunkturprogramms erwarten. In Europa habe der zweite Lockdown die Konjunktur deutlich weniger gebremst als der erste Lockdown im Frühjahr, und die Aktivität im industriellen Sektor sei nach wie vor solide ausgefallen. Der Brexit liegt nun hinter uns, ohne dass es zu nennenswerten Turbulenzen kam, so die Experten von DNCA Investments. Allerdings habe sich Europa angesichts des Aufkommens von mutierten Varianten des Covid-19-Erregers zu neuen strengen Gesundheitsmaßnahmen gezwungen gesehen, die in zahlreichen Ländern bis hin zum Lockdown reichen würden.

Die Finanzmärkte scheinen ihrerseits diese kurzfristigen Schwierigkeiten zu ignorieren und konzentrieren sich auf die Welt nach der Pandemie, so die Experten von DNCA Investments. Vorläufer- und Frühindikatoren wie der aggregierte Welt-PMI würden sich unverändert im positiven Bereich bewegen, unterstützt insbesondere durch die Indikatoren der Vereinigten Staaten sowie der asiatischen Zone, wobei Europa ein weiteres Mal aufgrund seiner rückläufigen Dienstleistungskomponente eher schlecht abschneide.

Unterstützt durch die Liquiditätsströme der Zentralbanken und die Zusicherung einer Verlängerung der staatlichen Hilfen sei der Aktienmarkt positiv ins Jahr gestartet. Gleichzeitig sei es an der Front der langfristigen Zinssätze zu leichten Spannungen gekommen. Die Inflationserwartungen nähmen erneut zu. Angesichts einer Rendite von über 2,10% bei den 10-jährigen Papieren in den USA würden sich die Anleger dort fragen, ob und wann es zu einer Straffung der Geldpolitik komme, während man bei einem Stand von 1,20% in der Eurozone noch weit von den Schwellenwerten der EZB entfernt sei. Beiderseits des Atlantiks würden die Notenbankpräsidenten allerdings ihre erklärte Bereitschaft bekräftigen, ihre ultra-akkommodierende Geldpolitik fortsetzen zu wollen, und würden darauf hinweisen, dass die Konjunktur derzeit noch auf zu schwachen und unsicheren Füßen stehe.

Auch in diesem Berichtszeitraum habe der Fonds einen Wertzuwachs verzeichnen können, was im Wesentlichen dem Anstieg der Inflationserwartungen in der Eurozone und den Vereinigten Staaten zuzuschreiben gewesen sei.

In Bezug auf das Fondsmanagement ist festzuhalten, dass wir die Anleihesensitivität weiterhin im positiven Bereich steuern und liegen damit zwischen 2 und 3 und somit in fine stabil, so die Experten von DNCA Investments. Die Volatilität des Fonds (berechnet ex ante ein Jahr) liege nach wie vor unterhalb der 5%-Schwelle und habe sich im Monatsverlauf im Zuge der von den Experten beschlossenen Anpassungen sogar auf nahe 4% zurückgebildet. Im Laufe des Monats hätten die Experten von DNCA Investments ihre Positionen gegenüber den US-Realzinsanleihen, insbesondere den 10-jährigen Treasuries, reduziert und von der Volatilität der 20-jährigen Festzinsanleihen in ihren Absicherungen der deutlich länger laufenden Indexanleihen profitiert.

In der von ihnen bevorzugten asiatischen Region hätten die Experten von DNCA Investments weiterhin in Korea investiert und ihr Engagement in chinesischen Schuldverschreibungen verkürzt, das nun eher im Laufzeitenbereich von fünf Jahren statt bei zehn Jahren liege. Zum Monatsende hätten die Experten eine Position gegenüber kurzfristigen brasilianischen Schuldverschreibungen eröffnet, um von der Erwartung steigender Zinsen zu profitieren, die sich vollkommen und in ungewöhnlicher Weise in der Realzinskurve widergespiegelt habe.

An den Devisenmärkten seien die Experten von DNCA Investments nur geringe Positionen eingegangen, abgesehen von CNY (Chinesischer Yuan) und JPY (Japanischer Yen) (jeweils rund 5%). Da die Experten die Wirtschaftsaktivität in Asien positiv einschätzen würden und die Fremdwährungen schwach bewertet seien, würden sie an ihren Anleihepositionen festhalten und ein Wechselkursrisiko von 1% bei der Indonesischen Rupie und dem Koreanischen Won verzeichnen. Die Experten hätten sich von den im Portfolio gehaltenen Positionen in norwegischen Wertpapieren und der Krone getrennt und eine Long-Position auf den USD aufgenommen (etwa 3%). Insgesamt sei das Portfolio folglich zu etwa 15% in einem diversifizierten Währungskorb vs. Euro engagiert, für den der makroökonomische Kontext der Zone und die aktuelle Geldpolitik noch recht ungünstig seien. (Stand vom 29.01.2021) (18.02.2021/fc/a/f)