BNP Paribas Easy ECPI Global ESG Hydrogen Economy UCITS ETF: Vom grünen Wasserstoff profitieren


03.05.22 12:32
BNP Paribas

Paris (www.fondscheck.de) - Claus Hecher von der BNP Paribas stellt in der aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate" einen ETF (ISIN LU2365458145 / WKN A3E4Y5) zum BNP Paribas Easy ECPI Global ESG Hydrogen Economy Track Classic Fonds (ISIN LU2365457923 / WKN A3E4Y5) vor.

Wasserstoff habe Zukunft. Aber nachhaltig orientierte Investoren müssten genau hinschauen, denn Wasserstoff sei nicht gleich Wasserstoff. Ganz im Gegenteil: Für ein ansonsten farbloses Element sei Wasserstoff erstaunlich "bunt": Als "grau" bezeichne man ihn, wenn er aus fossilen Quellen wie Kohle, Öl oder Gas gewonnen werde. "Gelber" Wasserstoff entstehe durch Elektrolyse, die sehr viel Atomenergie brauche. "Blauer" Wasserstoff unterscheide sich von grauem dadurch, dass das CO2 nicht freigesetzt, sondern isoliert und dann entweder wiederverwendet oder endgelagert werde. Experten würden in diesem Zusammenhang von "Carbon Capture, Utilisation and Storage" sprechen und es mit CCUS abkürzen. Wirklich nachhaltig sei "grüner Wasserstoff", denn er basiere auf einer Elektrolyse, bei der ausschließlich erneuerbare Energien zum Einsatz kämen.

Gerade grüner Wasserstoff habe das Potenzial, einen Paradigmenwechsel in Schlüsselsektoren der Weltwirtschaft herbeizuführen - etwa deshalb, weil er die Dekarbonisierung von Industrien mit hohem Schadstoffausstoß beschleunige. Das diene dem "Netto-Null"-Ziel, dem sich weltweit Regierungen und Unternehmen verpflichtet hätten, und helfe, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, wie es das Pariser Klimaabkommen fordere. Der Verkehr sei eine der Branchen, in denen grüner Wasserstoff verstärkt eingesetzt werden könne. Stromantriebe mit Batterien würden sich für kleinere Elektrofahrzeuge eignen, aber wegen ihrer Unzulänglichkeiten bei Gewicht, Volumen, Ladezeit und Reichweite nicht immer unbedingt für den Schwerlastverkehr mit Lkw, Bussen, Zügen und Schiffen. Auch für intensiv genutzte Verkehrsmittel wie Taxis, die schnell aufgeladen werden müssten, kämen sie nicht immer infrage. Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeuge dagegen würden gerade einmal drei bis fünf Minuten zum Betanken brauchen, etwa so lange wie klassische Benzin- oder Dieselautos.

Wasserstoff sei keine erneuerbare Energie an sich, sondern ein Energieträger. Das Multifunktions-Gas enthalte 2,2-mal so viel Energie wie Erdgas, 2,75-mal so viel wie Benzin und 3-mal so viel wie Erdöl. Vor allem aber biete grüner Wasserstoff die Möglichkeit, saubere Energie zu speichern, nach Bedarf zu verteilen und damit Schwankungen bei erneuerbaren Energien durch Wind und Sonne auszugleichen. Und schließlich werde durch die Abscheidung von Kohlenstoff aus den Emissionen von Fabriken Wasserstoff zu Methan und könne Erdgas in den Netzen ersetzen.

Welches Investmentpotenzial eine wasserstoffbasierte Wirtschaft in der Zukunft habe, würden einige Zahlen zeigen: Die Kosten für kohlenstoffarmen Wasserstoff würden sich bis 2030 halbieren. Sein Anteil am globalen Energiemix werde bis 2050 auf 13 Prozent steigen. Bis zu diesem Zeitpunkt werde Wasserstoff die weltweiten CO2 -Emissionen um 20 Prozent verringern würden, und es würden schätzungsweise 400 Millionen Autos, 15 bis 20 Millionen Lastwagen und fünf Millionen Busse mit Wasserstoff betrieben.

Wer aber bereits jetzt von den Chancen einer wasserstoffbasierten Wirtschaft profitieren möchte, könne das mit dem BNP Paribas Easy ECPI Global ESG Hydrogen Economy Fonds. Das kompakte Portfolio des neuen UCITS ETF umfasse 30 Unternehmen, die als Hersteller, Lieferanten oder Speicherer an der Bereitstellung von Lösungen beteiligt seien, die zum Kern einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft gehören würden.

Hinzu kämen zehn Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien. Grund sei, dass erneuerbare Energien eine strategische Rolle in der Wertschöpfungskette von grünem Wasserstoff spielen würden, der nur so sauber und nachhaltig sein könne wie die Energiequelle, die zur Produktion des Stroms verwendet werde. Im Idealfall sollte die gesamte Energie aus erneuerbaren Quellen stammen. Diesem Umstand trage der Fonds Rechnung, indem er den Anteil klassischer Energieproduzenten stark begrenze oder sie ganz ausklammere. Er sei nach Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung klassifiziert. (Ausgabe Mai 2022) (03.05.2022/fc/a/e)