Aramea Rendite Plus Nachhaltig R-Fonds: 03/2019-Bericht, Wertzuwachs von 0,56% - Fondsanalyse


08.05.19 12:00
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Die Anlagestrategie des Aramea Rendite Plus Nachhaltig R-Fonds soll durch die gezielte Auswahl von verzinslichen und sonstigen Anlageinstrumenten umgesetzt werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Schwerpunkt der Anlage solle auf in Euro ausgestellten Nachranganleihen und Genussscheinen liegen. Anlagen in Fremdwährungen könnten vorgenommen werden. Die Anlage erfolge ausschließlich in Emittenten mit nachhaltigem Profil.

Auch der dritte Monat des Kalenderjahres 2019 sei von Kurserholungen geprägt gewesen. Die positive Marktstimmung habe sich sowohl am Primärmarkt durch weitere Neuemissionen bei Nachranganleihen von Finanzinstituten als auch von Industrieunternehmen wie auch am Sekundärmarkt gezeigt. Einer der Gründe für die Erholung bei Nachranganleihen sei auf die Notenbankpolitik sowohl in den USA als auch in Europa zurückzuführen. Sowohl in den USA, wo sich zuletzt erneut Donald Trump in die Zinspolitik eingemischt und eine drastische Rückkehr zu niedrigeren Zinsen gefordert habe, als auch in Europa nähmen die Tauben überhand. Weiterhin habe es Entspannung im Handelsstreit zwischen USA und China gegeben, wodurch Investoren mehr Risikobereitschaft gezeigt hätten. Bereits im Vormonat hätten die Experten von Aramea Asset Management die Aktion der Banco Santander umschrieben, welche eine ihrer AT1-Anleihen nicht vom Markt genommen habe. Jüngst hätten die Experten dazu einen Gastbeitrag in der "Börsen-Zeitung" veröffentlichen dürfen.

Nachranganleihen hätten sich im März 2019 freundlich gezeigt. Finanzinstitute (Banken & Versicherungen) hätten im Berichtszeitraum nach Lesart des iBoxx Euro Financials Subordinated Index um 0,93% zugelegt. Diese Performance verteile sich auf den deutlich volatileren Versicherungssektor (0,85%) und Nachranganleihen von Banken (0,97%). AT1-Anleihen seien hier jedoch nicht enthalten. Hybridanleihen von Industrieunternehmen hätten eine Wertentwicklung von 1,12% erzielt (iBoxx Euro Non-Financials Subordinated Index).

Im Monat März habe sich die Wertentwicklung des Aramea Rendite Plus Nachhaltig auf 0,56% belaufen. Der Renditeunterschied zu den Indices ist u.a. auf unsere defensivere regionale Ausrichtung zurückzuführen, so die Experten von Aramea Asset Management. Der Fokus des Fonds liege weiterhin auf konservativen Emittenten. Das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Wertpapiere belaufe sich auf "BBB-", das durchschnittliche Rating aller im Fonds enthaltenen Emittenten auf "A-". Diese Tatsache sei wichtig, da Nachranganleihen im Regelfall zwei bis drei Ratingstufen schlechter notieren würden als das emittierende Unternehmen selbst.

Das Fondsvolumen habe sich zum Berichtszeitpunkt auf 63,5 Mio. Euro belaufen. Die Kassequote habe zu Beginn des Jahres bei 9,5% und am Ende des Monats März bei 6,1% gelegen. Das Fondsmanagement habe den positiven Tenor genutzt und vor allem Opportunitäten am Primärmarkt wahrgenommen. Der Sektor-Schwerpunkt liege weiterhin auf Banktiteln mit einem Gewicht von 41%. Weitere 28% seien in Anleihen von Versicherungsunternehmen investiert. Die erhöhte Volatilität des Segments sei mit wenigen technischen Faktoren wie der Investorenstruktur, der Marktgröße und den besonderen regulatorischen Ausgestaltungsmerkmalen der Anleihen zu begründen. Die fundamentale Aufstellung des Versicherungssektors sei aus Sicht eines Anleiheinvestors hingegen weiterhin stabil und attraktiv. Der Anteil an Industrieunternehmen liege bei 24%.

Der Fokus der Investmentstrategie richte sich auf Emittenten aus stabilen Regionen im Kern Europas. Ca. 30% des Fondsvermögens seien in Deutschland investiert, weitere 24% in Frankreich. Die Benelux-Staaten würden 17% ausmachen. Italien (weniger als 2%) und Spanien (7,5%) seien hingegen weiterhin deutlich untergewichtet. Gerade die Engagements in Italien, die sich im Rahmen der Markterholung besonders positiv entwickelt hätten, seien reduziert worden. Aufgrund weiterhin offener Fragen rund um das italienische Wirtschaftswachstum und möglicherweise erneut aufkeimenden Budgetdiskussionen zwischen Rom und Brüssel seien Risikopositionen reduziert und Gewinne realisiert worden. Auf Investitionen in Griechenland und Portugal werde u.a. aufgrund der weiterhin hohen Quote fauler Kredite vollständig verzichtet.

Der Fonds weise zum Ende des Berichtszeitraumes einen durchschnittlichen Kupon von 4,0% bei einer durchschnittlichen erwarteten Rendite von 4,4% auf. Dabei sei zu erwähnen, dass dieser Wert bereits um Absicherungskosten gegenüber Fremdwährungsrisiken bereinigt sei. Bekanntermaßen solle der Fokus des Fonds auf der Ausnutzung attraktiver Renditekomponente liegen, die Nachranganleihen aufgrund regulatorischer Veränderungen (Basel III & Solvency II) und struktureller Besonderheiten mit sich bringen. Strategische Positionierungen auf Währungsbewegungen würden nicht dazu gehören und würden daher konsequent abgesichert. (Stand vom 31.03.2019) (08.05.2019/fc/a/f)






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