Aramea Global Convertible-Fonds: 01/2021-Bericht, Wertzuwachs von 2,4% - Fondsanalyse


22.02.21 09:30
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Das Anlageziel des Aramea Global Convertible soll durch die gezielte Auswahl aussichtsreicher internationaler Wandelanleihen erreicht werden, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Fonds dürfe zudem in Aktien, Bankguthaben, Geldmarktinstrument und Investmentfonds investieren. Darüber hinaus könnten auch derivative Instrumente und Techniken zur Anwendung gelangen. Eine zeitweilige Konzentration der Anlagepolitik auf einzelne Marktsegmente oder marktenge Werte sei möglich.

Die Ausbreitung der neuen Corona-Mutationen habe die Hoffnung auf eine angestrebte Herdenimmunität gen Ende des ersten Halbjahres 2021 zeitweise getrübt. Trotz des anfänglich positiven Marktumfelds habe dies zu temporären Kursrückgängen an den weltweiten Aktienmärkten geführt. Inzwischen würden empirische Studien belegen, dass der Impfstoff aller autorisierten Impfstoffproduzenten auch einen effektiven Schutz gegen die bislang bekannten Mutanten aufweise. Mit AstraZeneca habe ein britisches Large Cap-Pharmaunternehmen als vierte Gesellschaft neben BioNTech/Pfizer und Moderna die EU-Zulassung zur Produktion und Distribution des Corona-Impfstoffes erhalten.

Des Weiteren hätten Privatanleger durch herdenhaftes Wetten gegen den Leerverkauf von Hedge Fonds Kurssprünge und Übertreibungen in einigen kleineren, gelisteten Gesellschaften wie dem Computerspiel-Hersteller GameStop ausgelöst. Während der US-amerikanische Aktienindex S&P 500 im Berichtszeitraum um +1,6% habe zulegen können, habe sein europäisches Pendant STOXX Europe 600 um -1% nachgegeben; der DAX habe rund 2% im Minus geschlossen. Die Publikation der Quartalszahlen aus dem letzten Quartal 2020 habe indes begonnen.

Mit der Amtseinführung des 46. US-Präsidenten Biden gehe in den Vereinigten Staaten nicht nur die Hoffnung auf weitere Konjunkturprogramme einher; einerseits seien fiskalpolitische Impulse für die Erzeuger erneuerbarer Energien zu erwarten, welche langfristig von Biden's ausgerufenem nationalem Ziel von Null-Emissionen bis 2050 profitieren könnten. Andrerseits stehe eine stärkere Regulierung der amerikanischen Large Cap-Technologieunternehmen weiter im Raum. Nach ihrer jeweils ersten Sitzung im neuen Jahr würden beide Notenbanken EZB und FED unverändert an ihrer expansiven geldpolitischen Ausrichtung festhalten.

Die anhaltende US-Dollar-Stärke habe sich im Berichtszeitraum in einer Aufwertung gegenüber dem Euro von 0,7% auf 1,21 manifestiert. Einen äquivalenten Anstieg habe auch der US-Dollar-Index zu verzeichnen gehabt, welcher den Wert des US-Dollar in Form eines Baskets mit sechs weiteren Währungen vergleiche. Der Preis pro Feinunze Gold sei im Berichtszeitraum um -2,7% gegenüber dem Vormonatsende auf 1.848 USD gesunken.

Die Rentenmärkte in Europa hätten durch einige Neuemissionen am Primärmarkt auf sich aufmerksam machen können, darunter SURE-Bonds der EU zur Finanzierung der europäischen Kurarbeiterprogramme, sowie Österreich, Griechenland und Slowenien. Die Spreads im Staatsanleihenmarkt seien weitestgehend unterverändert relativ zum Vormonat geblieben; so hätten etwa 10-Jahres-Renditen in Deutschland per Monatsultimo bei einer Rendite von -0,5% gegenüber 1,0% bei 10-Jahres-US-Treasuries notiert.

Globale Wandelanleihen hätten von dem allgemeinen Marktumfeld profitieren können und den Berichtsmonat größtenteils im positiven Terrain geschlossen. Der Bloomberg Barclays Global Convertibles Balanced TR Index Hedged (EUR) sei um +1,4% gestiegen. Der Bloomberg Barclays US Convertibles Balanced TR Index (USD) sei im Berichtsmonat mit 2,5% etwas deutlicher gestiegen. Somit hätten US-Wandelanleihen aus regionaler Sicht zum Jahresbeginn erneut die Nase vorn gehabt. Einzig europäische Wandelanleihen (Bloomberg Barclays EMEA Convertibles Balanced TR Index (EUR)) hätten im Berichtsmonat um -0,9% nachgegeben und somit das Nachsehen gegenüber den sonstigen Regionen gehabt. Asiatische Convertibles (ex. Japan) hätten, gemessen in USD, rund +0,8% zugelegt. Japanische Convertibles hätten den Berichtszeitraum per Monatsultimo ebenfalls im positiven Terrain bei +1,6% geschlossen.

Auch der Januar 2021 sei von einer regen Neuemissionstätigkeit geprägt gewesen. Zunächst habe das in London ansässige Unternehmen Trainline eine Wandelanleihe mit einem Emissionsvolumen EUR 150 Mio. platziert. Es seien unter anderem Neuemissionen der Gesellschaften Voltalia mit einem Green Convertible Bond sowie DocuSign, ein auf die Erstellung elektronischer Unterschriften spezialisiertes US-Technologieunternehmen, gefolgt. Des Weiteren hätten mit Nio (ein chinesischer Hersteller von Elektroautomobilen), der Online-Apothekengruppe SHOP APOTHEKE sowie dem österreichischen Caterer DO & CO weitere Emittenten das allgemein positive Marktumfeld zur Platzierung neuer Wandelanleihen genutzt. Das Fondsmanagement des Aramea Global Convertible habe bis auf Trainline an allen der genannten Neuemissionen partizipiert.

46,7% der im Aramea Global Convertible enthaltenen Wandelanleihen hätten ein sog. "Balanced Profil". In diesem ausgewogenen Bereich sei das asymmetrische Verhalten von Convertibles am stärksten ausgeprägt: Die Wandelanleihe partizipiere hier stärker an einer Aufwärtsbewegung der zugrunde liegenden Aktien als an einer Abwärtsbewegung. Wandelanleihen mit bondähnlichem Profil würden derzeit 13,8% ausmachen. Aktienähnliche Profile seien mit 39,5% vertreten. Im Januar sei die Aktiensensitivität (Delta) des Portfolios gegenüber dem Vormonat leicht reduziert worden. Die Kassequote eingerechnet habe das Delta des Fonds per Monatsultimo bei 57,7% gelegen. Der Aramea Global Convertible habeseit Jahresbeginn eine Wertentwicklung von +2,4% erzielt. (Stand vom 31.01.2021) (22.02.2021/fc/a/f)






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