Aramea Balanced Convertible-Fonds: 06/2021-Bericht, Wertzuwachs von 0,4% - Fondsanalyse


21.07.21 09:00
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Mit dem Aramea Balanced Convertible wird Investoren eine Anlage in das komplexe und anspruchsvolle Segment der Wandelanleihen ermöglicht, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Fonds investiere schwerpunktmäßig in europäische Wandelanleihen mit einem "Investment Grade"-Rating. Aus der gezielten Investition in ausgewählte Convertibles mit einem so genannten "gemischten" Profil würden sehr attraktive Rendite-/Risikoeigenschaften resultieren.

Der Renditeanstieg bei deutschen und US-amerikanischen Staatsanleihen habe im Juni ein vorläufiges Ende gefunden - und das obwohl die US-Notenbank nach ihrer Juni-Sitzung einen strafferen Leitzinsanhebungsfahrplan (nämlich beginnend bereits im Jahr 2023) in Aussicht gestellt und zudem ganz behutsam und vorsichtig den perspektivischen Einstieg in den Ausstieg der ultra-lockeren Geldpolitik vorbereitet habe.

Ursächlich für die Renditerückgänge dürfte wohl vor allem die Erwartung gewesen sein, dass die Konjunktur der beiden Wachstumslokomotiven des ersten Halbjahres - China und die USA - im zweiten Halbjahr etwas weniger breitschultrig daherkommen werde als im ersten und somit letztlich Druck von der FED genommen werden sollte, ihr Anleiheankaufprogramm sehr zeitnah zu reduzieren. Ganz generell bleibe das Angebot an Bundesanleihen und Treasuries am Markt ohnehin aufgrund der umfangreichen Ankaufprogramme äußerst knapp, was den Spielraum für Renditeanstiege bis Jahresende limitiere.

Die Aktienmärkte in Europa und den USA hätten im Juni abermals zulegen und neue Jahreshöchststände erreichen können, wenngleich sich zwischen diesen beiden Regionen eine Wachablösung vollzogen habe. Da im Gegensatz zum Mai nun im Monat Juni vor allem Wachstumstitel - und darunter besonders Technologietitel - vom Renditerückgang hätten profitieren können, lägen breite, stärker technologielastige US-Aktienindices nun seit Jahresbeginn betrachtet leicht vor ihren europäischen Pendants. Der S&P 500 habe zum Monatsende Juni ein Plus von 14,4% im Vergleich zum 31.12.2020 verzeichnet - der STOXX Europe 600 habe "nur" bei 13,5% gestanden.

Gebeutelt von einem mitunter weiterhin besorgniserregenden Infektionsgeschehen bei unzureichendem Impffortschritt würden Schwellenländeraktien hingegen deutlich hinterherhinken. Im Juni habe der MSCI Emerging Markets sogar ein kleines Minus verzeichnet und liege seit Anfang des Jahres gerade einmal mit 6,5% im Plus.

An den Rohstoffmärkten sei im Juni derweil Divergenz Trumpf gewesen. Während beispielsweise der Holz-, der Gold- oder auch der Kupferpreis spürbar nachgegeben hätten, seien die Preise für Öl, Gas oder Aluminium auf neue Jahreshöchststände geklettert. Beim Öl sorge ein unverändert knappes Angebot bzw. die Uneinigkeit der Förderländer in Bezug auf Angebotsausweitungen für einen gut unterstützten Ölpreis.

Wandelanleihen aus dem Investmentgrade-Bereich hätten im Berichtsmonat den Aktienindices nicht folgen können und per Saldo im negativen Terrain geschlossen. Auf globaler Ebene (Refinitiv Global Focus IG Hedged CB (EUR)) habe sich ein moderates Minus von -0,2% ergeben. Europäische Investmentgrade-Wandelanleihen (Refinitiv Europe Focus IG Hedged CB (EUR)) hätten um -0,5% nachgegeben, während ihre US-Pendants (Refinitiv US Focus IG Hedged CB (EUR)) mit -1,8% deutlicher Federn hätten lassen müssen.

Die starke globale Neuemissionstätigkeit der letzten Monate habe auch im Juni angehalten, wobei über die Hälfte der Neuemissionen aus dem asiatischen Raum gestammt habe. Im europäischen Raum hätten sich die Neuemissionen auf ein Volumen von knapp 3 Milliarden Euro belaufen. Das Fondsmanagement sei bei seinen Zeichnungen unter der Prämisse einer guten Kreditqualität sehr selektiv vorgegangen. Unter anderem habe man partizipiert an Neuemissionen von J.P. Morgan, wandelbar in LMVH, sowie an der Emission eines Exchangeable Bonds von Engie S.A., wandelbar in Aktien von GTT, einem französischen Spezialisten für Lagerungs- und Transportlösungen im Bereich Flüssiggas.

Die geplante Übernahme der Deutsche Wohnen durch Vonovia nehme indes weiter Form an. Das formale Übernahmeangebot sei unterbreitet worden, die Führung der Deutsche Wohnen habe sich für den Deal ausgesprochen und auch das Bundeskartellamt habe den Zusammenschluss genehmigt. Nun liege der Ball also bei den Aktionären. Die beiden Deutsche Wohnen-Wandelanleihen hätten im Juni stabil gehandelt auf einem Niveau, das die Übernahme weitgehend einpreise.

Der ARAMEA Balanced Convertible investiere ausschließlich in Titel mit Investmentgrade-Qualität. Dadurch würden sich stabilere Bondfloors (Bewertung der Anleihenkomponente) ergeben, gleichzeitig sei aber das Potenzial auf der Aufwärtsseite gegeben. Somit könne der Fonds die Konvexität der Assetklasse Convertibles ausnutzen. 65,5% der im Fonds enthaltenen Wandelanleihen hätten ein sog. "Balanced Profil". In diesem ausgewogenen Bereich sei das asymmetrische Verhalten von Convertibles am stärksten ausgeprägt: Die Wandelanleihe partizipiere hier wesentlich stärker an einer Aufwärtsbewegung der zugrunde liegenden Aktien als an einer Abwärtsbewegung. Wandelanleihen mit bondähnlichem Profil würden derzeit 16,0% ausmachen. Aktienähnliche Profile seien mit 18,4% vertreten. Die Kassequote eingerechnet habe die Aktiensensitivität (Delta) des Fonds per Monatsultimo bei 45,6% gelegen. Der ARAMEA Balanced Convertible habe im Juni 2021 eine Wertentwicklung von +0,4% erzielt. Seit Jahresbeginn weise der Fonds eine Wertentwicklung von 3,0% auf. (Stand vom 30.06.2021) (21.07.2021/fc/a/f)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
68,62 € 68,49 € 0,13 € +0,19% 01.01./01:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A0M2JF6 A0M2JF 68,95 € 62,72 €