Aramea Balanced Convertible-Fonds: 03/2019-Bericht, Wertzuwachs von 0,08% - Fondsanalyse


03.05.19 08:30
Aramea Asset Management

Hamburg (www.fondscheck.de) - Mit dem Aramea Balanced Convertible wird Investoren eine Anlage in das komplexe und anspruchsvolle Segment der Wandelanleihen ermöglicht, so die Experten von Aramea Asset Management.

Der Fonds investiere schwerpunktmäßig in europäische Wandelanleihen mit einem "Investment Grade"-Rating. Aus der gezielten Investition in ausgewählte Convertibles mit einem so genannten "gemischten" Profil würden sehr attraktive Rendite-/Risikoeigenschaften resultieren.

Die globalen Aktienmärkte hätten ihre Erholungsrally im März fortgesetzt. Im Monatsvergleich habe der MSCI World-Index in lokaler Währung um 1,4% zugelegt. Seit Jahresbeginn würden sich die Gewinne auf mehr als 12 Prozent summieren. Auch Europas Aktienmärkte hätten die Kursgewinne vom Jahresanfang weiter ausbauen können. Der EURO STOXX 50-Index habe 1,8% gewonnen, der marktbreite STOXX Europe 600-Index habe 2,1% zugelegt. Hier sei der Brexit immer mehr zur Hängepartie geraten, der ursprüngliche Austrittstermin Großbritanniens am 29. März sei nach mehreren gescheiterten Abstimmungen im Unterhaus verschoben worden.

Sorgen um eine Abkühlung der Weltwirtschaft hätten jedoch auch in diesem Monat die Stimmung gedrückt. Auslöser hierfür seien vor allem sich eintrübende Wirtschaftsdaten aus Deutschland, den USA und China gewesen. Besonders schwach sei im März der Einkaufsmanagerindex für die Industrie in Deutschland ausgefallen: Mit einem Stand von 44,7 Punkten habe sich der Index noch weiter von der 50-Punkte-Marke entfernt, die ein Wachstum der Wirtschaft signalisiere. Auch die Auftragseingänge für die Industrie seien erneut gesunken. Im Vergleich habe dies den DAX überproportional belastet, welcher im März lediglich 0,1% habe zulegen können.

Die eingetrübte Konjunktur habe auch bei der Europäischen Zentralbank (EZB) für ein Umdenken gesorgt. Auf ihrer März-Sitzung habe sie sich gezwungen gesehen, ihren Inflations- und Wachstumsausblick nach unten anzupassen. Daneben habe sie ab Herbst weitere Langfristtender angekündigt und Leitzinserhöhungen für 2019 gänzlich ausgeschlossen.

Bei den Brexit-Verhandlungen hätten sich wieder einmal die Ereignisse überschlagen. Der von Premierministerin Theresa May ausgehandelte Austrittsvertrag mit der EU sei vom britischen Parlament mehrfach abgelehnt worden. Der Tag des Austritts, der ursprünglich auf den 29. März terminiert gewesen sei, sei verschoben worden. Weitere Vorschläge für Brexit-Varianten hätten im Unterhaus ebenfalls keine Mehrheit erzielen können. May habe unterdessen sogar ihren Rücktritt angeboten, sollte ihr ursprünglicher Deal doch noch angenommen werden.

Europäische Staatsanleihen hätten sich im März ausgesprochen freundlich entwickelt und kräftige Kurszuwächse verbucht. Als stützend hätten sich die weiterhin schwachen Konjunkturdaten erwiesen. Diese hätten offenbar auch bei den europäischen Währungshütern zu einem Umdenken geführt.

Auf ihrer turnusmäßigen Sitzung im März habe sich die EZB gezwungen gesehen, ihren Inflations- und Wachstumsausblick nach unten anzupassen. Die ab Herbst angekündigten Langfristtender dürften damit vor allem die Liquiditätssituation der spanischen und italienischen Banken verbessern.

In Summe hätten europäische Staatsanleihen im März, gemessen am iBoxx Euro Sovereign-Index, um 1,8% zugelegt. Unternehmensanleihen hätten im März ein uneinheitliches Bild gezeigt. Während sich die Risikoprämien - gemessen am iTraxx Europe Main - um 3 ausgeweitet hätten, hätten sie sich gemessen am iTraxx Europe Crossover um 9 Basispunkte eingeengt, auf nunmehr einem Niveau von 65 bzw. 267 Basispunkten.

Im Berichtsmonat habe sich der Ölpreis ebenfalls weiter von den Kursverlusten zum Jahresende erholt. Ein Fass der Sorte WTI Crude Oil habe sich um 5,6% auf 60,14 USD verteuert.

Im Berichtsmonat habe sich der Ölpreis ebenfalls weiter von den Kursverlusten zum Jahresende erholt. Ein Fass der Sorte WTI Crude Oil habe sich um 5,6% auf 60,14 USD verteuert. Investmentgrade Wandelanleihen, Thomson Reuters Global Focus Investmentgrade Hedged Convertible Index (EUR), hätten im Berichtsmonat etwas nachgegeben und diesen mit -0,7% geschlossen. Der Index für europäische Investmentgrade Wandelanleihen (Thomson Reuters Europe Focus Investmentgrade Hedged Convertible Index (EUR)) habe mit -0,1% allerdings nur leicht unter dem Niveau des Vormonats geschlossen. US-Investmentgrade-Titel (Thomson Reuters US Focus Investmentgrade Hedged Convertible Index (EUR)) hätten deutlicher verloren und ein Minus von -2,3% erzielt. Auch japanische Titel hätten mit -2,6% keine positiven Impulse liefern können.

Der Aramea Balanced Convertible investiere ausschließlich in Titel mit Investmentgrade-Qualität. Dadurch würden sich solidere Bondfloors ergeben (Bewertung der Anleihenkomponente), gleichzeitig sei aber das Potenzial auf der Aufwärtsseite gegeben. Somit könne der Fonds die Konvexität der Assetklasse Convertibles ausnutzen. 48,4% der im Fonds enthaltenen Wandelanleihen hätten ein so genanntes "Balanced Profil". In diesem ausgewogenen Bereich sei das asymmetrische Verhalten von Convertibles am stärksten ausgeprägt: Die Wandelanleihe partizipiere hier wesentlich stärker an einer Aufwärtsbewegung der zugrunde liegenden Aktien als an einer Abwärtsbewegung. Wandelanleihen mit bondähnlichem Profil würden derzeit 34,9% ausmachen. Diese seien gekennzeichnet durch eine geringere Aktiensensitivität, dafür könnten jedoch höhere Renditen und Kursgewinne über eine Einengung der Creditspreads erzielt werden. Die Aktiensensitivität (Delta) des Fonds betrage aktuell 41,7%.

Der Aramea Balanced Convertible habe im März eine Wertentwicklung von +0,08% erzielt. Seit Jahresbeginn weise das Sondervermögen eine Wertentwicklung von 4,23% auf. (Stand vom 31.03.2019) (03.05.2019/fc/a/f)






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