Wöchentlicher Markt- und Flowbericht: Die Zuflüsse in Gold-ETPs nehmen an Fahrt auf


11.09.18 16:24
ETF Securities

London (www.fondscheck.de) - Die Zuflüsse in Gold-ETPs nehmen die fünfte Woche in Folge an Fahrt auf und belaufen sich diesmal auf 54,9 Mio. USD, so die Experten von ETF Securities by WisdomTree.

Die stärkeren Zuflüsse in Gold-ETPs würden darauf hindeuten, dass sich die Anleger für eine Erholung der Goldpreise positionieren würden. Angaben der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zufolge sei die spekulative Netto-Position auf Gold-Futures zum 28. August 2018 auf ein 17-Jahres-Tief gefallen, worin die negative Stimmung am Goldmarkt zum Ausdruck komme. Letztere habe sich nach Erachten der Experten übermäßig stark eingetrübt, weshalb die Experten mit einer Aufwärtskorrektur rechnen würden.

Die Einschätzung der Experten werde von den Mittelflüssen bei Gold-ETPs in der vergangene Woche bestätigt. Gleichwohl habe der Goldpreis letzte Woche aufgrund zweier wesentlicher Belastungsfaktoren mit Schwierigkeiten zu kämpfen gehabt. Zum einen der stärkere US-Dollar und zum anderen die unerwartet guten Arbeitsmarktdaten in den USA, die es der Federal Reserve erlauben dürften, an ihren Zinserhöhungsplänen festzuhalten. Zwar dürften sich die Preise auf kurze Sicht weiter volatil entwickeln. Langfristig würden die Experten aber von einer Aufwärtsbewegung der Goldpreise ausgehen.

Bei Aluminium-ETPs (ISIN DE000A0KRJS4 / WKN A0KRJS) sei es im Vorfeld der jährlichen Angebotsvertragsverhandlungen auf der Metal-Bulletin-Konferenz in Berlin zu den höchsten Abflüssen seit vier Jahren gekommen. Der Aluminiumpreis habe vergangene Woche deutlich um 2,76 Prozent nachgegeben, was auf die Eskalation der anhaltenden Handelsstreitigkeiten zurückzuführen sei. Darüber hinaus sei berichtet worden, dass die USA eine wohlwollendere Haltung gegenüber den Kunden von Rusal (Russlands größter Aluminiumhersteller) eingenommen hätten und diesen einen Aufschub bis zum 23. Oktober gewähren würden. Dies bedeute, dass Kunden von Rusal mit bestehenden Angebotsverträgen bis zum 23. Oktober 2018 weiterhin Geschäfte mit dem Unternehmen tätigen dürften.

Zwar sei fürs Erste wieder Ruhe am Markt eingekehrt. Allerdings könnte es zu neuerlichen Turbulenzen kommen, falls es Rusal nicht gelinge, sich mit dem US-Finanzministerium zu einigen. Zudem bestehe die Sorge, dass es im Vorfeld der Kongresswahlen im November aus politischer Sicht zu schwer für das Finanzministerium sein könnte, die Sanktionen vor Fristablauf im Oktober aufzuheben.

Bei Platin-ETPs (ISIN DE000A0N62D7 / WKN A0N62D) hätten sich die Abflüsse die zweite Woche in Folge fortgesetzt. Der Ausblick für den Platinmarkt habe sich vergangene Woche pessimistischer gestaltet, nachdem das World Platinum Investment Council für das 2. Quartal einen Rückgang der Platinnachfrage um 8 Prozent relativ zum Vorjahr ausgewiesen habe, der auf die schwache Nachfrage seitens der Automobilbranche sowie das verhaltene Anlegerinteresse zurückgehe. Hinzu komme, dass das Angebot leicht gestiegen sei und für das 2. Quartal somit ein Überschuss von 340.000 Kontrakten bestehe. Letzte Woche sei zudem ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in Frankfurt beschlossen worden, welches im Februar 2019 in Kraft treten solle, was zusätzlichen Druck auf den Platinmarkt ausübe.

Energie-ETPs (ISIN DE000A0KRKD4 / WKN A0KRKD) würden die zweite Woche in Folge Rücknahmen verzeichnen. Die Energiepreise hätten vergangene Woche nachgegeben, da die US-Bestände laut API-Daten mit 1,17 Mio. Barrel stärker gestiegen seien als erwartet. Das US-Energieministerium habe hingegen ein optimistischeres Bild gezeichnet, da die US-Rohölbestände um 4,3 Mio. Barrel und damit auf den niedrigsten Stand seit Februar 2015 gesunken seien. Die Experten würden glauben, dass der Preiseinbruch zum Großteil auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen sei und davon ausgehen, dass die Risikobereitschaft infolge des starken Arbeitsmarktberichts in den USA einen Anstieg der Energiepreise in dieser Woche bedingen werde. (11.09.2018/fc/a/e)





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